Foto (v.l.): DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer, Preisträger Professor Markus Gosch, DGG President elect Professor Hans Jürgen Heppner sowie DGG Past-President Privatdozent Dr. Rupert Püllen.

(18.10.2017) Für seine Forschungsarbeit zur Behandlung von Frakturen bei Pflegeheim-Patienten wurde Professor Markus Gosch vom Klinikum Nürnberg nun mit dem Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung ausgezeichnet. Verliehen wurde der mit 2.500 Euro dotierte Preis beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main. Damit wird Gosch für seine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Geriatrie gewürdigt.

Gosch ist Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Klinikum Nürnberg und zudem Universitätsprofessor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität für Geriatrie in Nürnberg. „Ich fühle mich geschmeichelt, im Alter von über 50 Jahren noch als förderwürdiger Nachwuchs behandelt zu werden“, sagte der Mediziner bei der Preisverleihung.

Hochrisikogruppe Pflegeheimpatienten mit Fraktur: Sterberate signifikant verringert

In seiner Studie mit dem Titel „Orthogeriatric co-management improves the outcome of long-term care residents with fragility fractures“ untersuchte Markus Gosch die Behandlung von Pflegeheim-Patienten mit Frakturen in einer Alterstraumatologie. Fraktur-Patienten aus Pflegeheimen weisen eine hohe Sterblichkeit auf. Inwieweit sich orthogeriatrische Betreuungsmodelle auf diese spezifische Patientengruppe auswirken, wurde bislang nur unzureichend untersucht, während allerdings bereits eine Vielzahl von Studien zu den medizinischen und wirtschaftlichen Vorteilen orthogeriatrischer Kooperationen im Allgemeinen vorliegt. In der neuen Studie wurde nun bei Pflegeheimpatienten eine signifikante Verringerung der Sterberate im ersten Jahr nach der Fraktur beobachtet.

Der Schiffbauer-Preis – jährliche Auszeichnung herausragender Forschungsarbeit

Der Schiffbauer-Preis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung wird von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) jährlich ausgelobt. Vergeben werden ein Ehrenpreis, dotiert mit 5.000 Euro, und ein Förderpreis, dotiert mit 2.500 Euro. Prämiert werden herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geriatrie, die in deutscher oder englischer Sprache publiziert wurden.


Zum Nachlesen:
Gosch, M., Hoffmann-Weltin, Y., Roth, T., Blauth, M., Nicholas, J. A., & Kammerlander, C. (2016). Orthogeriatric co-management improves the outcome of long-term care residents with fragility fractures. Archives of orthopaedic and trauma surgery, 136(10), 1403-1409.


Foto (v.l.): DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer, Preisträger Professor Markus Gosch, DGG President elect Professor Hans Jürgen Heppner sowie DGG Past-President Privatdozent Dr. Rupert Püllen.