Der Jahreskongress der DGG findet 2017 vom 28. bis 30. September in Frankfurt a.M. auf dem Gelände der Goethe-Universität, Campus Westen, statt. Es werden bis zu 600 Fachärzte vor Ort erwartet.

Abstract-Band Cover Frankfurt 2017

(21.09.2017) Das wissenschaftliche Programm kann sich sehen lassen: Für den diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 28. bis 30. September in Frankfurt am Main sind unter dem Motto "Evidenz und Innovation in geriatrischer Diagnostik und Therapie“ insgesamt 157 Abstracts zu Symposien, freien Vorträgen und Postern eingereicht worden. Alle Texte finden Sie ab sofort im Abstract-Band – nutzen Sie ihn gerne zur Vor- und Nachbereitung des Kongresses! Bitte beachten Sie, dass der Abstract-Band lediglich online abrufbar ist. Eine Druckversion ist nicht verfügbar. Hier können Sie den Abstract-Band für den DGG-Kongress 2017 in Frankfurt am Main herunterladen.

Die Landesärztekammer Hessen hat den DGG-Kongress zertifiziert. Weitere Details und die Punktezahl der einzelnen Veranstaltungstage finden Sie auf der DGG-Kongresswebseite.

Professor Walter E. Haefeli

(13.09.2017) Das schafft kein Arzt ohne Hilfsmittel: Dosierungen, spezifische Indikationen und Kontraindikationen von tausenden Medikamenten durchsuchen, Wechselwirkungen prüfen und die individuell beste Kombination für den Patienten zusammenstellen. Wenn der Patient gar wie knapp jeder zweite Deutsche über 65 Jahren fünf oder mehr Medikamente einnimmt, kann die individualisierte Therapie zur zeitraubenden Herausforderung werden. „Bei Polypharmazie erreichen die ärztlichen Entscheidungen eine solche Komplexität, dass ich mich frage, wie man sie ohne Hilfe im Kopf lösen will“, sagt Professor Walter E. Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie des Universitätsklinikums Heidelberg. Der ausgewiesene Experte für Klinische Pharmakologie plädiert deshalb dafür, sich zum Wohle der Patienten von Computerprogrammen bei Entscheidungen zur Arzneimitteltherapie helfen zu lassen. In seiner Keynote-Lecture beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt wird Haefeli die Herausforderungen im Umgang mit aktuellen Arzneimittelinformationssystemen detailliert erläutern. Außerdem wird er aufzeigen, wie die Verordnungen mithilfe von IT-Unterstützung in Zukunft sicherer werden und sich stärker an den Präferenzen der Patienten orientieren könnten.

Viele der gängigen Informationssysteme, die Ärzte und Apotheker bereits nutzen, um Verordnungen auf mögliche Wechselwirkungen und andere Risiken zu prüfen, haben aus Haefelis Sicht einen erheblichen Schwachpunkt: „Sie produzieren unzählige Warnungen, von denen die allermeisten auf den jeweiligen Patienten gar nicht zutreffen.“ Diese Programme, die im klinischen Alltag Entscheidungen unterstützen sollen, führen häufig vor allem zu einer Entscheidung: sie wieder abzuschalten. „In manchen Studien werden 95 Prozent der Warnungen, die das Programm ausgibt, weggeklickt“, kritisiert Haefeli. Für die Folge dieses unnützen Warnens gibt es bereits einen Begriff: „alert fatigue“. Auf Deutsch: Alarmmüdigkeit. Unpassende Gefahrenhinweise könnten zudem dazu führen, dass ein Medikament vorsorglich abgesetzt wird, obwohl es dem Patienten nützt.

Contrast Trio

(06.09.2017) Das kennen wir alle: Viel zu oft bleibt im Alltag und während eines vollgepackten Tagungsprogramms der Austausch mit Fachkollegen auf der Strecke. Nach zwei spannenden und lehrreichen Tagen des DGG-Jahreskongresses auf dem Frankfurter Uni-Campus ist deshalb am Freitagabend ausreichend Zeit für entspannte Gespräche bei hervorragendem Essen und ausgezeichneter Live-Musik. Dafür hat sich der Kongresspräsident Professor Jürgen M. Bauer mit seinem Team eine ganz besondere Location ausgesuscht: Das Glashaus „Main Nizza“ direkt am Stadtstrand. Melden Sie sich jetzt online zum gemeinsamen Gesellschaftsabend der DGG an. Oder schicken Sie eine E-Mail an die DGG-Geschäftsstelle: geschaeftsstelle@dggeriatrie.de

Professor Antonio Cherubini

(30.08.2017) Bluthochdruck ist ein ständiges Thema, für das eine moderne Problemlösung gesucht wird. Auch sind viele Hypertonie-Richtlinien nicht präzise genug. „Hier werden Patienten zwischen 65 und 80 Jahren auf gleiche Weise betrachtet wie solche im Alter über 80 Jahren, obwohl letztere häufiger auch unter anderen Erkrankungen leiden und gebrechlicher sind“, kritisiert Professor Antonio Cherubini, Chefarzt des Geriatric Hospital IRCCS-INRCA in Ancona und Professor für Gerontologie und Geriatrie an der Universität von Perugia. Beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main präsentiert der renommierte Geriater aus Italien mögliche Lösungen dafür, wie Geriater differenzierter vorgehen können. Seine Keynote-Lecture „Diagnostic and therapeutic strategies for hypertension in geriatric patients“ wird mit Spannung erwartet. Ein erster Einblick:

Die differenzierte Betrachtung fängt schon bei der Diagnostik an. „Bei geriatrischen Patienten sollten Standardmethoden zur Messung des Blutdrucks durch eine globale, also umfassende Bewertung ergänzt werden, die eine Einschätzung der individuellen Gebrechlichkeit, d. h. der Frailty, einschließt“, fordert Professor Cherubini. Liegt eine Frailty vor, sollte eine umfassende geriatrische Bewertung durchgeführt werden, ein sogenanntes „Comprehensive geriatric assessment“ (CGA). Um einen individuell geschneiderten Behandlungsplan zu entwickeln, werden neben medizinischen und psychologischen Faktoren des Patienten auch sein soziales Umfeld und seine funktionellen Fähigkeiten beurteilt.

Wecker

(30.08.2017) Wer seinen Aufenthalt in Frankfurt gerade plant, sollte nicht schon zum Wochenendbeginn am Freitagabend nach Hause fahren. Interessante Veranstaltungen stehen auch am Samstagvormittag auf dem DGG-Kongressprogramm. Ein halber Tag, der eine zusätzliche Übernachtung wert ist. Höhepunkt: Die Keynote-Lecture des Schweden Tommy Cederholm. Er wird berichten, wie Nährstoffe den Muskelschwund beeinflussen und welche medikamentösen Therapieansätze bereits absehbar sind. Abgerundet wird der Jahreskongress in der Abschlussveranstaltung mit einem Vortrag über die Implementationsforschung zum AWMF-Leitlinienvorhaben "Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen" und den Preisverleihungen.

Universitätsgebäude

(16.08.2017) Wie wird Ihr Kongress-Stundenplan aussehen? Eine spannende Frage – denn jetzt steht das vollständige Programm des DGG-Jahreskongresses in Frankfurt am Main online bereit. Und es wird schwer sich zu entscheiden: Vier Top-Keynote-Lectures, sieben Sessions mit 39 freien Vorträgen, 21 Symposien mit 90 Einzelbeiträgen, neun Lunchsymposien, 49 Poster-Präsentationen sowie zahlreiche AG-Sitzungen stehen an drei Kongresstagen zur Auswahl – besetzt mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten. Deshalb: Am besten gleich einen Blick hineinwerfen und persönliche Prioritäten setzen.