Doktorhut

(17.03.2016) Schon bald wird es in Deutschland einen weiteren Lehrstuhl für Geriatrie geben: Noch im Laufe dieses Jahres soll am Universitätsklinikum Mainz eine Stiftungsprofessur für Geriatrie im Bereich der Versorgungsforschung eingerichtet werden. Ermöglicht wird dies durch finanzielle Mittel in siebenstelliger Höhe der G. und I. Leifheit-Stiftung. So soll die Stiftungsprofessur auf dem Feld der Versorgungsforschung den Weg für neue, geriatrische Versorgungsformen ebnen.

Bild Polizeiauto

(12.03.2016) Fenster geputzt, von der Leiter gestürzt, innerlich verblutet durch eine Milzruptur: Todesfälle wie dieser scheinen eindeutig. Warum es trotzdem notwendig ist, die Todesart als „nicht-natürlich“ anzugeben und die Polizei zu alarmieren, dies erläuterte Dr. Ricarda Arnold vom Universitätsklinikum Jena beim Alterstraumatologie Kongress 2016 in Marburg. In ihrem Vortrag „Versterben nach Sturz – natürlicher oder nicht-natürlicher Tod“ am Freitag, 11. März sprach die Rechtsmedizinerin über die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften im ärztlichen Alltag.

„Die Kausalkette zum Tod ist ganz individuell“, sagte Dr. Ricarda Arnold. Gerade bei geriatrischen Patienten seien letale Stürze oft durch Faktoren wie Demenz, Mangelernährung, neurologische oder kardiale Erkrankungen bedingt. „Dann stehen Ärzte vor schwierigen Einzelfallentscheidungen, die immer wieder heiß diskutiert werden im Kollegenkreis.“

Förderpreis für Interdisziplinäre Altersforschung

(23.02.2016) Der mit 2.000 Euro dotierte Förderpreis für Interdisziplinäre Altersforschung wird dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des DGG-Jahreskongresses vergeben. Anmeldungen sind ab sofort möglich. ABER ACHTUNG: Bereits im August, während des Vergabeverfahrens für den ersten Förderpreis, beschloss der Vorstand der DGG einige Änderungen zur Vergabe des Preises.

Alterstraumatologiekongress Hauptprogramm

(19.02.2016) Der Alterstraumatologie Kongress in Marburg verspricht durch und durch spannend zu werden. ‚Versterben nach Sturz – natürlicher oder nicht-natürlicher Tod‘ am Freitag von 11:00 bis 11:45 Uhr ist ein Programmpunkt, den DGG-Präsident PD Dr. Rupert Püllen als besonders beachtenswert empfiehlt. „Wichtige Themen und neue Ansätze erwarte ich auch in den Vorträgen zu ‚Stürzen im Krankenhaus‘ und ‚Multimedikation bei Sturz‘“ am ersten Kongresstag, verrät Püllen. „Auch wird es eine ganze Session mit dem Titel ‚Unfallchirurgie für Geriater‘ am Donnerstag von 16:00-17:30 Uhr geben. Dazu kann ich alle Geriater nur herzlich einladen. Schließlich wollen wir mit dem Kongress gemeinsam Wege aufzeigen, wie nach einer Verletzung im Alter die Mobilität zügig wiederhergestellt und erhalten werden kann.“

Gemeinsam mit Prof. Dr. Steffen Ruchholtz vom Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums in Marburg ist Püllen Kongresspräsident des Alterstraumatologiekongresses. Heute wurde das Hauptprogramm veröffentlicht.

Michael Schumacher Ausstellung in Marburg

(19.02.2016) Der Sport-Legende auf der Spur: Im Congresszentrum Marburg, dem Veranstaltungsort des Alterstraumatologie Kongresses, wird derzeit in einer eindrucksvolle Ausstellung die erfolgreiche Karriere von Rennfahrer Michael Schumacher dokumentiert. Dank der intensiven Mitwirkung von Familie Schumacher wird deutlich und erlebbar, wie der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Formel 1 immer wieder Maßstäbe setzte. Großformatige Rennszenen, Medienstationen sowie exklusive Exponate aus dem Privatbesitz der Familie Schumacher – wie beispielsweise Formel-1-Autos, mit denen der Rennfahrer seine Siege feierte – erlauben Einblicke in die Art, wie der Formel-1-Rekordweltmeister den Beruf des Rennfahrers neu definierte. Ein Besuch im Anschluss an den Alterstraumatologiekongress lohnt sich in jedem Fall und bietet eine einmalige Chance! Der Eintritt ist frei.

Bild: Ärztin legt Arm um Patientin

(19.01.2016) Gemeinsam Klug Entscheiden – mehr Information, bessere Versorgung. Unter diesem Leitsatz startete im März 2015 die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) die Initiative „Gemeinsam Klug Entscheiden“. Das Ziel dieser Qualitätsoffensive: Wissenschaftlich begründete, fachübergreifende und mit Patientenvertretern abgestimmte Empfehlungen zu wichtigen Gesundheitsfragen stärker in die öffentliche Diskussion bringen. Die DGG beteiligt sich an dieser Initiative und hat jeweils fünf Empfehlungen zur Über- und Unterversorgung in Deutschland auf Basis eines Surveys entwickelt.