Aykac Volkan(17.05.2017) Oft scheitert es schon an der Sprache: Viele aus der Türkei stammende, ältere Patienten stehen hierzulande vor erschwerten Behandlungsbedingungen. Es ist die Generation der in Deutschland gebliebenen Gastarbeiter, die einer medizinischen Versorgung bedürfen und die damit viele Kliniken und Ärzte vor neue Herausforderungen stellt. Für deren verbesserte Versorgung setzt sich in besonderer Weise Dr. Volkan Aykaç (Foto) ein. Er ist Oberarzt am Evangelischen Geriatriezentrum in Berlin und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Aykaç will ein Netzwerk deutsch-türkischer Geriater aufbauen und zugleich das Konzept einer türkischsprachigen geriatrischen Sprechstunde entwickeln.

„Mein langfristiges Ziel ist es, neben dem Netzwerk auch eine regelmäßige türkischsprachige Geriatrie-Sprechstunde anzubieten, um so die Versorgung speziell der türkischstämmigen Patienten zu verbessern“, sagt Aykaç, dessen Eltern selbst vor vielen Jahren von der Türkei nach Deutschland gezogen sind. „Gerade die medizinische Versorgung von Migrantinnen und Migranten ist aus unterschiedlichen Gründen schwieriger. Dem müssen wir entgegenwirken.“ Aykaç selbst arbeitet an der universitär an die Charité angebundenen Klinik für Geriatrie im Berliner Bezirk Wedding. „Hier gibt es einen zunehmenden Anteil alter Menschen, die ihre Wurzeln in der Türkei haben und bis heute ihre Muttersprache pflegen. Manche sind bis heute leider schlecht psychosozial eingebunden“, sagt Aykaç. Er sucht jetzt engagierte Kolleginnen und Kollegen, die beim Aufbau des Netzwerkes und der Entwicklung des Sprechstundenkonzeptes in Deutschland, Österreich und der Schweiz mitwirken wollen. Interessierte können sich direkt per E-Mail an ihn wenden: volkan.aykac@charite.de