Junger Arzt und älterer Patient

(18.01.2017) Am 27. und 28. April 2017 treffen sich an der Uni Witten/Herdecke Experten unterschiedlicher Berufsgruppen zum Thema Demenz, um voneinander zu lernen. „Together everyone achieves more – zusammen mehr erreichen” ist das Motto der Tagung. „Demenz ist eine Erkrankung, die nicht nur Mediziner und Pflegende angeht“, erklärt Prof. Dr. Ulrike Höhmann den Ansatz, „in der Wohnung, im Stadtquartier, vor allem aber auch in den Krankenhäusern muss sich etwas ändern. Unser System der Gesundheitsversorgung mit Krankenhäusern und Pflegeheimen ist auf die stetig steigende Zahl der Demenzerkrankten nicht im Mindesten vorbereitet!“, warnt die Leiterin des Studiengangs „Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz“ an der UW/H. Wie man ein Wohn- und Lebensumfeld schaffen könne, das den Patienten Orientierung und Zurechtfinden“ ermögliche, um so die Einrichtungen zu entlasten, sei die Aufgabe der Zukunft.

Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung. Die Tagung richtet sich an Ärzte, Pflegende, therapeutische Berufe und Krankenhausmanager, aber auch an Stadtplaner, Architekten oder Ingenieure.

Themen der Tagung sind u. a. die Frage, warum Menschen mit Demenz in eine Abteilung für Gerontopsychiatrie eingewiesen werden und welche Kriterien ein demenzfreundliches Krankenhaus ausmachen.