Leben ist Bewegen – eine gute Medizin für ein langes Leben!
231 key note speakers, Moderatoren, Vortrags-, Arbeitsgruppen- sowie Posterreferenten warten auf möglichst viele und interessierte Teilnehmer aus nah und fern.

Icon_DownDas Hauptprogramm zum DGG-Kongress (NEU! Stand 20.09.11) in Bad Bramstedt steht hier für Sie zum Download bereit.

 

 

 

Titel Abstractband DGGAuch der Abstract-Band kann hier von Ihnen bequem vorab heruntergeladen und gelesen werden.

Donnerstag, den 22. September 2011, Kongressauftakt im Klinikum Bad Bramstedt

Donnerstag Mittag ist Kongressauftakt mit Knut Fleckenstein, Hamburg und Brüssel, MdEP, Dr. Rolf Koschorrek, Bad Bramstedt und Berlin, MdB, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Gesundheitsausschuss des Bundestags, Dr. Bettina Bonde, Kiel, Staatssekretärin im Sozialministerium Schleswig-Holstein, Dr. Franz-Josef Bartmann, Bad Segeberg, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Jens Ritter, Geschäftsführer des gastgebenden Hauses, sowie Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister der gastgebenden Stadt.


Jeder wünscht für sich selbst, möglichst viele Lebensjahre frei von Handicaps zu bleiben. Zwar ist zunächst der eigene Lebensstil dafür entscheidend, wie sich später das Alter gestaltet. Aber wir brauchen auch eine gute Medizin für ein langes Leben, nämlich eine Geriatrie, die auf dem aktuellen Wissen und derem Fortschritt basiert. Geriatrische Behandlung wird noch viel zu vielen älteren Menschen vorenthalten. Geriatrie ist an nicht einmal 10% der medizinischer Fakultäten Deutschlands vertreten – ein hochkarätiger Skandal im internationalen Vergleich!
Besonderer Dank gebührt daher der Deutschen Rentenversicherung Nord und der Stadt Bad Bramstedt dafür, dass sie „ihr“ Klinikum der Geriatrie für diese Tagung zur Verfügung stellen. Denn was an den Universitäten fehlt, kann hier dargestellt werden. Das Tagungs-Motto „Leben ist Bewegen!“ hat dort bereits seit über 100 Jahren Tradition.


Freitag, den 23. September 2011 Morning Lecture und Curriculum Interdisziplinär

Um 8:00 Uhr morgens startet die Morning Lecture von Cornel Sieber, Universität Erlangen-Nürnberg, mit seinem Team. Mit der praktischen Demonstration des „Instant Aging“ (so etwa wie „schlagartiges“ Altern) geht es gleich interaktiv in den Tag hinein, im zweiten Teil der Morning Lecture spricht Sieber dann über Sarkopenie und Frailty. Zur Morning Lecture sind ausdrücklich auch Studenten, Pflegekräfte und Therapeuten eingeladen!
Von 9:45 bis 18:15 Uhr lassen es sich die Geriater und Therapeuten aus dem gastgebenden 5K-Klinikverbund Schleswig-Holstein nicht nehmen, ein Curriculum Interdisziplinär anzubieten. Das Curriculum ist speziell für „Neueinsteiger“ sowohl der Ärzte als auch aller therapeutischen Berufsgruppen (Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Sozialarbeiter etc.) in das geriatrische Team geeignet. Ausgehend von den großen I’s der Geriatrie (Instabilität, Immobilität, Inkontinenz, Intellektueller Abbau) werden die wichtigsten Bereiche abgehandelt und praktisch eingeübt, die jede Berufsgruppe im geriatrischen Team gleichermaßen beherrschen muss.

Jede Berufsgruppe sollte nicht nur die Kernkompetenz der anderen Berufsgruppe kennen, sondern im Sinne einer Co-Therapie auch Funktionen und Rollen der anderen Berufsgruppe teilweise übernehmen können: z. B. beim Lagern, Transfer, Interpretation von Assessmentergebnissen etc. Dies wird praktisch eingeübt (hands on). Aber auch strukturierter und systematischer Informationsaustausch mit gemeinsamer Zielformulierung in einer Teamsitzung wird veranschaulicht. Care-Management und aktivierend-therapeutische Pflege stehen im Mittelpunkt. Im Hinblick auf Demenz wird die Versorgung im Rahmen einer entsprechenden Spezialstation (Ü76 des FEK Neumünster) dargestellt.

Studenten können Freitag Mittag in „meet the professor“ mit akademischen Lehrern ins Gespräch kommen, um Informationen über Promotionsarbeiten, Stipendien und Praktika zu erhalten.
Nachwuchsfragen beschäftigen Hausärzte gerade in den Flächenländern. Klaus Schäfer, Vize-Präsident der ÄK Hamburg, Burkhard John, Vorsitzender der KV Sachsen-Anhalt, Albert Standl, München, sowie Thomas Hermens, Wesel, haben ebenfalls ein Symposium speziell zu diesem Thema organsiert. Die genannten Kollegen sind alle hausärztlich tätig.
Die Versorgung in den Heimen leidet besonders. Auf Grund mangelnder universitärer Ausbildung fehlt den Hausärzten wie auch den Geriatrien an den Krankenhäusern der „Nachwuchs“. Inwieweit können Konzepte der sog. „Delegation“ ärztlicher Leistungen an nicht-ärztliche Berufsgruppen eine gewisse Hilfe schaffen? Es sind besonders schwierige und strittige Themen, die Hausärzte und Geriater gleichermaßen betreffen – und künftig vielleicht noch mehr verbinden könnten.

Vorsitzende und Präsidenten von neun befreundeten Verbänden und Organisationen aus dem In-und Ausland wirken an unserer Tagung aktiv mit, darunter Klaus-Peter Jünemann, UK S-H, Kiel, Deutsche Kontinenzgesellschaft, der ein eigenes Symposium zur Urologie im Alter organsiert, oder Henrik Herrmann, Brunsbrüttel, Akademie der ÄK S-H: Erstmals bietet nämlich eine Ärztekammer innerhalb einer DGG-Tagung ein ganztägiges Curriculum speziell für Hausärzte an, das auch für Studenten bestens geeignet ist. Dieses Curriculum hat angesichts der bundesweit fehlenden universitären Verankerung der Geriatrie einen ganz besonderen Stellenwert und steht im Mittelpunk des Geriatriekongresses.



Samstag, den 24. September 2011, Akademie der Ärztekammer S-H, Curriculum Geriatrie

Von 9:15 – 14:30 Uhr wird die Gelegenheit des Kongresses, an dem die hochrangigsten Altersmediziner teilnehmen, gleichzeitig für den Höhepunkt der Veranstaltung am Samstag genutzt. Die „Creme de la Crêpe“ der Altersmedizin (Martin Haupt, Düsseldorf, Walter Hewer, Rottweil, Michael Meisel, Dessau, Mathias Pfisterer, Darmstadt, Rupert Püllen, Frankfurt, Ralf-Joachim Schulz, Köln, Gabriela Stoppe, Basel (CH), Werner Vogel, Hofgeismar und Martin Wehling, Mannheim) gestaltet das Curriculum Geriatrie der Akademie der ÄK.

Die Referenten fokussieren diagnostische und therapeutische Fallstricke, die in Praxis und Klinik immer wieder Probleme bereiten. Die Teilnehmer sollen fit für die Verantwortung dem besonders schwierigen, älteren und gebrechlichen Patienten gegenüber gemacht werden. Nicht nur das „Kennen“ altersassoziierter Störungen, sondern auch das „Können“, d. h. Beherrschen entsprechender Probleme im ärztlichen Alltag ist Curriculum-Ziel.
Das Curriculum endet mit Fallbeispielen. Dazu werden Leitlinien und Reviews auf individuelle Fragen angewandt, die sich bei Ihren Patienten immer wieder stellen. Auf viele dieser Fragen bleibt die evidenzbasierte Medizin Antworten schuldig. Ihre persönliche Meinung, Erfahrung und Einschätzung ist dann wichtig. Mittels TED-Anlage erstellen wir ein Meinungsbild der Teilnehmer des Curriculums. Insgesamt erleben Sie einen update der Altersmedizin in curricularer Form, interaktiv und mit freiwilliger Lernzielkontrolle.

 

Auf dem Kongress werden neueste, internationale und deutsche Forschungsergebnisse vorgestellt. Neben Wissensvermittlung und Fortbildung erwartet Sie fachlicher Austausch in entspannender Atmosphäre.

Aktuelle Stellenangebote