| Geriatrie ist die medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten, der Rehabilitation und Prävention alter Patientinnen und Patienten sowie deren spezieller Situation am Lebensende befasst. Diese Patientengruppe weist einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Multimorbidität auf und erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Im Alter können sich Krankheiten mit einem veränderten Erscheinungsbild präsentieren und sind daher häufig schwer zu diagnostizieren. Therapieerfolge treten verzögert ein. In der Regel besteht zusätzlich ein Bedarf an sozialer Unterstützung. Geriatrie umfasst daher nicht nur organorientierte Medizin, sondern bietet zusätzlich Behandlung im interdisziplinären Team, welche den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten verbessert und seine Autonomie fördert. Geriatrische Medizin behandelt die speziellen Erkrankungen alter Patientinnen und Patienten, diehäufig älter als 65 Jahre und multimorbide sind. Die Mehrzahl der Patienten, die von Geriatrischer Medizin profitiert, gehört der Altersgruppe der über 80-Jährigen an. Zentrale Aufgaben in der Geriatrie Geriatrie ist ein sehr lebendiges und vielfältiges, dynamisches Gebiet. Zu den zentralen Aufgaben der Geriatrie gehört auch die empfindsame und umsichtige Begleitung vor dem Sterben. Spezielle Merkmale der Geriatrie beinhalten folgende Punkte:
Wer ist ein geriatrischer Patient?Geriatrische Patienten sind definiert durch
oder
Broschüre: Was ist Geriatrie – Definition der inhaltlichen Bestimmung geriatrischer Tätigkeit
Die Broschüre „Was ist Geriatrie“ ist von der Expertenkommission J. Bruder, C. Lucke, A. Schramm, H.P. Tews und H. Werner nach mehreren Diskussionsrunden 1991 in Rügheim veröffentlicht worden. Anlass gab die damals weniger medizinisch als breit sozialpolitisch geführte Demographie-Diskussion. |
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Was ist Geriatrie?
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