Klinikum Bad Bramstedt(14.09.2011) Der 22. Deutsche Geriatriekongress verspricht die bislang am besten besuchte Jahrestagung in der 25jährigen Geschichte der DGG zu werden. Nach dem aktuellen Registrierungsstand bei der Kongressagentur sind bislang rund 600 Teilnehmer zu erwarten, darunter 231 Referenten, Moderatoren und Key Note Speakers.

Die aktuellen Themen reichen von der Auseinandersetzung um die Priorisierung (Prof. Heiner Raspe, Lübeck), über ethische Gesichtspunkte aus der Sicht der Schweiz (Frau Prof. Gabriela Stoppe, Basel) bis zu der Frage, welche Rolle das geriatrische Assessment bei der Entscheidungsfindung spielen kann (Prof. Andreas Stuck, Bern).

Keine wichtige deutschsprachige Arbeitsgruppe fehlt

Die Gerontotechnologie nimmt einen der Themenschwerpunkte ein. Keine wichtige deutschsprachige Arbeitsgruppe fehlt: darunter Birgid Eberhardt, VDE, Frankfurt, Neeltje van den Berg, Greifswald, Prof. Stefan Hesse, Berlin, Mehmet Gövercin, Charité Berlin, sowie PD Dr. Clemens Becker, Stuttgart. Es geht darum, festzustellen, ob Telematik, Sensoren zur Sturzrisikoerfassung, praktische Lichtanwendung zu deren Prävention, Aktivitätsmonitoring, Erinnerungsmeldungen bei Demenz, Techniken des Ambient Assisted Living (AAL) und andere die Unabhängigkeit älterer Patienten erhalten können.

Prof. Stefan Hesse, Berlin, diese Woche mit einem Artikel im Deutschen Ärzteblatt vertreten, berichtet in Bad Bramstedt über robotergestützte Rehabilitation bei Schlaganfall: „Die Maschine ersetzt nicht den Therapeuten. Aber die Kombination von Mensch und Maschine vermeidet jede vierte Gehunfähigkeit.“ Noch ist der Einsatz der Gerontotechnologie die Ausnahme. Enorme Forschungsgelder stehen dafür bereit, es gibt kein Technologie-Unternehmen, das nicht Projekte wie „Smart Senior“ (Telekom und Fraunhofer Institut), „Gestaltung altersgerechter Lebenswelten“ (GAL) und andere mehr betreibt.

Mehr als zwölf DGG-Arbeitsgruppen (Dysphagie, Alterstraumatologie, Ambulante Geriatrie, Lehre, Gefäße, Ernährung, Inkontinenz, Diabetes, Onkologie, Schwerhörigkeit, Demenz, Pharmakologie und Neurogeriatrie) haben sich in Bad Bramstedt bereits zu Treffen verabredet. Räumlichkeiten für weitere Meetings stehen auch ad hoc vor Ort zur Verfügung.

Für Kurzentschlossene stehen nach Ablauf der Buchungsfrist an der Tageskasse in Bad Bramstedt jederzeit noch Eintrittskarten bereit. Auf ein Wiedersehen in Bad Bramstedt freut sich

Ihr
W. Hofmann                                                                                                                                     
Kongresspräsident

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