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(05.04.2017) Es ist aktuell eines der wichtigsten Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG): Die Einführung eines spezialisierten Facharztes Geriatrie! Nun hat sich der Bayerische Hausärzteverband öffentlich dazu geäußert. Er sieht die hausärztlichen Allgemeinmediziner durch deren Ausbildung ausreichend qualifiziert, um dem älteren Patienten in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Dem widerspricht der DGG-Vorstand in einer direkten Stellungnahme. Gerade die Versorgung alter, oft mehrfacherkrankter Menschen ist sehr komplex und daher auf Spezialisten angewiesen. Lesen Sie hier die Stellungnahme im Wortlaut:

„Aus Sicht der DGG besteht weiterhin der Bedarf, die geriatriespezifische Qualifikation der Ärzteschaft sachgerechter als bisher zu regeln. Sie hält daher weiterhin an der Einführung eines eigenständigen Facharztes Geriatrie fest.

Arzt und Ärztin

(03.04.2017) Hausärzte und Geriater streiten um den „Facharzt Geriatrie“

Um die Qualifikation der Ärzte zur Versorgung älterer und hochbetagter Patienten hat sich zwischen Hausärzteverbänden und der Deutschen Gesell­schaft für Geriatrie (DGG) ein Streit entzündet. „Der hausärztliche Allgemeinmediziner ist aufgrund seiner Ausbildung und seiner Tätigkeit bereits qualifiziert für die medizinische Versorgung älterer Menschen“, erklärte Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes.

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50 Jahre ZGG

(28.03.2017) Es gibt allen Grund zum Feiern: Die Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (ZGG) wird 50. „Es gibt keine vergleichbare Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum“, sagt Susanne Denskus, Managing Editor beim Heidelberger Verlag Springer Medizin, in dem die ZGG mit einer Auflage von 4.300 Exemplaren acht Mal im Jahr erscheint. Zum Jubiläum gibt es für die Leser drei ganz besondere Ausgaben. Eine davon erscheint im Dezember als von Geriatern gestaltetes Jubiläumsheft. Es soll unter anderem dargelegt werden, welche Entwicklungspotenziale es für die Geriatrie aktuell gibt. Diesem Schwerpunkt unter dem Titel „Geriatrie: Standards und Perspektiven“ wird mehr Umfang eingeräumt, als sonst üblich.

Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner

(23.03.2017) Mehr als 20 Prozent der Menschen auf einer internistischen Intensivstation sind 80 Jahre alt und älter. Es sind klassisch geriatrische, multimorbide Patienten: Sie haben nicht nur ein internistisches Grundproblem, sondern eingeschränkte Mobilität, Verlust der Autonomie – möglicherweise sind es Patienten am Lebensende. „Dies ist eine spezielle Herausforderung, zu der sich die Geriatrie als Fachgesellschaft ganz klar bekennen muss“, sagt DGG-President-elect Professor Hans Jürgen Heppner (Foto). „Wir sind Internisten und Geriater und wir wollen bei der akuten Diskussion um die intensivmedizinische Versorgung von kranken geriatrischen Patienten mitreden und mitarbeiten!“
Er fordert, nicht nur die Internistische Intensivmedizin sondern vor allem die geriatrischen Besonderheiten in der Intensivmedizin nicht aus den Augen zu verlieren: „Die Position der Geriater auf den Intensivstationen muss gestärkt werden!“. Im Interview erklärt der Chefarzt der Geriatrie im Helios Klinikum Schwelm und Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke, vor welchen Herausforderungen die Geriatrie und internistische Intensivmedizin nun stehen.

Arzt mit Megafon

(23.03.2017) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ruft dazu auf, gemeinsam den Stellenwert der internistischen Intensiv-und Notfallmedizin in Deutschland zu stärken! Anfang März veröffentlichten die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) ein gemeinsam erarbeitetes Positionspapier zur Bedeutung und Weiterentwicklung der internistischen Intensivmedizin in Deutschland. Der Aufruf wurde ebenfalls von allen internistischen Fachgesellschaften und dem Berufsverband Deutscher Internisten unterzeichnet – also auch von der DGG.

„Viele der Erkrankungen, die wir auf Intensivstationen sehen, haben ihren Ursprung im medizinisch internistischen Bereich“, erklärt der President-elect der DGG, Professor Hans Jürgen Heppner, sein Engagement. „Eine schwere Lungenentzündung mit Lungenversagen oder eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung können wir nicht nur von Chirurgen oder Anästhesisten behandeln lassen. Es sind klassische Fälle der inneren Medizin mit einem schweren, kritischen Verlauf.“ Heppner selbst ist aktiver Notarzt und ausgebildeter Intensivmediziner. Deshalb fordert er: „Die internistische Fachexpertise eines Facharztes gehört in solchen Fällen dazu!“

Alte Dame spielt Memory mit Pflegerin

(15.03.2017) Menschen mit Demenz haben ein deutlich höheres Risiko ins Krankenhaus eingewiesen zu werden als ihre Altersgenossen. Werden deren besondere Bedürfnisse während eines Krankenhausaufenthaltes nicht erkannt, kann dies zu einer Verschlechterung der Demenz führen. Eine bedarfsgerechte Versorgung ist daher von besonderer Wichtigkeit. Hier lohnt ein Blick nach Norwegen. Dort hat sich ein facettenreiches Versorgungsangebot entwickelt, das unterschiedliche Angebote für eine nachhaltige, integrierte und koordinierte Versorgung für Patienten mit Demenz vorsieht.

Die Robert Bosch Stiftung fördert daher im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ eine Studienreise nach Norwegen. Sie findet vom 29. Mai bis 2. Juni 2017 statt. Unter der Führung von Fachexperten werden erfolgreiche modellhafte Einrichtungen besucht.