From Ageing to Geriatrics

(05.04.2016) Ein Tag im Zeichen des multidisziplinären Dialogs: Erstmals ist an der Uniklinik Köln das internationale Symposium „From Ageing to Geriatrics“ ausgerichtet worden. Forscher und geriatrische Praktiker trafen aufeinander, um bei zahlreichen Kurzvorträgen Erfahrungen auszutauschen. Mit Erfolg.

„Ziel des Symposiums war es, Aufmerksamkeit auf die dringende Notwendigkeit zu lenken, Altersforschung mit klinisch-geriatrischer Versorgung zu koppeln“, sagte Prof. Dr. Dr. M. Cristina Polidori, Organisatorin des Symposiums und Leiterin Schwerpunkt Klinische Altersforschung an der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln.

Vernetzung von Altersforschung mit klinisch-geriatrischer Versorgung

Dies zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltungen am 19. Februar, bei denen beide Seiten zu Wort kamen. So beschäftigte sich die Vortragsreihe „Überbrückung der Lücke zwischen Biogerontologie und altersbezogene Krankheiten“, moderiert von Prof. Stefania Maggi, Präsidentin der European Geriatrics Medicine Society, mit der systemischen und heterogenen Natur des Alterungsprozesses.

Betreuung geriatrischer Patienten im Klinikalltag

Der zweite Teil des Symposiums wiederum widmete sich der Frage der individuellen Betreuung geriatrischer Patienten im Klinikalltag. Prof. Alberto Pilotto (Galliera Kliniken, Genua), Prof. Anna-Karin Welmer (Karolinska Institut, Stockholm) sowie Dr. Janet Sultana und Dr. Julia Daradjati  stellten hierzu einige vorläufige Ergebnisse der EU MPI_Age Studie (www.mpiage.eu) vor.

Die Ergebnisse des Symposiums haben durchaus Bedeutung für den öffentlichen Gesundheitssektor, betonte Prof. Polidori. Sie könnten unter anderem dazu beitragen, wissenschaftliche Studien durch klinisch-geriatrische Erfahrungen zu verbessern. Andersherum könnten Erkenntnisse aus der Forschung zur Pathophysiologie von altersbedingten Organstörungen in die medizinische Praxis einfließen. „Ein erster Schritt ist gemacht.“