Prof. Dr. Klaus Hauer(08.08.12) Im ersten Halbjahr 2012 wurden der Forschungsabteilung am Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg mehrere Auszeichnungen zugesprochen. Damit profiliert sich das Bethanien Krankenhaus, das auch Akademisches Lehrkrankenhaus ist, erneut als national wie international anerkannte Forschungsstätte in der Altersmedizin. Die Forschungsabteilung leitet Professor Dr. Klaus Hauer. 

Den „Preis für Hirnforschung in der Geriatrie 2012“, der von der Universität Witten-Herdecke verliehen wird, erhielt Hauer für die Studie zum körperlichen Training von Patienten mit Demenz. Untersucht wurden die Trainierbarkeit von kognitiven und motorischen Fähigkeiten.

Es gelang der Nachweis, dass Demenzpatienten rehafähig sind und motorisch trainiert werden können. Weltweit sind bislang kaum auf breite Studien gestützte Trainingsprogramme für das erfolgreiche körperliche Training bei Demenzpatienten entwickelt worden. Diese Lücke wurde mit der Heidelberger Arbeit jetzt geschlossen.

Für die Entwicklung eines demenzspezifischen Trainingsprogramms teilen sich Professor Dr. Klaus Hauer und Dr. Michael Schwenk den „Hans-Franke-Gedächtnispreis 2012“, der von der Futura Stiftung in Würzburg verliehen wird. Ebenfalls an die Heidelberger Agaplesion-Bethanien-Forschung geht der Poster-Preis zur Präsentation von Gruppentherapie bei Altersdepression, der vom Kongress der Inneren Medizin 2012 in Wiesbaden an Dr. Jana Hummel vergeben wurde.

Die als Doktorarbeit in der Sportwissenschaft vorgelegte Studie von Michael Schwenk über die Lernfähigkeit auch hochbetagter Patienten zur Bewältigung komplexer Alltagsituationen, fachlich als Dual-Task-Leistungen bekannt, wurde mit „summa cum laude“ und als eine der fünf besten Doktorarbeiten der Universität Heidelberg 2012 ausgezeichnet. Schwenk ist damit der zweite Sportwissenschaftler überhaupt, dem von der Exzellenz-Universität Heidelberg eine Jahresbestendissertation zugesprochen wurde.

Klaus Hauer freut sich über die Erfolge seiner im Vergleich kleinen Forschungseinheit an dem Akademischen Lehrkrankenhaus und spricht von „schönen Erfolgen, die uns national zu einer sehr guten Adresse innerhalb der deutschen Geriatrieforschung machen“.