Der neu gewählte DGG-Vorstand

(26.10.2016) Neuer Vorstand, neue Ziele. Die Altersmedizin ist in Bewegung: „Wir leben in einer spannenden Zeit, die Geriatrie befindet sich im Aufwind und ich habe große Lust, diesen Bereich aktiv mitzugestalten“, sagt Prof. Dr. Jürgen M. Bauer aus Heidelberg, neu gewählter Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). In den kommenden zwei Jahren will er mit den Mitgliedern der Fachgesellschaft die Altersmedizin weiter nach vorne bringen. Im Rahmen der DGG-Mitgliederversammlung Anfang September in Stuttgart sind neben Bauer fünf weitere Vorstandsmitglieder gewählt worden, die für die Weiterentwicklung der Geriatrie eintreten.

James Appleby

(11.10.2016) Geriater und Gerontologen suchen weltweit nach Lösungen für Therapie- und Lebenskonzepte einer immer älter werdenden Gesellschaft. Netzwerken ist so wichtig wie nie zuvor – national wie auch international. Deutlich wird dies auch auf den Jahrestagungen, wie dem just in Stuttgart abgehaltenen größten deutschsprachigen Gerontologen- und Geriaterkongress Anfang September. Keynote-Speaker und Gäste kamen aus Kanada, Australien und den USA. Auch wenn es mehr Aufwand bedeutet, wollen die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) diesen Weg in Zukunft weiterverfolgen. Unterstützung bekommen sie dabei aus den USA. James Appleby, Executive Director und CEO der Gerontological Society of America (GSA) mit rund 5.500 Mitgliedern aus 50 Ländern, kam extra nach Stuttgart, um zu netzwerken und zu lernen. Er hat sich über die internationale Zusammenarbeit sowie die zukünftige Arbeit von Altersmedizinern und Soziologen über Landesgrenzen hinweg Gedanken gemacht. Ein Interview.

Prof. Finbarr C. Martin

(06.09.2016) Die Altersmedizin rückt in Deutschland immer mehr in den Fokus. Doch im internationalen Vergleich hinkt sie deutlich hinterher – Großbritannien zum Beispiel. „Der wesentliche Unterschied ist, dass Geriatrie bei uns bereits seit 30 bis 40 Jahren fester Bestandteil des medizinischen Angebots in all unseren Krankenhäusern ist“, stellt Professor Finbarr C. Martin vom King’s College in London fest. So haben ihn die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) im September zum gemeinsamen Jahreskongress nach Stuttgart eingeladen, um einen Blick über den Tellerrand zu wagen. In seiner englischsprachigen Keynote-Lecture „What Germany could learn from British geriatric medicine” schildert Martin, mit welcher Selbstverständlichkeit in Großbritannien betagte Patienten von Spezialisten behandelt werden.

Dr. Mark Lachs und Prof. Dr. Susanne Zank

(01.09.2016) Es ist eines der letzten großen Tabuthemen in der Öffentlichkeit: Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen. Schläge, Beleidigungen oder auch finanzielle Ausbeutung finden im engsten Kreis statt. In der Familie zu Hause, in Pflegeheimen oder auch in Kliniken. Nur kaum einer redet drüber. Dabei gibt es Strategien zur Hilfe. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) wollen deshalb aufklären. Wie können Misshandlungen erkannt und vor allem vorgebeugt werden? Darüber sprechen in einem Doppelinterview Dr. Mark Lachs vom Weill Cornell Medical College in New York und Frau Prof. Dr. Susanne Zank von der Universität Köln.

Dr. Norah C. Keating, Alberta

(24.08.2016) Je älter Menschen werden, desto unterschiedlicher sind ihre Bedürfnisse – vor allem an die Infrastruktur ihres Lebensraumes! Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) appellieren daher an Städteplaner und Gemeinden, keine 08/15-Modelle für die älter werdende Bevölkerung zu entwickeln. Bedingt durch körperliche und mentale Fitness, aber auch finanzielle Mittel, existieren große Unterschiede in der Generation 80+. „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Lösungen erarbeiten auf der Grundlage, dass alle alten Menschen gleich sind. Stattdessen müssen wir überlegen, wie für jeden die beste Lebensqualität erreicht werden kann!“