Ministerium fördert zweite Berliner Altersstudie
Samstag, den 11. Februar 2012 um 18:27 Uhr

(11.02.2012) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die zweite Berliner Altersstudie (BASE II) mit 6,3 Millionen Euro fördern. Das berichtet die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sprecherin des Projektes ist Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen von der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité. „Das Risiko, ob jemand im Alter gesund bleibt oder krank wird, lässt sich in vielen Fällen beeinflussen, das hat uns schon BASE-I gezeigt. Diese Risikofaktoren wollen wir jetzt mit besseren Methoden genauer in den Blick nehmen“, erklärte Steinhagen-Thiessen.

Die Daten der 1999 begonnenen ersten Altersstudie (BASE I) wurden in vielen nationalen und internationalen Studien aufgegriffen und haben das Bild des Alterns verändert. Neu an BASE II ist die Berücksichtigung einer Kontrollgruppe jüngerer Erwachsener, die es ermöglicht, Entwicklungsverläufe im Alter auf eine jüngere Vergleichsgruppe zu beziehen und später den Übergang dieser Vergleichsgruppe in das mittlere Erwachsenenalter zu verfolgen.

Ebenfalls neu ist die systematische Erfassung genetischer und immunologischer Aspekte bei jedem BASE-II-Probanden. Mit Hilfe dieser und zahlreicher anderer, neu erhobener Parameter hoffen die Forscher, Unterschiede in Alternsverläufen besser erklären zu können als bisher.
Koordiniert wird BASE-II von einer multidisziplinären Leitungsgruppe, der neben Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen auch Prof. Dr. Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Prof. Dr. Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Dr. Lars Bertram vom Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik sowie Prof. Dr. Graham Pawelec vom Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Tübingen angehören.