(09.09.2010) In Schleswig-Holstein wird ein erfolgreiches Modellprojekt zur ambulanten Versorgung geriatrischer Patienten Teil der Regelversorgung. Künftig wird flächendeckend eine abgestufte Versorgung angeboten, die vollstationäre Versorgung für geriatrische Patienten seltener erforderlich macht. Ziel ist es, die Patienten mobiler zu machen, Stürzen vorzubeugen und ihre körperliche Verfassung insgesamt zu verbessern. Ein Modellversuch hat gezeigt, dass dieses Ziel mit einer sektorübergreifenden koordinierten Versorgung erreichbar ist.

Krankenkassen und Leistungserbringer haben sich nun auf eine Überführung in die Regelversorgung geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass geriatrische Patienten künftig an allen tagesklinischen Geriatriestandorten des Landes nach einem abgestuften Verfahren je nach Bedarf behandelt werden. Der Hausarzt soll die entsprechenden Patienten für ein Assessment anmelden und erhält ein Honorar für die Begleitung. Die Kassen zahlen pro Fall eine Pauschale von 1900 Euro an die geriatrischen Einrichtungen. Der Hausarzt erhält aus dieser Pauschale sein Honorar.