Lehrstuehle web(27.03.2014) „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen“, zitierte DGG-Präsident Ralf-Joachim Schulz in seiner Antrittsrede 2012 Alt-Bundespräsident Roman Herzog mit Blick auf das Fach Geriatrie. „Und jetzt erleben wir diesen hautnah mit!“, sagt Schulz heute. Denn gleich drei namhafte Universitäten schreiben aktuell W3-Professuren für Geriatrie und Altersmedizin aus: Aachen, Heidelberg und Göttingen. Zwölf weitere Universitäten sind in der Planungsphase.

„Die Bedeutung des Faches Geriatrie wächst und endlich wird unserem Ruf nach weiteren Möglichkeiten Nachwuchs heranzuziehen Tribut gezollt“ so Schulz weiter. „Wir dürfen sehr gespannt sein.“ Mehr Geriater. Besser ausgebildete Geriater. Spezialisierte, anerkannte Altersmediziner – ein weiterer Schritt ist getan. So werden die neuen Inhaber der Lehrstühle das Bild und das Image der Geriatrie in Zukunft entscheidend mitprägen.


Statt 7 bald 22 mal in Deutschland

Zwölf weitere Universitäten haben sich zudem um Fördermaßnahmen beworben, um einen neuen Lehrstuhl für Geriatrie und Altersmedizin einrichten zu können. Von den derzeit 36 bestehenden medizinischen Fakultäten haben damit sieben bereits einen Lehrstuhl für Geriatrie etabliert, schreiben drei aktuell die Professuren aus und sind zwölf dabei einen Lehrstuhl einzurichten. Statt momentan sieben werden also binnen kurzer Zeit 22 universitäre Möglichkeiten zum Erwerb fundierter Kenntnisse in der Altersmedizin bestehen.

„Und ich bin mir sicher: Die noch verbleibenden 14 Universitäten werden ebenfalls reagieren. Es geht also Schritt für Schritt voran. Wir kommen unserem Ziel 'ein Lehrstuhl für Geriatrie in jeder medizinischen Fakultät' immer näher!“ wagt Schulz als Lehrstuhlinhaber in Köln einen Blick in die Zukunft.


Die Ausschreibung für Aachen läuft bis zum 10.05..