(Wiesbaden, 27.05.2010) Der Anteil der über 65-Jährigen in Deutschland wird bis zum Jahr 2060 erheblich ansteigen. Es wird in den nächsten 50 Jahren zu einer erheblichen Veränderung in der Altersstruktur kommen: Ist heute jeder Fünfte Deutsche 65 Jahre und älter, wird es 2060 bereits jeder Dritte sein. Jeder Siebte ist dann sogar 80 Jahr und älter.

Das Statistische Bundesamt rechnet vor: Heute leben etwa 82 Millionen Menschen in Deutschland, bis zum Jahr 2060 wird diese voraussichtlich auf nur noch knapp 65 bis 70 Millionen schrumpfen. Hierfür verantwortlich sind stetig sinkende Geburtenzahlen bei gleichzeitig stetig steigender Sterberate.
Der Rückgang der Bevölkerung kann weder durch Zuwanderungsüberschüsse oder durch eine etwas erhöhte Geburtenrate in Deutschland aufgehalten werden. Der Anteil der Menschen im Rentenalter wird entsprechend erheblich zunehmen: Gehören heute etwa 50 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren zur erwerbstätigen Bevölkerung, wird dieser Anteil bis 2060 um 27 bis 34 Prozent zurückgehen.

Den Berechungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

  • Die zusammengefasste Geburtenziffer bleibt annähernd konstant bei 1,4 Kindern je Frau.
  • Die Lebenserwartung liegt 2060 für Männern bei 85 Jahren und für Frauen bei 89,2 Jahren.
  • Der Unterschied zwischen Zu- und Fortzügen aus dem und in das Ausland wird in einer ersten Variante ansteigend auf 100.000 Personen bis zum Jahr 2040 berechnet, danach wird er voraussichtlich konstant bleiben. In einer zweiten Variante steigt er bis 2020 auf 200.000 und bleibt danach konstant.

Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Vorausberechnung der Bevölkerung Modellcharakter hat und keine Prognose ist.