rudolph(20.02.2012) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie hat dem Direktor des Instituts für Molekulare Medizin der Universität Ulm und Leiter der Max-Planck-Forschungsgruppe für Stammzellalterung zum Erhalt des Wilhelm-Vaillant-Preis gratuliert. Karl Lenhard Rudolph hatte den mit 30.000 Euro dotierten und im zweijährigen Turnus ausgelobten Preis „für seine bahnbrechenden Leistungen in der Erforschung der molekularen Ursachen des Alterns“ erhalten, so die Begründung der gleichnamigen Stiftung am Klinikum der Universität München.

„Die Auszeichnung wird uns weiter anspornen, die Alterung von Stammzellen zu erforschen, um zukünftige Therapien gegen Organ- und Funktionsverluste oder Tumorentstehung im Alter zu entwickeln“, sagte der Preisträger, der vor fast genau drei Jahren bereits den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten hatte, also den bedeutendsten deutschen und international höchstdotierten Forschungspreis.

Vor seiner Zeit in Ulm arbeitete Rudolph an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Vorher forschte er ab 1998 drei Jahre am Albert-Einstein-College in New York sowie am Dana Farber Cancer Institute in Boston.
Rudolph hatte Ende vergangenen Jahres einen Ruf an das Leibniz-Institut für Altersforschung (Fritz-Lipmann-Institut, FLI) in Jena angenommen und wird voraussichtlich Ende diesen Jahres als Direktor an die nach dem Nobelpreisträger von 1953 benannte Einrichtung wechseln.