|
(29.11.2011) Zum Thema Polymedikation und der Forderung des Reports, Ärzte sollten sich stärker an Leitlinien orientieren, sagte Hofmann: „Jeder Arzt sollte sich das evidenzgestützte Wissen von Leitlinien zunutze machen. Da aber einzelne Leitlinien in der Regel multimodale Empfehlungen für die gleichzeitige Gabe mehrerer Medikamente enthalten, provozieren gerade Leitlinien Polypharmazie und Multimedikation bei Mehrfach-Erkrankungen im Alter. Außerdem sind die wenigsten Medikamente für die Behandlung bei Älteren erforscht. Bis es Leitlinien für Multimorbidität gibt, ist es erforderlich, den Medikamenteneinsatz individuell zu gestalten. Ärztliche Qualitätszirkel können dabei eine wirksame Unterstützung bieten.“ Das Statement ist im Deutschen Ärzteblatt online erschienen. Der Versorgungs-Report 2012 „Gesundheit im Alter“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) wurde am Montag vorgestellt. Darin analysieren 42 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen die ambulante und stationäre Versorgung, die Arzneimitteltherapie, Pflege, Prävention und Palliativmedizin unter dem Blickwinkel der alternden Gesellschaft. Ein Fazit des Reports ist laut WidO, dass Deutschland eine deutlich bessere geriatrische Qualifizierung der Gesundheitsberufe benötige. |
|
Statement der DGG zum Versorgungsreport „Gesundheit im Alter“
Dienstag, den 29. November 2011 um 09:18 Uhr
|


(08.05.2012) Auf die Abstract-Kommission der DGG kommt in den kommenden Wochen viel Arbeit zu: Rund 500 Abstracts für den Jahreskongress der DGG vom 12. bis 15. September in Bonn sind bis Ende April eingegangen und harren jetzt der Prüfung. „Das ist ein Rekord“, freut sich der Präsident elect der DGG und Kongresspräsident Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz aus Köln. Die vielen eingesandten Beiträge zeigten, dass der Titel des Kongresses Programm sei: „Alternsforschung: Transnational und translational“.
(27.04.2012) „Aktuelle Probleme in der Versorgung geriatrischer Patienten“ lautet der Titel des 5. Jenaer Geriatrie-Symposiums, das am 20. Juni 2012 im Volkshaus Jena stattfindet. „Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils einzelne Themenschwerpunkte diskutiert wurden, ist nach 5 Jahren Geriatrie in Jena die Zeit für einen Überblick zu aktuellen Problemen gekommen“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Komm. Direktorin und Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena. Sie wird das Symposium leiten.
Zum neuen Versorgungsreport „Gesundheit im Alter“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO), sagte der Präsident der DGG, PD Dr. Werner Hofmann: „Geriatrische Behandlung wird zu vielen älteren Menschen vorenthalten. Geriatrie ist an nicht einmal zehn Prozent der medizinischen Fakultäten Deutschlands vertreten.“