Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie in Halle (Saale)(15.07.2014) Fakten, Fakten, Fakten: Beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Halle steht die Wissenschaft im Vordergrund. Neben den zahlreichen Vorträgen und Workshops sollten Sie sich aber auch einen Erkundungsgang durch die Stadt fest in Ihre persönliche Agenda eintragen. Denn ob Kunst, Architektur oder medizinhistorische Rarität – in Halle gibt es viel zu entdecken.


Zu Fuß unterwegs

Halle ist eine Stadt voller Geschichte: Im Jahr 806 erstmals urkundlich erwähnt, ist sie reich an Sehenswürdigkeiten. Am besten lassen sich diese zu Fuß entdecken. Als Startpunkt bietet sich der Markplatz im Zentrum an, unweit des Kongressgeländes der Universität. Entweder auf eigene Faust oder im Rahmen einer der zahlreichen Führungen, die von der Touristinformation (Marktplatz 13) vermittelt werden können Sie starten.

Falls sie ein Smartphone mit QR-Code-Reader besitzen, gibt es noch eine dritte Möglichkeit: Die Touristinformation bietet den kostenlosen Audioguide „Halle an einem Tag“ an. Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Stadt der fünf Türme

Marktplatz und 5 TürmeAm Marktplatz trifft der Tourist auch sofort auf die Hauptsehenswürdigkeit der Saalestadt: die fünf Türme. Der erste ist der sogenannte Rote Turm, dessen Glocken seit mehr als 500 Jahren zu jeder Viertelstunde die Zeit verkünden. Die übrigen vier gehören zur fast ebenso alten Marktkirche Unserer Lieben Frauen, auch Marienkirche genannt. Martin Luther predigte hier; das kleine Luthermuseum im Untergeschoss zeigt seine Totenmaske.

Doch auch der Gang die Treppen hinauf lohnt sich: Von montags bis freitags gibt es um 14, 15 und 16 Uhr die Möglichkeit, die Spitze der Hausmannstürme zu besuchen. Bei 225 Stufen kommt man zwar arg ins Schnaufen, doch der Blick über die Stadt ist außergewöhnlich. Nicht zuletzt, weil die Stadt den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt überstand – wodurch die Architektur unter deutschen Großstädten als einzigartig gilt. Selbst Bausünden aus DDR- und Wendezeit haben die Schönheit der Altstadtgassen mit ihren Kopfsteinpflastern und historischen Häusern kaum geschmälert.


Kunst von Weltgeltung

Zurück auf der Erde führt der Weg gen Norden. Vorbei am Geburtshaus Stiftung Moritzburgdes Barock-Komponisten Georg Friedrich Händel, hin zur Moritzburg. In direkter Nachbarschaft zur Leopoldina ist in dem spätgotischen Bau das Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt, die Stiftung Moritzburg, untergebracht. Neben Werken von Gustav Klimt, Max Beckmann und Franz Marc werden hier auch drei Gemälde von Lyonel Feiniger gezeigt. Zwischen 1929 und 1931 malte er elf Stadtansichten, die während des Dritten Reichs als „entartete Kunst“ diffamiert wurden.

Nach Besuch der Moritzburg hat der Besucher zwei Möglichkeiten: Entweder geht es weiter nach Westen zum Halloren-Saline-Museum auf der andere Saale-Seite – hier lässt sich erleben, wie einst in Halle Salz gewonnen wurde.

Abenteuer Anatomie

Meckelsche SammlungOder aber es geht gen Osten zum Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg weiter. Im Gebäude an der Großen Steinstraße 52 sind die Meckelschen Sammlungen untergebracht.
Seit dem 18. Jahrhundert trug die Anatomen-Dynastie Meckel über mehrere Generationen hinweg ausgefallene menschliche und tierische Präparate zusammen – sogar die eigenen Skelette gingen nach dem Ableben in die Sammlung über. Eine beeindruckende Ausstellung, die nach Absprache besichtigt werden kann. Die Anmeldung zur Besichtigung der Meckelschen Sammlung sollten Sie bereits im Vorfeld Ihrer Anreise nach Halle vornehmen: http://www.meckelschesammlungen.uni-halle.de/fuhrungen/

Halten Sie sich also am besten noch das Wochenende nach dem Kongress frei für die Entdeckung der wunderschönen Stadt Halle an der Saale. Es gibt viel zu sehen!

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