Leitung:

Dr. Gabriele Röhrig-Herzog, MPH Dr. med. Gabriele Röhrig-Herzog, MPH
Klinik II für Innere Medizin, Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62
50937 Köln
Tel.: 0221 / 478-8 67 04
Fax: 0221 / 478-8 67 10
E-Mail: gabriele.roehrig@uk-koeln.de
 

Arbeitsschwerpunkte:

  • Erfassen epidemiologischer Daten und hämatologischer Besonderheiten im höheren Lebensalter
  • Erarbeiten hämatologischer Referenzwerte im höheren Lebensalter
  • Verbesserung des Wissens- und Kenntnisstandes zur Pathophysiologie der Anämie im höheren Lebensalter
  • Stärkung der Wahrnehmung von Anämie beim geriatrischen Patienten im ärztlichen Alltag
  • Erarbeiten allgemeingültiger Behandlungsleitlinien für Anämie im höheren Lebensalter

Ausführliche Beschreibung:

Anämie beim geriatrischen Patienten ist ein zwar häufiges aber bisher noch viel zu selten ernst genommenes Problem im ärztlichen Alltag. In den letzten Jahren mehren sich jedoch Studien, die sich mit dem Symptomkomplex Anämie beim älteren Patienten befassen. Daten dieser Untersuchungen weisen darauf hin, dass Anämie eine hohe Prävalenz hat und das Vorliegen einer Anämie sich negativ auswirkt auf Alltagstauglichkeit, Lebensqualität, Mortalität, Morbidität sowie auf Ergebnisse des multidimensionalen geriatrischen Assessments, der tragenden Säule der Geriatrie.

Doch trotz dieser hohen klinischen Relevanz gibt es bis heute keine einheitlichen Diagnostik-und Behandlungsempfehlungen für den Umgang mit Anämie beim älteren Patienten. Dieser Zustand ist vor allem auch bedingt durch den Mangel an hämatologischen Referenzwerten für ältere Menschen.  Daten der von der DGG initiierten ersten deutschen multizentrischen Prävalenzstudie bezüglich Anämie bei stationär geriatrischen Patienten bestätigen den Verdacht, dass sich Grenzwerte etablierter hämatologischer Parameter nicht problemlos auf geriatrische Patienten übertragen lassen. 

Die neugegründete AG Anämie hat daher das Ziel, sich durch wissenschaftliche Untersuchungen und interdisziplinären Austausch mit offenen Fragen zur Anämie und Hämatologie im höheren Lebensalter zu befassen und in einem multiprofessionellen Team praxisrelevante Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Aktuelle Mitglieder:

Neugründung

Aufnahme von Neumitgliedern:

Gern: Der multikausalen Genese der Anämie im höheren Lebensalter Folge tragend begrüßt die AG Anämie ausdrücklich auch Mitglieder aus geriatrie-fremden aber anämierelevanten Fachbereichen (z. B. Hämatologie, Pathologie, Physiologie etc) sowie aus dem interdisziplinären therapeutischen Team der Geriatrie (Pflege, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, etc).

Erstes Treffen:

DGG Jahreskongress Stuttgart 2016

Kooperationspartner:

AG Ernährung und Stoffwechsel der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
AK Laboratorium der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)