Treffen des DGG-Vorstands mit Prof. Montgomery(27.08.2013) Wichtige politische Weichenstellung für die Geriatrie: Am vergangenen Mittwoch trafen der amtierende President der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Professor Ralf-Joachim Schulz, President elect PD Dr. Rupert Püllen und der Weiterbildungsbeauftragte der DGG, Dr. Michael Meisel, den Präsidenten der Bundesärztekammer in Berlin. In einem gemeinsamen Gespräch wurden die wichtigsten Eckpfeiler für die zukünftige Gestaltung der Geriatrie diskutiert. So erklärte Professor Frank Ulrich Montgomery, die Bestrebungen der DGG für einen Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie umfassend zu unterstützen: „Im Rahmen der neuen Musterweiterbildungsordnung wird der eigene Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie eingeführt!“

Der eigene Facharzt wird kommen! Zuversichtlich und mit einigen guten Nachrichten im Gepäck verließ der Vorstand der DGG am vergangenen Mittwoch die Zentrale der Bundesärztekammer in Berlin. „In Montgomery haben wir einen wichtigen Partner gefunden, der weiß, dass für die adäquate Versorgung älterer Menschen in Zukunft ein eigener Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie unumgänglich ist“, verkündet Prof. Ralf-Joachim Schulz gut gelaunt das wichtigste Ergebnis der Besprechung. „Er sieht genau wie wir das Problem, dass der Nachwuchs in der Geriatrie nur sicher über einen Facharzt und eine gute strukturierte Ausbildung gewonnen werden kann.“ Die DGG liegt entsprechend gut im Zeitplan und im geplanten Ablauf zur Einführung der neuen Musterweiterbildungsordnung.

Wiedersehen in Halle 2014 geplant

So sagte Montgomery bei der Verabschiedung bereits seine Teilnahme am Jahreskongress der DGG 2014 in Halle zu, um seine Unterstützung der Weiterentwicklung der Geriatrie zur Bewältigung der großen Versorgungsaufgabe zu unterstreichen. Er hat die wichtige Funktion des Geriaters im demografischen Wandel also erkannt. „Wir sollten nicht vergessen, dass Montgomery persönlich die fakultative Weiterbildung in der Geriatrie durch seine Aktivitäten in Hamburg angestoßen hat“, erinnert President Schulz. „Seine Unterstützung ist eine konsequente Weiterführung seines Bestrebens.“

Die Zeit spielt für die Geriatrie. So wird aktuell die Stellung des Geriaters in der medizinischen Versorgungslandschaft durch den politischen und medialen Druck bereits gestärkt. „Als Deutsche Gesellschaft für Geriatrie müssen wir jetzt weiter all unsere Energie darauf konzentrieren, die strukturellen Voraussetzungen in Deutschland zu vereinheitlichen und die Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Bundesverband klar zu positionieren“, so Schulz. „Nur wenn wir weiterhin unsere Anliegen und strukturellen Versorgungsprobleme mit Nachdruck kommunizieren, können wir die Altersmedizin entscheidend verändern.“

(Foto v.l.n.r.: Dr. Meisel, Prof. Schulz, Prof. Montgomery, Dr. Püllen)