(12.07.2010) Dr. Hans Jürgen Heppner (46), bereichsleitender Oberarzt für internistische Intensivmedizin am Klinikum Nürnberg Nord (leitender Arzt Prof. Dr. M. Christ) und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biomedizin des Alterns (Direktor Prof. Dr. C. C. Sieber, Lehrstuhl für Geriatrie der FAU Erlangen-Nürnberg) wurde als Vertreter der DGG in die Task-Force-Gruppe Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) berufen.

Die Zielsetzung dieser Gruppe unter Leitung von Prof. Tobias Welte (Medizinische Hochschule Hannover) ist zum Einen die Erfassung von Struktur und Ausstattung internistischer Intensivstationen bundesweit, aber auch die Beschreibung des Qualitätsprofils und die Ermittlung des Qualifikationsbedarfes in der internistischen Intensivmedizin. Weiterhin hat sich die Gruppe zur Aufgabe gemacht, den Stellenwert der Inneren Medizin in der Notfallmedizin zu festigen und eine strukturierte Ausbildung zur internistischen Notfallmedizin zu entwickeln.

Als Delegierter der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) kann sich Dr. Heppner aktiv in die Task-Force-Gruppe Intensivmedizin der DGIM einbringen. Somit wird der demographischen Entwicklung in der Akutmedizin Rechnung getragen und auch die Belange der Geriatrie erfahren den Stellenwert, der dieser Patientengruppe zusteht. Dr. Heppner, der sich schon seit langem mit der Thematik der Intensivmedizin im hohen Lebensalter auseinandersetzt, bewertet dies als hervorragenden Schritt in die richtige Richtung, um zukunftsorientiert geriatrische Schwerpunkte in der Intensivmedizin zu entwickeln. Er vertritt seit langem schon die Meinung, dass die Frage nicht dahingehend gestellt werden kann, ob Intensivmedizin für den älteren Patienten in Frage kommt, sondern vielmehr ob moderne Intensivmedizin ohne Grundkenntnisse der Altersphysiologie und der geriatrischen Syndrome überhaupt noch adäquat ist. Diese Überlegungen sollen nun im Qualitätsprofil internistischer Intensivmedizin mit verankert werden.