iStock_000008657151Large(06.12.2013) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie bezieht Stellung zum Entwurf des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM). Hier waren die Fachgesellschaften aufgerufen bis Ende Oktober den aktuell diskutierten Entwurf zu kommentieren, um die medizinische Ausbildung der Studenten in naher Zukunft mitzugestalten. Das Urteil der DGG hierzu fällt vernichtend aus: „Der jetzt vorliegende Entwurf muss dringend überarbeitet und umformuliert werden“, fordert DGG-Präsident Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz. „Wir streben eine Neufassung des NKLM an. Die jetzige Version lehnen wir entschieden ab!“

Dem Ziel folgend, sich für die Ausbildung des geriatrischen Nachwuchses starkzumachen, vertritt Schulz ab sofort beide deutschsprachigen geriatrischen Fachgesellschaften, DGG und DGGG, im Ausschussgremium des NKLM. Seine Ziele sind klar: „Dies ist eine der wichtigsten Weichen für die Zukunft der Geriatrie. Entsprechend müssen wir uns als Fachgesellschaft in diesem Gremium mit aller Kraft einbringen und Akzente setzen. Das Fach muss den Studierenden während ihrer Ausbildung in all seiner Breite bereits begegnen.“

So haben DGG, DGGG und DGIM auch eine gemeinsame Stellungnahme zur aktuellen Entwurfsfassung des NKLM formuliert. Hier heißt es unter anderem: „Die genannten Gesellschaften erkennen, dass wesentliche dieser von ihnen getragenen Ziele im Einführungskapitel des NKLM durchaus zutreffend formuliert worden sind. Leider halten jedoch die weiteren jetzt vorgelegten Kapitel des NKLM den in der Einführung formulierten Prinzipien in keiner Weise stand. (…) Dabei werden klinisch z. T. wenig relevante Themen festgeschrieben, während viele entscheidende Krankheitsbilder nicht oder nicht ausreichend abgebildet sind. Zudem wird die Aufteilung der Medizin in kleinste Einzelfragen und Einzelbeziehungen (Auflösung der Fächer) einem Erwerb von ärztlicher Kompetenz nicht dienlich sein, zumal der vorgelegte Katalog jeden Hinweis darauf vermissen lässt, in welcher Weise die systematischen und zusammenfassenden Momente des Studiums vermittelt werden sollen.“

Die Stellungnahme ist in voller Länge im internen Mitgliederbereich der Website einsehbar.