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In der Praxis ist man bei Hochbetagten mit der Therapie besonders zurückhaltend. Dabei zeigen die vorliegenden Erkenntnisse auf, dass teilweise sogar bestimmte Krebsformen im fortgeschrittenen Alter erheblich erfolgreicher zu behandeln sind, als bei jüngeren Patienten. Es ist also dringend notwendig, dass sich die Medizin mit Diagnostik und Therapie bei altersabhängigen Krebserkrankungen auf die Anforderungen einstellt. Die Herausgebergruppe Höffken, Kolb und Wedding hat das Thema in ihrem Buch „Geriatrische Onkologie“ aufgegriffen. Dabei verstehen sie unter geriatrischer Onkologie nicht einfach die Anwendung etablierter onkologischer Therapieverfahren auf die Behandlung alter Patienten mit Tumorerkrankungen, sondern die speziellen Einsatzmöglichkeiten der Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen abgestimmt auf die Multimorbidität und die besondere Situation des alten Patienten. Dabei machen sie schon im Vorwort deutlich, dass geriatrische Onkologie noch ein Entwicklungsfach ist und für viele Entscheidungssituationen derzeit noch keine sichere Datenbasis existiert. Beispielhaft sei hier das Kapitel „Komorbiditäten“ genannt, das die so wichtigen Themen „Geriatrisches Assessment“ und „Stellenwert der Tumorerkrankung innerhalb der Komorbiditäten“ abhandelt. Aber auch die Kapitel „Supportive Therapie“ und „Entscheidungsprozesse bei alten Patienten mit Tumorerkrankungen“ machen deutlich, dass man die gesamte Breite der in Frage kommenden Besonderheiten bei älteren Tumorpatienten aufgreift. Dass dieses Buch nur mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe entstehen konnte, macht deutlich, wie wenig bisher die Bedeutung der Krebskrankheiten bei Älteren in unser medizinisches Bewusstsein gerückt ist und damit nicht zu den verkaufskräftigen Titeln zählt. Dies ist schade, denn es handelt sich bei dem Buch um ein Sammelwerk, das allen Ärzten und pflegerisch tätigen Berufsgruppen, die ältere Patienten mit Tumorerkrankungen betreuen, ans Herz gelegt werden muss. Wir alle werden immer häufiger mit altersabhängigen Tumorerkrankungen konfrontiert, dafür sorgt schon allein der demografische Wandel und wir sollten kompetent auf diese Herausforderung reagieren. Das vorliegende Sammelwerk Geriatrische Onkologie. |
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Geriatrische Onkologie
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(08.05.2012) Auf die Abstract-Kommission der DGG kommt in den kommenden Wochen viel Arbeit zu: Rund 500 Abstracts für den Jahreskongress der DGG vom 12. bis 15. September in Bonn sind bis Ende April eingegangen und harren jetzt der Prüfung. „Das ist ein Rekord“, freut sich der Präsident elect der DGG und Kongresspräsident Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz aus Köln. Die vielen eingesandten Beiträge zeigten, dass der Titel des Kongresses Programm sei: „Alternsforschung: Transnational und translational“.
(27.04.2012) „Aktuelle Probleme in der Versorgung geriatrischer Patienten“ lautet der Titel des 5. Jenaer Geriatrie-Symposiums, das am 20. Juni 2012 im Volkshaus Jena stattfindet. „Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils einzelne Themenschwerpunkte diskutiert wurden, ist nach 5 Jahren Geriatrie in Jena die Zeit für einen Überblick zu aktuellen Problemen gekommen“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Komm. Direktorin und Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena. Sie wird das Symposium leiten.
Krebserkrankungen sind in hohem Maße altersabhängig. Der nahezu exponentielle Anstieg der Inzidenz bzw. Mortalität von Krebserkrankungen mit dem Alter, macht die Diskussion über Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen beim Älteren zu einen wichtigen Thema der Geriatrie beim bestehenden demografischen Wandel. Trotz der hohen Bedeutung für unser Gesundheitswesen sind in klinischen Studien zur Optimierung der Tumortherapie dagegen weniger als 25% der Patienten älter als 65 Jahre.