Bild Infobroschüre(08.05.2015) Die Diagnose Krebs verändert das Leben. Um den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Beschwerden wie Schluckstörungen oder Appetitlosigkeiten beeinflussen nicht nur Lebensfreude, Genuss und Entspannung, sondern können ganz konkret den Therapieerfolg negativ beeinflussen. Was Patienten selbst tun können, darüber informiert nun die Berliner Krebsgesellschaft in einer neuen Infobroschüre. Zu den Autoren zählt auch PD Dr. Rainer Wirth, der als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) das Augenmerk besonders auf die speziellen Bedürfnisse betagter Patienten richtet.

32 Seiten geballtes Wissen: Die neue Broschüre „Unterstützende Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen“ beantwortet präzise und  kompakt die wichtigsten Fragen: Wie kann ich mich ernähren? Was kann ich gegen Gewichtsverlust tun? Wie kann ich Defizite und Nährstoffmängel ausgleichen?

Die Broschüre will zeigen, welche verschiedenen Ernährungsmöglichkeiten es gibt, was Patienten selbst tun können und wann sie weiterführende Unterstützung in Anspruch nehmen sollten. Zudem gibt es praktische Alltagstipps zu häufig auftretenden Problemen sowie Hilfestellung für Angehörige. Denn die Veränderungen, die durch eine Krebserkrankung und die folgende Therapie im Körper ausgelöst werden, sind nicht zu unterschätzen. Deshalb sollte eine professionelle, ernährungstherapeutische Begleitung möglichst von Anfang an erfolgen. „Das ist gerade für geriatrische Patienten wichtig“, sagt Wirth, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am St. Marien-Hospital Borken. „Aufgrund der oft vielfältigen gesundheitlichen Probleme alter Patienten, z.B. Problemen beim Schlucken und Appetitlosigkeit, wird der Speiseplan im Laufe der Zeit sowieso oft immer einseitiger.“

Mehr Sport, aber keine Diät

Um dies zu verhindern, ist eine ausgeglichene, kalorienhaltige Ernährung umso wichtiger. Zum Teil, weil die Tumorerkrankung selbst den Stoffwechsel so beeinflusst, dass der Körper noch mehr Energie benötigt. Aber auch begleitende Symptome der Krebstherapie wie Übelkeit und Durchfall können Ursachen für eine unzureichende Nährstoffaufnahme sein. Dies kann zu einem ungewollten Gewichtsverlust führen, der wiederum den Krankheitsverlauf und Therapieerfolg ungünstig beeinflussen kann.

Da mit dem Gewichtsverlust auch Muskelmasse verloren geht, fühlen sich Krebspatienten oft müde und abgeschlagen und verlieren ihre Mobilität. Sie sollten deshalb mehr Eiweiß zuführen und sich regelmäßig bewegen, um den Erhalt der Muskulatur zu unterstützen - auch um das Risiko von Stürzen nicht zu erhöhen. Warum wiederum eine spezielle Krebsdiät eher schädlich sein kann, das erläutern die Experten ebenso.


Laden Sie hier die Broschüre „Unterstützende Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen“ der Berliner Krebsgesellschaft e.V. herunter:

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Infobroschüre „Unterstützende Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen“

 

 

Wenn Sie ein Exemplar in Papierform bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an den Diätverband e.V.

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