Jahreskongress der DGG in Bonn 2012(14.06.12) Wissenschaftler und Ärzte sind in der Vergangenheit davon ausgegangen, dass die körpereigene Synthese mit Hilfe des UV-B-Lichtes den Vitamin-D-Bedarf des Menschen deckt. In Deutschland erreichen aber rund die Hälfte der Erwachsenen den Zielbereich von > 50nmol/l im Serum nicht.

Bei geriatrischen Patienten und Bewohnern von Pflegeheimen ist die Versorgungslücke noch deutlicher, die meisten erreichen nur Serumkonzentrationen von 25 bis 30 nmol/l. Es ist daher sinnvoll und nötig, Vitamin-D zusätzlich einzunehmen.

Mehrere Interventionsstudien und Meta-Analysen der vergangenen Jahre belegen dies. Wissenschaftler wie Heike Bischoff-Ferrari konnten zeigen, dass ältere Menschen bei einer ausreichenden Versorgung mit großer Evidenz seltener stürzen und weniger Frakturen erleiden. Funktionseinbußen des Bewegungsapparates sind mit wahrscheinlicher Evidenz geringer. Außerdem senkt eine gute Vitamin-D-Versorgung das Risiko, vorzeitig zu sterben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und andere Fachgesellschaften haben dies in ihre Ernährungsempfehlungen aufgenommen. Sinnvoll ist danach, 800 IE pro Tag zuzuführen.

Vitamin D – mehr als nur Knochen? Referenten Prof. Heike Bischoff-Ferrari, Zürich, und Prof. Ralf-Joachim Schulz, Köln.


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