Prof. Finbarr C. Martin

(05.09.2016) Die Altersmedizin rückt in Deutschland immer mehr in den Fokus. Doch im internationalen Vergleich hinkt sie deutlich hinterher – Großbritannien zum Beispiel. „Der wesentliche Unterschied ist, dass Geriatrie bei uns bereits seit 30 bis 40 Jahren fester Bestandteil des medizinischen Angebots in all unseren Krankenhäusern ist“, stellt Professor Finbarr C. Martin vom King’s College in London fest. So haben ihn die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) im September zum gemeinsamen Jahreskongress nach Stuttgart eingeladen, um einen Blick über den Tellerrand zu wagen. In seiner englischsprachigen Keynote-Lecture „What Germany could learn from British geriatric medicine” schildert Martin, mit welcher Selbstverständlichkeit in Großbritannien betagte Patienten von Spezialisten behandelt werden.

Dr. Mark S. Lachs

(30.08.2016) Es ist eines der letzten großen Tabuthemen in der Öffentlichkeit: Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen. Schläge, Beleidigungen oder auch finanzielle Ausbeutung finden im engsten Familienkreis statt. Zu Hause, in Pflegeheimen oder auch in Kliniken werden Ältere misshandelt. Nur kaum einer redet drüber. Dabei gibt es Strategien zur Hilfe. Genau darüber berichtet Professor Mark S. Lachs vom Weill Cornell Medical College in New York in seiner Keynote-Lecture „Elder Abuse: Advances in Science and Service“ beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Stuttgart.

Lachs will in diesem Bereich für eine bessere Aufklärung sorgen. Und das in zwei Schritten: Zum einen will er dafür werben, dass es zukünftig mehr Studien in diesem Feld gibt – auch mit deutscher Beteiligung. Zum anderen will er in Stuttgart davon berichten, wie in den USA mittlerweile Teams aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen dafür sorgen, dass Gewalt gegen ältere Menschen sehr früh erkannt und auch öffentlich gemeldet wird. „Ich glaube, dass sich diese Strategie auch sehr gut in vielen anderen Ländern und Gesellschaften anwenden lässt“, sagt Lachs. „Die Interventionsansätze sollten die gleichen sein.“

Wissenschaftler schreiben an Whiteboard

(29.08.2016) Nicht vergessen: Ihr Besuch beim gemeinsamen Jahreskongress von DGG und DGGG ist anrechenbar! Die Zertifizierung des Kongresses erfolgte durch die  Ärztekammer Baden-Württemberg.

Für Ärzte:
07.09.2016 – 6 Fortbildungspunkte, Kategorie B

08.09.2016 – 6 Fortbildungspunkte, Kategorie B
09.09.2016 – 6 Fortbildungspunkte, Kategorie B
10.09.2016 – 6 Fortbildungspunkte, Kategorie B

Die Punkte für Pflegepersonal vergibt die Registrierung beruflich Pflegender:
1 Tag – 6 Punkte

2 Tage – 10 Punkte
3-4 Tage – 12 Punkte

Dr. Norah C. Keating, Alberta

(23.08.2016) Wie wollen wir leben, wenn wir alt sind? Das Selbstverständnis des alten Menschen in der Gesellschaft ist im Wandel. Damit ändern sich auch die Ansprüche an Infrastruktur und kommunale Dienstleistungen. Wie diese konkret aussehen, darüber spricht Dr. Norah Christine Keating, University of Alberta in Kanada, beim gemeinsamen Jahreskongress der DGG und der DGGG in Stuttgart. In ihrer englischsprachigen Keynote-Lecture „Thinking critically about ageing and community” am zweiten Kongresstag schildert sie aktuelle Herausforderungen und die Konsequenzen für die Arbeit von Gerontologen.

Prof. Dr. Alexander Bürkle

(16.08.2016) Menschen altern unterschiedlich: Der eine bemerkte schon im Studium das erste graue Haar, der andere wirkt noch als Rentner jugendlich-sportlich. Doch was sind die Gründe dafür? Wie lässt sich das biologische Alter einer Person bestimmen und welche Rückschlüsse ergeben sich daraus für den weiteren Alterungsprozess? Die neuesten Erkenntnisse zu diesen Fragen präsentiert Professor Dr. Alexander Bürkle, Universität Konstanz, beim gemeinsamen Jahreskongress der DGG und der DGGG in Stuttgart. In seiner Keynote-Lecture „Die Messung des biologischen Alters beim Menschen“ am dritten Kongresstag stellt er die Ergebnisse des EU-weiten Forschungsprojektes MARK-AGE vor.

Haus der Wirtschaft Stuttgart DGG / DGGG Jahreskongress 2016

(15.08.2016) Es muss nicht immer Hollywood sein. Der Eröffnungsabend des Stuttgarter Kongresses am Donnerstag reicht völlig aus, um zu erleben, wie sich das Thema Altern auch im zeitgenössischen Film widerspiegelt. Im Rahmen seines Festvortrages nimmt der Experte Dr. Thomas Küpper die Teilnehmer mit auf eine Reise durch Blockbuster und Liebeskomödien. Dabei zeigt er auf, wie Spielfilme sehr wirkungsvoll mit dem Themenspektrum des Alterns umgehen. Zweiter Gastredner des Abends wird der Politiker und BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering sein. In seinem Perspektivvortrag will Müntefering seine Ziele als Sprecher von knapp 13 Millionen Senioren erläutern. Die Veranstaltung in der historischen König-Karl-Halle ist kostenfrei und richtet sich an alle Kongressteilnehmer.