DGIM(17.05.2017) Nach dem Kongress ist vor dem Kongress: Vor wenigen Tagen ging die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit rund 8000 Teilnehmern in Mannheim zu Ende. Wie üblich übernimmt damit der neue DGIM-Präsident das Ruder:  2017/2018 hat Professor Dr. med. Cornel C. Sieber, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg und Inhaber des Lehrstuhls für Innere Medizin und Geriatrie an der FAU Erlangen-Nürnberg, den Vorsitz der DGIM inne. Mit mehr als 25.000 Mitgliedern ist die DGIM die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland und auch in Europa.
Der ehemalige DGG-Präsident rückt beim Internistenkongress 2018 die Geriatrie in den Mittelpunkt. Ein wichtiges Signal!

Hauptthemen waren beim diesjährigen DGIM-Kongress die Ökonomisierung der Medizin sowie aktuelle Entwicklungen in der Diabetologie und Gendermedizin. In mehr als 250 Sitzungen sowie 1.236 Vorträgen informierten fast 1.200 Experten über neue Erkenntnisse der Inneren Medizin und ihrer Schwerpunkte.

Interdisziplinär zusammenarbeiten – das wird in Zukunft immer wichtiger. „Unseren Patienten und der immer älter werdenden Bevölkerung können wir nur über die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Schwerpunkte der Inneren Medizin und darüber hinaus gerecht werden“, betonte DGIM-Präsidentin Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger. Dies gilt natürlich auch – und insbesondere – für die Geriatrie.

DGIM 2017: Geriater diskutieren mit Kollegen anderer Fachbereiche

Viele Geriater auf einem nichtgeriatrischen Kongress zu treffen ist eine gewinnbringende Möglichkeit: „Sich direkt mit so vielen Kollegen des eigenen Fachs und anderen Disziplinen zu beraten, ist gerade für das Voranbringen der Geriatrie enorm wichtig. Auf dem DGIM-Kongress konnte ich mich zwei Tage lang intensiv für unser Arbeitsgebiet, für die Altersmedizin, einsetzen“, freut sich Dr. Walter Swoboda, Chefarzt des Geriatriezentrums am Klinikum Main-Spessart in Marktheidenfeld. Der Facharzt für Innere Medizin, klinische Geriatrie und Physikalische Therapie erhielt vor allem durch das breite Spektrum der Beiträge neue Impulse für seine berufspolitische Arbeit. „Nicht nur unter Kollegen sollten wir darstellen, welche Erfolge die Geriatrie verzeichnet und was wir für den älteren Patienten erreichen.“ Hierfür wird insbesondere der kommende Internistenkongress eine ausgezeichnete Plattform sein.