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(07.03.2018) Der Austausch über bestehende Aktivitäten sowie künftige Projekte im Fach Geriatrie und translationale Alternsforschung stand für die Mitglieder des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) bei der 5. Jahrestagung am 12. und 13. Januar in Berlin im Vordergrund. Zudem gab es einen Wechsel im Vorstand: Professor Hans Jürgen Heppner, President-elect der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), hat nach vier Jahren das Amt des Schatzmeisters abgegeben, um sich voll und ganz seinen Aufgaben im DGG-Vorstand widmen zu können. Dr. Manfred Gogol wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

Dr. Judith Fuchs vom Robert-Koch-Institut (Berlin) eröffnete die Tagung mit einem Keynote-Vortrag, der einen intensiven Austausch über Ergebnisse und zukünftige Fragen des Gesundheitsmonitorings DEGS (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland), GEDA (Gesundheit in Deutschland Aktuell), OMAHA (Operationalisierung von Multimorbidität und Autonomie im Höheren Alter – Leben und Gesundheit ab 65) und IMOA (Improving Health Monitoring in Old Age) ermöglichte. Im Anschluss bot Professor Ursula Müller-Werdan (EGZB und Charité, Berlin) einen Überblick über abgeschlossene und laufende Studien im Bereich Geroscience mit Schwerpunkt kardiovaskuläre Erkrankungen.

Nachwuchsarbeit im Fach Geriatrie beachtet und diskutiert

Das folgende Symposium gab Nachwuchsforschern die Gelegenheit unter der Moderation von Privatdozent Dr. Valentin Goede (Köln) ihre Arbeiten im Wissenschaftsforum vorzustellen und zu diskutieren. Imke Ortland (Bonn) berichtete über ihre Ergebnisse über den Nutzen von standardisierten multidimensionalen Scoring-Systemen für die Risikobeurteilung für Interventionen (Chemotherapien) bei geriatrischen Onkologie-Patienten. Anna Meyer (Köln), Gewinnerin des Preises zur Förderung der Interdisziplinären Alternsforschung 2017, berichtete über die aktuellen Ergebnisse der Studie Multidimensional Prognostic Index (MPI) für ältere multimorbide Patienten, die im Akutkrankenhaus aufgenommen wurden.

Rückblick und Ausblick zu spezifischen Themen der Alternsforschung

Am Ende des ersten Veranstaltungstages erfolgte ein Überblick über laufende und abgeschlossene Projekte: Dr. Olaf Krause (Hannover) referierte zum Thema Polypharmazie (HIOPP3), Dr. Dhayana Dallmeyer (Ulm) über körperliche Aktivität in der Actife-Studie, Privatdozent Dr. Reinhard Lindner (Hamburg) zum Thema Gerontopsychosomatik und Professor Elisabeth Steinhagen-Thiessen (Berlin) über Ergebnisse der BASE II-Studie und geplante Untersuchungen zur Gender-Rolle im Altern.

Translationale Forschungsansätze und aktuelle Fragestellungen

Der zweite Tagungstag wurde eröffnet mit einer Keynote von Professor Andreas Simm (Halle) über biologische Mechanismen des Alters und Alterns mit dem Schwerpunkt seiner Forschungsergebnisse zu Advanced Glycation Endproducts (AGEs) und potentiellen translationalen Forschungsansätzen. In der letzten Session erfolgte eine offene Diskussion der Teilnehmer über aktuelle und zukünftige Forschungsfragen in den Alternswissenschaften und der Geriatrie. Die Mitglieder des WfG führten eine anregende und kritische Diskussion zu vielen wichtigen Aspekten der öffentlichen Gesundheit im Kontext der demografischen Veränderung.

Nächste Jahrestagung des WfG am 12. und 13. Januar 2019

Mehr über die Aktivitäten des Wissenschaftsforum Geriatrie und wie Sie Mitglied werden können, finden Sie unter www.wfg.de. Bitte vormerken: Die 6. Jahrestagung findet am 12. und 13. Januar in Berlin statt. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sowie neue und bestehende Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Korrespondenzadresse:
Prof. Dr. Dr. M. C. Polidori, Köln
1. Vorsitzende WfG
Tel.: 0221 47832753
E-Mail: maria.polidori-nelles@uk-koeln.de