681 Ärzte registrierten sich in Bad Bramstedt(21.10.2011) Leben ist Bewegen – Geriatrie im Aufbruch: Das Motto des 22. Jahreskongresses der DGG war nach jetziger Auswertung der Anmeldezahlen und Evaluationsbögen in diesem Jahr definitiv Programm. PD Dr. med. Werner Hofmann, Präsident der Fachgesellschaft vermeldet eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl, höchstes Programm-Niveau durch das erstmalige Review-Verfahren sowie eine hochkarätige Vorstellung von Arbeiten bei den Preisverleihungen der DGG. 

Genau 681 Teilnehmer haben sich für den Jahreskongress der DGG registriert. Darunter viele aus benachbarten Fachgebieten, die bisher noch nicht auf dem Gebiet der Geriatrie aktiv waren. Gegenüber Potsdam 2010 bedeutet dies eine Steigerung der Teilnehmerzahl um knapp 59%. „Wir hatten einen gut strukturierten Kongress auf höchstem Niveau mit einem sehr hohen Anteil aktiv Mitwirkender“, resümiert Präsident PD Dr. med. Werner Hofmann. Er zählte insgesamt 231 Vortrags- und Posterreferenten, Key Note Speakers und Moderatoren.
Sehr gut besucht wurde das erstmals angebotene ganztägige Kern-Curriculum Geriatrie für Hausärzte in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Es trug somit ebenfalls dazu bei neue Teilnehmer und Interessenten für die Geriatrie zu gewinnen. „Bad Bramstedt konnte aber nur durch die aktive Mitarbeit sehr vieler Mitwirkender gelingen. Viele Mitglieder haben für die DGG Netzwerke geknüpft und eigene Kontakte eingebracht – dafür möchte ich mich noch einmal recht herzlich bedanken“, so Präsident Hofmann.


Hohes Niveau in Vortragsprogramm und vorgestellten Forschungsarbeiten

Das erstmals eingeführte Review-Verfahren trug ebenfalls zum Erfolg des Kongresses bei: 16% der eingereichten Vorträge wurden von der Programmkommission abgelehnt. Zudem konnte durch die fachlich kompetente und schnelle Arbeit der Kommission eine gute Mischung aus wissenschaftlichen Vorträgen mit neuen Erkenntnissen aus der Forschung und praxisbezogenen Vorträgen mit hoher Alltagsrelevanz erreicht werden. 
Das Verfahren wird deshalb auch für den kommenden Kongress in Bonn 2012 beibehalten.

Hohes Niveau lobten auch die Preiskommissionen des Rolf und Hubertine Schiffbauer Haupt- und Förderpreises sowie die Posterpreiskommission. „Für alle fünf Preise ist es uns äußerst schwer gefallen die beste Arbeit herauszustellen und auszuzeichnen“, verrät Präsident Werner Hofmann. „Für den Schiffbauerpreis wurden acht wirklich fast gleichrangige Arbeiten von höchster Qualität eingereicht.“ Hofmann empfiehlt deshalb allen Autoren Ihre Arbeiten nochmals vorzustellen und sich ebenfalls bei weiteren ausgeschriebenen Preisen zu bewerben. Dr. med. Michael Denkinger aus dem Bethesda-Krankenhaus in Ulm setzte sich schließlich als Sieger durch. Der Förderpreis ging an Dr. med. Eva Blozik von der Universität Bern.

Auch der Posterpreiskommission fiel die Wahl nicht leicht: Nach der Posterführung mit intensiv-fachlichem Austausch nahm das Gremium 10 Poster in die engere Wahl. „Hervorragende Arbeiten!“, lobt Präsident Hofmann.
Nach langer und ausführlicher Diskussion ging der erste Posterpreis an Dr. med. Ulrich Thiem vom Marienhospital Herne und der Ruhr Universität Bochum. Über den zweiten Preis freute sich Dr. med. Tania Zieschang vom Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg. Der dritte  Preis ging an Dr. med. Julia Bollwein vom Institut für Biomedizin des Alterns in Nürnberg.
 

Das Netzwerk ausbauen – Ausblick auf 2012

Der begonnene Aufbruch der DGG soll sich 2012 fortsetzen. Arbeiteten für den Jahreskongress in Bad Bramstedt bereits 9 weitere Fachverbände zusammen, steht im Fokus der DGG jetzt auch die Zusammenarbeit mit europäischen Gesellschaften. Auch der Kontakt und die Vernetzung mit weiteren Fachgruppen, wie den internistischen Schwerpunkten, aber auch mit Neurologen, Psychiatern und anderen, ist ein wichtiger Zukunftsbaustein der Arbeit der DGG. „Für Bad Bramstedt haben sich erstmals 9 befreundete Verbände als Mitorganisatoren am Jahreskongress beteiligt, wie stellvertretend zu nennen zum Beispiel die Deutsche Kontinenz Gesellschaft, vertreten durch Präsident Professor Jünemann. Das war eine starke Leistung, die wir fortführen möchten", sagt Hofmann. „Alle Präsidenten waren auf dem Kongress anwesend, alle haben eigene Symposien organisiert. Das ist nicht selbstverständlich!"

Diese weitere und engere Vernetzung der Geriatrie soll dann vor allem und für alle auf dem Jahreskongress 2012 in Bonn deutlich werden.

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