Lissabon

(28.09.2016) Nur noch eine knappe Woche bis zum nächsten großen Kongress! Vom 5. bis 7. Oktober treffen sich Geriater und andere Experten des geriatrischen Teams aus ganz Europa in Lissabon, um die aktuellen Entwicklungen des Faches zu diskutieren und den länderübergreifenden Austausch zu pflegen. Bislang haben sich Teilnehmer aus 54 Nationen angemeldet. Das Motto: “Discovering new ways in the World of Geriatrics” – kommen Sie nach Lissabon und entdecken Sie mit!

Hier können Sie das prä-finale Programm herunterladen.

Alle Informationen zum Kongress finden Sie unter: www.eugms.org

Copyright Foto: Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com

Foto Tabletten

(22.09.2016) Wie lässt sich verhindern, dass potenziell inadäquate Medikamente für unabhängig lebende Senioren verschrieben werden? Mit dieser Frage haben sich sieben Mediziner im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit beschäftigt. Koordiniert wurde das Projekt von PD Dr. Ulrich Thiem, ehemaliges Mitglied im DGG-Vorstand und Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Geriatrie-Zentrum Haus Berge in Essen. Er hat die Ergebnisse der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie jetzt im Rahmen des gemeinsamen DGG/DGGG-Kongresses in Stuttgart vorgestellt. Die Erkenntnis: Die Intervention war wohl zu schwach. Es konnten keine nennenswerten Verbesserungen für die Patienten gemessen werden. „Noch wissen wir also nicht, wie wir das Problem der potenziell inadäquaten Medikation am besten in den Griff bekommen.“

Mit der RIME-Studie („Reduction of potentially Inappropriate Medication in the Elderly”) wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie sich potenziell inadäquate Medikation bei noch selbstständig lebenden Senioren in hausärztlicher Behandlung reduzieren lässt. Lange wurde das Problem in Deutschland nicht wissenschaftlich untersucht. Erst seit 2010 gibt es mit PRISCUS eine Negativliste an Medikamenten, die älteren Menschen nicht verschrieben werden sollten. „Wir wissen aber noch nicht, was passiert, wenn wir diese Empfehlungen konsequent anwenden. Nur weil ein Medikament, das auf der Liste steht, vermieden wird, muss es dem Betroffenen nicht gleichzeitig besser gehen“, sagt Thiem.

PD Dr. Ulrich Thiem

(22.09.2016) Die Ergebnisse der dreijährigen RIME-Studie haben enttäuscht. Und doch sieht Studienkoordinator PD Dr. Ulrich Thiem die Forschung auf einem guten Weg. Welcher das genau ist, und wie Benchmarking für eine verbesserte Medikation sorgen könnte, hat er im Interview näher erläutert.

Was haben Sie sich von der RIME-Studie versprochen?
PD Dr. Ulrich Thiem: Wir wollten damit erstmals untersuchen, ob die konsequente Anwendung einer Negativliste wie der PRISCUS-Liste bei Medikamenten auch gleichzeitig eine Qualitätssteigerung bei der Behandlung von Senioren bedeutet. Nur weil der verschreibende Arzt die Hinweise von PRISCUS beachtet, muss das nicht automatisch bedeuten, dass es dem Patienten besser geht.

Pneumokokken-Impfung

(22.09.2016) Leuchtende Blätter und kühle Temperaturen verraten es: Der Herbst nähert sich mit großen Schritten. Höchste Zeit also, an die Influenzaimpfung der Patienten zu denken! Die STIKO hat zudem am 29.08.16 neue Empfehlungen zur Pneumokokkenimpfung herausgegeben – die Zoster-Impfung wurde dagegen nicht berücksichtigt. Die AG Impfen hat die aktuellen Empfehlungen beim Kongress in Stuttgart diskutiert – und gibt im Folgenden einen Überblick.

Foto Schiffbauer Ehrenpreis 2016

(15.09.2016) Der Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung ging in diesem Jahr an Professor Dr. med. Agnes Flöel von der Charité Universitätsmedizin Berlin. Hier erforscht Flöel im Exzellenzcluster NeuroCure Clinical Research, wie Hirnstimulation z. B. bei Schlaganfallpatienten zur Verbesserung der Lernleistung eingesetzt werden kann. „Ihre Arbeiten ‚Transcranial direct current stimulation in mild cognitive impairment: Behavioral effects and neural mechanisms’ sowie ‘Electrical stimulation of the motor cortex enhances treatment outcome in post-stroke aphasia’ gehören inhaltlich zusammen und wurden von der Jury im gemeinsamen Kontext bewertet und ausgezeichnet”, erläuterte Past-President PD Dr. Rupert Püllen in der Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Jahreskongresses von DGG und DGGG am Samstag. „Diese Leistung verdient unseren größten Respekt. Herzlichen Glückwunsch!“

Verleihung Schiffbauer Foerderpreis 2016

(15.09.2016) Für ihre Forschungsarbeit „Sex-specific associations of established and emerging cardiac biomarkers with all-cause mortality in older adults: the ActiFE study“ wurde am Samstag im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Jahreskongresses der DGG und der DGGG Frau Dr. Dhayana E. Dallmeier mit dem Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und würdigt herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geriatrie, die in deutscher oder englischer Sprache publiziert wurden. Strahlend nahm die Preisträgerin ihre Glückwünsche, Urkunde und einen Strauß Blumen entgegen.