Keynote: Matteo Cesari(04.09.2015) Im Hörsaalzentrum auf dem Campus der Goethe-Universität begrüßte Kongresspräsident PD Dr. Rupert Püllen am ersten Kongresstag mehr als 500 DGG-Mitglieder bzw. Altersmediziner. Bis Sonnabend wird in mehr als 90 Seminaren und Workshops die „Zukunft der Medizin – Medizin der Zukunft“ beleuchtet. Erster Höhepunkt war die Eröffnungskeynote des italienischen Forschers Prof. Matteo Cesari, der über die Diagnose von Frailty in Praxis und Klinik referierte.

„Erst jetzt begreifen wir langsam, wie wir ältere Menschen untersuchen sollten“, sagt Cesari. Es bleibe aber immer noch die Frage, wie diese Gebrechlichkeit individuell gemessen werden könne. „Dafür brauchen wir in den Kliniken auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Untersuchungsmethoden“, sagt Cesari. Zudem stellte der italienische Gastredner Schlüsselfaktoren vor, um Gebrechlichkeit im Alter besser vorzubeugen.


Die Medizin der Zukunft ist individuell

Den passenden Umgang mit gebrechlichen Menschen stellt auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann bei seiner Begrüßungsrede heraus. „Wir müssen älteren Menschen einen festen Platz in unserer Gesellschaft und unseren Städten geben. Vor allem aber sollen sie am gemeinsamen Leben vor Ort teilhaben können.“

Um dieses Ziel zu erreichen, muss für den Geriater der Erhalt der Selbstständigkeit seiner Patienten im Vordergrund stehen. „Wir dürfen unser medizinisches Portfolio nicht über die Bedürfnisse der Patienten stellen. Gerade in unserer Supra-Disziplin ist es wichtig, zukünftig Diagnostik und Therapeutik noch individueller anzuwenden“, sagt Kongresspräsident Püllen. Auch das sei die Zukunft der Medizin.

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