Dr. Katrin Singler

(26.10.2016) Die Zahl der geriatrischen Patienten steigt deutlich an – und für viele ist die Notaufnahme erste Kontaktstelle beim Weg ins Krankenhaus. Im Notfall sind es Hochrisikopatienten – schon für die Erstaufnahme ist geriatrisches Wissen nötig. Doch in der Vergangenheit gab nur wenige Berührungspunkte zwischen Notaufnahme und Geriatrie. Erst in den vergangenen Jahren kam ein verbesserter Austausch unter den Medizinern zustande. Damit diese Verbindung nicht nur hält, sondern auch fachlich ausgebaut werden kann erschien nun erstmals ein internationales und über viele Fachgesellschaften greifendes Positionspapier. „Wenn unsere erarbeiteten Ratschläge von Geriatern und Notfallmedizinern übernommen werden, kann das dazu beitragen die Versorgungsqualität geriatrischer Patienten deutlich zu verbessern, sagt Privatdozentin Dr. Katrin Singler, Oberärztin der Geriatrischen Klinik am Klinikum Nürnberg, und Mitglied der DGG-Arbeitsgruppe „Notfall- und Intensivmedizin“ sowie der Arbeitsgruppe „Der ältere Patient in der Notfallmedizin“ der DGINA. Unter ihrer und Herrn Prof. Dormanns (DGINA) Leitung wurde das Positionspapier mit dem Titel „Der geriatrische Patient in der Notaufnahme“ in den vergangenen zwölf Monaten erarbeitet.

Vortrag Rupert Puellen

(19.10.2016) Der demografische Wandel sorgt weltweit für Veränderungen und stellt Mediziner vor besondere Herausforderungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dazu den „Report on Aging and Health“ vorgelegt, der die Probleme beim Namen nennt. Doch welche Konsequenzen könne Geriater daraus genau ziehen? DGG-Past-President PD Dr. Rupert Püllen hat im Rahmen des Stuttgarter Geriatrie-Kongresses wesentliche Erkenntnisse des Reports vorgestellt und beschrieben, was das für die Geriater in Zukunft bedeutet.

Klar ist, dass die Welt in unterschiedlichen Geschwindigkeiten altert. In westeuropäischen Ländern wie Frankreich hat es 150 Jahre gedauert, bis sich der Anteil der über 60-Jährigen von zehn auf 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung erhöht hat. Länder wie Indien, Brasilien oder China haben dazu weniger als 25 Jahre benötigt. „Bei allen Klagen sind wir ziemlich privilegiert, wir haben mehr Zeit und deutlich mehr Ressourcen, um uns mit dem Wandel zu beschäftigen“, sagt Püllen.

Dr. Norbert Andrejew

(19.10.2016) Dr. Norbert Andrejew, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III, dem Zentrum für Altersheilkunde am Klinikum Crailsheim, ist neuer Vorsitzender der AG Alterstraumatologie. Der bisherige Stellvertreter übernimmt das Amt von Dr. Andreas Leischker, der bereits im vergangenen Jahr verlauten ließ, als AG-Leiter ab Herbst 2016 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Neuer Stellvertreter ist Dr. Jürgen Bludau, Chefarzt der Geriatrie am DRK Klinikum Hachenburg.

Der Schwerpunkt der AG wird weiterhin die Arbeit an Musterbehandlungspfaden für alterstraumatologische Zentren sein. „Die in der AG erarbeiteten Behandlungspfade haben sich für die  Einrichtungen, die eine Zertifizierung anstreben, als hilfreich erwiesen. Die regelmäßige Überarbeitung steht also weiter an“, weiß der neue AG-Leiter Dr. Norbert Andrejew. Ebenfalls auf der Agenda stehen weiterhin das Erfassen von Fortbildungskonzepten, Behandlungsstrukturen und natürlich das Vernetzen der AG Mitglieder.

Junge Frau alte Dame Glas Orangensaft

(05.10.2016) Management-Update der DGG-Arbeitsgruppe Dysphagie: Neue Studienergebnisse geben Aufschluss über erhebliche Applikationsfehler von Medikamenten bei Patienten mit Dysphagie. Damit hat sich die DGG-Arbeitsgruppe Dysphagie um Leiter Dr. Martin Jäger aus Dortmund beschäftigt. Oropharyngeale Dysphagie (OD) ist ein weit verbreitetes und mit dem demogaphischen Wandel zunehmend häufiger auftretendes Krankheitsbild, das einen unabhängigen Prädiktor lebensbedrohlicher Komplikationen darstellt und mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziert ist.

Foerderpreis 2016

(29.09.2016) „Zahnärzte lernen das Altern kennen – die berufsgruppenspezifische Sensibilisierung durch den Gero-Parcours“ – mit diesem Posterbeitrag sicherte sich Frau Dr. Angela Stillhart den zum zweiten Mal ausgelobten Förderpreis für Interdisziplinäre Altersforschung. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. „Wie der Name schon sagt, dient dieser Preis der Förderung der Interdisziplinarität der Forschung und der Translation von Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Altersforschung“, erläuterte Prof. Dr. Dr. Gerald Kolb bei der Preisverleihung. „Ich freue mich deshalb sehr, einen so gelungenen Beitrag aus der Alterszahnmedizin auszeichnen zu dürfen!“ In seiner Funktion als Vorsitzender des Preiskomitees übergab Kolb den Förderpreis stellvertretend an Frau Prof. Ina Nitschke, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin e. V. und Leiterin der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin an der Universität Zürich.

Preistraeger Posterpreis 2016

(29.09.2016) And the winner is Düsseldorf! Frau Dr. Niloofar Ale-Agha und Kollegen wurden auf dem gemeinsamen Jahreskongress von DGG und DGGG in Stuttgart mit dem ersten Posterpreis ausgezeichnet. Ihr Poster „Mitochondrial function of Telomerase Reverse Transcriptase in cardiovascular aging“ setzte sich gegenüber den insgesamt 120 weiteren Postern in 13 verschiedenen Kategorien durch. Ale-Agha präsentierte Ergebnisse ihrer jüngsten Erkenntnisse, die sie auf dem Gebiet der Molekularen Alternsforschung am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung der Universität Düsseldorf gewinnen konnte. 1.000 Euro sind mit dem Gewinn des ersten Posterpreises verbunden.