DGG Vernetzung Fachgesellschaften Geriatrie(08.03.2013) Die Kongresse der kommenden Jahre, gemeinsame Ziele und Projekte standen auf der Tagesordnung eines Treffens der European Union Geriatric Medicine Society (EUGMS) Anfang der Woche. Der DGG-Präsident Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz begrüßte dazu die Vertreter von 26 europäischen geriatrischen Fachgesellschaften in Köln.

"Ein wichtiges Vorhaben ist, die Ausbildung europaweit vergleichbar zu machen und so eine gemeinsame europäische Basis für die Geriatrie zu schaffen", sagte der Präsident der EUGMS, Prof. Dr. Jean-Pierre Michel aus Genf.


Neben gemeinsamen Curricula sei es dafür nötig, die akademische Basis der Geriatrie zu stärken. "Das gilt auch besonders für Deutschland. Wir brauchen deutlich mehr Lehrstühle für Geriatrie", so Schulz. An 37 medizinischen Fakultäten gebe es im Augenblick insgesamt nur sechs Professoren für Geriatrie.

Die medizinischen Schwerpunkte der europäischen Arbeit umriss der kommende Präsident der EUGMS, Prof. Dr. Timo Strandberg aus Finnland. Danach konzentriert sich die Gesellschaft besonders auf die Indikationen Osteoporose und Vitamin-D-Mangel, Sturz, Demenz, Schlaganfall und Herzinsuffizienz. Besonders wichtig sei außerdem das Thema Prävention, hier besonders die Impfungen im Alter. Die EUGMS rege zu diesen Themen Forschungsprojekte an und entwickle Versorgungsmodelle.

Schulz betonte nach dem Treffen, die DGG vertrete ihre Interessen nun auch im sogenannten Full Board der europäischen Gesellschaft seit mehr als einem Jahr stärker als früher. "Durch unsere neue Mitgliedschaft auch in der Strategiegruppe der EUGMS, die sich aus sechs Vertretern unter der Leitung des künftigen Präsidenten zusammensetzt, gestalten wir die Zukunftsprojekte der EUGMS aktiv mit", so der DGG-Präsident. Zusätzlich ist die DGG durch den langjährigen Schatzmeister Prof. Dr. Jürgen Bauer und den bereits seit vielen Jahren um die internationale Vernetzung der DGG bemühten Vertreter Prof. Dr. Kolb im Academic Board vertreten. Ziel muss es sein, aus den internationalen Erfahrungen zu lernen und diese in die nationale akademische Arbeit einfließen zu lassen. Die Webseite der DGG wird sich daher auch mit der EUGMS Seite verlinken.