Fortbildungs- und Kongresskalender
Veranstaltung
- Titel:
- DGIM, 118. Kongress der Dt. Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden
- Wann:
- 14.04.2012 - 17.04.2012
- Wo:
- Rhein-Main-Hallen - Wiesbaden
- Kategorie:
- Kongresse und Symposien
Beschreibung
118. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
Website: DGIM
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mit großer Freude darf ich Sie im Namen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zum 118. Kongress in Wiesbaden einladen. Es ist mir ein Anliegen an die Tradition der erfolgreichen Vorgängerkongresse anzuknüpfen. Das Rad muss nicht jedes Jahr neu erfunden werden. Der Wiesbadener Kongress hat mittlerweile eine klare Struktur, die von den Besuchern, wie die hohen Zahlen der Kongressteilnehmer in den letzten Jahren gezeigt haben, angenommen und geschätzt wird. Gestatten Sie mir einige persönliche Ansichten von den Aufgaben der DGIM Ihnen vorzustellen, da diese untrennbar auch von den Inhalten unseres Jahreskongresses sind.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin versteht sich als eine wissenschaftliche Fachgesellschaft mit zahlreichen Aufgaben, um nur einige zu nennen: Förderung der Wissenschaft auf dem Gesamtgebiet der Inneren Medizin von der Erforschung der Molekulargenetik über die Zellbiologie, Pathogenese bis hin zu klinischen Studien. Forschung zum Wohle unserer Patienten setzt voraus, dass unsere Studierenden sich für die Innere Medizin begeistern. Weiterbildungsassistenten und "fertige" Internisten sich einer wissenschaftlich orientierten Medizin verpflichtet fühlen. Verständnis der Ätiologie und Pathogenese einer Erkrankung, Erkennung der Risikofaktoren für die Krankheitsentstehung sind die Basis für Prophylaxe, rationale Diagnostik und Therapie.
Die DGIM muss daher auf die Ausbildungsinhalte unserer Studierenden und die Weiterbildungsinhalte in Innerer Medizin Einfluss nehmen können und sich der Förderung der lebenslangen Fortbildung des Internisten verpflichtet fühlen. Fortschritt in der Wissenschaft setzt Spezialisierung voraus. Der Spezialist darf aber den Menschen in seiner "Gesamtheit" nicht aus dem Blick verlieren.
Wenn Sie als Arzt in der Niederlassung Entlassungsbriefe aus internistischen Kliniken lesen, sind Sie vielleicht oft "entsetzt" über die Vielzahl der Diagnosen und Polypragmasie der medikamentösen Therapie. Die große Kunst des Internisten bleibt es eine Gewichtung der Erkrankungen vorzunehmen, ihre Interaktionen und die Interaktionen der Therapie zu kennen. Die DGIM muss sich als eine Gesellschaft mit unabdingbaren Integrationsaufgaben verstehen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die wissenschaftlichen Schwerpunktgesellschaften der Inneren Medizin unter dem Dach der DGIM zu Hause fühlen.
Die DGIM schätzt die unverzichtbare Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um hier nur die Pathologie, Laboratoriumsmedizin, Chirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin zu nennen. Erforschung der Pathogenese und Entwicklung neuer Therapieverfahren braucht auch die Zusammenarbeit mit der sogenannten vorklinischen Medizin, der Biochemie, Molekularbiologie, Physiologie, Immunologie, Biophysik, braucht die Zusammenarbeit mit der biomedizinischen Industrie.
Erfolg in unserem Beruf der Inneren Medizin auf den Grundlagen der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist aber nur im Kontext ethischer Grundprinzipien, sozioökonomischer Möglichkeiten einer Gesellschaft und Akzeptanz in der Bevölkerung und ihren demokratisch gewählten Repräsentanten, den Politikern, möglich. Daher ist für die DGIM auch die Partnerschaft mit dem Berufsverband der Deutschen Internisten, BDI, ein wichtiges Anliegen.
Aus den oben genannten Gesichtspunkten ist ersichtlich, dass die Auswahl der Themen für den Jahreskongress der DGIM für den Präsidenten eine große Herausforderung darstellt. Sowohl der Internist in Niederlassung als auch in der Klinik will "etwas mit nach Hause nehmen", will lernen was er künftig anders machen soll.
Viele werden sich nicht für die Beschreibung einer neuen zellulären Signal- Transduktionskaskade interessieren, wenn sich das bisherige therapeutische Konzept nicht ändert. Ein neu entdeckter genetischer Polymorphismus, der das Risiko erhöht eine bestimmte Erkrankung zu bekommen, wird nicht Jeden interessieren.
Ich zitiere bei der Visite vor meinen Studierenden im Praktischen Jahr, wenn sie eine diagnostische oder therapeutische Maßnahme unreflektiert nach Anordnung durch den Stationsarzt ausführen, immer gern Voltaire (1694-1778), "Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen, in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen."
In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn Sie sich nicht nur für das Fortbildungsangebot aus dem Gesamtgebiet der Inneren Medizin und ihrer "Randgebiete" auf diesem Kongress interessieren, sondern auch für einige der vielen faszinierenden, neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Ich hoffe, dass nicht nur mich persönlich sondern auch Sie das bislang nur rudimentär verstandene "Zusammenspiel" zwischen Faktoren der Umwelt, zu denen auch der Lebensstil gehört, ererbter genetischer und vielleicht auch erworbener epigenetischer Veränderungen fasziniert. Warum verstirbt eine Frau mit 60 Jahren an Brustkrebs und ihre eineiige Zwillingsschwester lebt noch mit fast 100 Jahren. Warum wird ein namhafter Politiker trotz Kettenrauchens bei Erhalt seines scharfen Intellekts über 90 Jahre alt?
Als Rahmenthema des kommenden Kongresses habe ich daher "Krankheit, Gene und Umwelt" ausgewählt. Dabei sollen die Hauptthemen
- Genetische Diagnostik
- Adipositas
- Herzinsuffizienz
- Multimorbidität im Alter
- Onkologie des Verdauungstraktes
die derzeit drängenden Probleme in den Industrienationen aus dem breiten Spektrum der Inneren Medizin abbilden.
Das von mir gewählte Rahmenthema soll die Komplexität der Krankheitsentstehung unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse beleuchten. Dies bedeutet, dass wir für das Verständnis internistischer Krankheitsbilder den Einfluss von Interaktionen aus Genen und Umwelt berücksichtigen müssen. Die praktische Bedeutung dieser Erkenntnisse bestimmt bereits schon unser alltägliches Handeln in allen internistischen Schwerpunkten.
Ziel des Kongresses soll es daher sein sowohl dem Assistenzarzt als auch dem Facharzt durch ein breites Spektrum von Veranstaltungen die Bedeutung der Komplexität des Rahmenthemas zu vermitteln und Bekanntes zu vertiefen.
Auch in dem kommenden Jahr werden sämtliche Schwerpunkte der Inneren Medizin umfassend repräsentiert werden.
Für die Fachgesellschaften, Ländergesellschaften, den BDI, die biomedizinische Industrie werden ausreichend Raum und Zeit zur Verfügung gestellt, um ein interessantes und aktuelles Programm zu gestalten.
Der Kongress ist sicher auch ein wichtiges Forum sich mit Kollegen auszutauschen, auch ein "Marktplatz" bezüglich Stellenwechsel.
Es ist unbestritten, dass wir als Internisten mit primärem klinischem und wissenschaftlichem Interesse in einem der Schwerpunkte der Inneren Medizin über unseren Tellerrand schauen müssen, um unsere oft multimorbiden Patienten richtig zu behandeln. Andererseits ergeben sich aber auch bei wissenschaftlichen Fragestellungen zahlreiche Schnittpunkte und Gemeinsamkeiten zwischen den Schwerpunkten.
Um außerhalb des wissenschaftlichen Kongressprogramms Zeit für einen weiteren Austausch zu schaffen, wird auch bei diesem Kongress ein kulturelles Rahmenprogramm geboten werden.
Die Medizin wird "weiblich". Erfreulich viele Frauen begeistern sich für die Medizin und insbesondere die Innere Medizin. Wenn ich der Lesbarkeit meiner Einladung zuliebe nur "männliche" Termini wie "Internist" etc. verwende, beinhaltet dies selbstverständlich beide Geschlechter.
Hat das Logo der Leipziger Kongressmannschaft Ihre Neugier geweckt? Es ist die Spitze einer Säule, die auf dem Leipziger Nikolai-Platz steht. Ähnliche korinthische Säulen stützen das Dach der Nikolaikirche. Diese Kirche wurde bei der Gründung der Stadt 1165 an der Kreuzung von zwei Handelswegen erbaut. Zwischen 1723-1750 wirkte in dieser Kirche der Leipziger Kantor Johann Sebastian Bach. Die Nikolaikirche ist weit über Deutschland hinaus bekannt durch die seit 1980 entstandenen Friedensgebete, die 1989 zur friedlichen Revolution und 1990 zur Einigung Deutschlands führten.
Auch wenn ich nur verwandtschaftliche Wurzeln in Ostdeutschland habe und erst 1993 von Würzburg nach Leipzig wechselte, freue ich mich besonders als erster Kongresspräsident der DGIM aus dem "Osten" seit der deutschen Einheit diesen Kongress ausrichten zu dürfen.
Ich darf Sie, auch im Namen des gesamten Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der Geschäfts- und Pressestelle, der Kongressagentur m:con und des gesamten Kongressorganisationsteams zur DGIM vom 14. April bis zum 17. April 2012 ganz herzlich einladen.
Mit den besten kollegialen Grüßen
Ihr
Joachim Mössner, Tagungspräsident
Veranstaltungsort
- Veranstaltungsort:
- Rhein-Main-Hallen
- Straße:
- Rheinstraße 20
- PLZ:
- 65185
- Stadt:
- Wiesbaden
- Bundesland:
- Hessen
- Land:
-
Beschreibung
Die Rhein-Main-Hallen sind nicht nur inmitten einer der größten und am stärksten wachsenden Metropolregionen Deutschlands gelegen, sie überzeugen auch durch ihren Standort im Zentrum Wiesbadens, der eine ideale Erreichbarkeit der Innenstadt sowie der umliegenden Hotels gewährleistet. Die erstklassige Verkehrsanbindung mit Bus, Bahn und die Nähe zum Frankfurter Flughafen sowie die optimale Infrastruktur innerhalb des Gebäudes machen die Rhein-Main-Hallen zu einem Veranstaltungshaus der kurzen Wege.
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(08.05.2012) Auf die Abstract-Kommission der DGG kommt in den kommenden Wochen viel Arbeit zu: Rund 500 Abstracts für den Jahreskongress der DGG vom 12. bis 15. September in Bonn sind bis Ende April eingegangen und harren jetzt der Prüfung. „Das ist ein Rekord“, freut sich der Präsident elect der DGG und Kongresspräsident Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz aus Köln. Die vielen eingesandten Beiträge zeigten, dass der Titel des Kongresses Programm sei: „Alternsforschung: Transnational und translational“.
(27.04.2012) „Aktuelle Probleme in der Versorgung geriatrischer Patienten“ lautet der Titel des 5. Jenaer Geriatrie-Symposiums, das am 20. Juni 2012 im Volkshaus Jena stattfindet. „Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils einzelne Themenschwerpunkte diskutiert wurden, ist nach 5 Jahren Geriatrie in Jena die Zeit für einen Überblick zu aktuellen Problemen gekommen“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Komm. Direktorin und Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena. Sie wird das Symposium leiten.

