DGG DGHO Logo(26.04.2017) Der mit 10.000 Euro dotierte Preis „Geriatrische Onkologie“ wird in diesem Jahr als Ehrenpreis für das Lebenswerk ausgeschrieben. Damit sollen Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die im Rahmen ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit eine besondere Rolle bei der Entwicklung von Innovationen für das Fachgebiet der geriatrischen Onkologie geleistet haben. Ausgezeichnet werden auch Personen, die die Entwicklung des Faches durch ihr Engagement unterstützt und befördert haben. Ausgelobt wird der Preis von der Arbeitsgruppe Geriatrische Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Vorschläge können bis zum 30. Juni eingereicht werden.

DGG Logo neu 250px(05.04.2017) Es ist aktuell eines der wichtigsten Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG): Die Einführung eines spezialisierten Facharztes Geriatrie! Nun hat sich der Bayerische Hausärzteverband öffentlich dazu geäußert. Er sieht die hausärztlichen Allgemeinmediziner durch deren Ausbildung ausreichend qualifiziert, um dem älteren Patienten in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Dem widerspricht der DGG-Vorstand in einer direkten Stellungnahme. Gerade die Versorgung alter, oft mehrfacherkrankter Menschen ist sehr komplex und daher auf Spezialisten angewiesen. Lesen Sie hier die Stellungnahme im Wortlaut:

Heppner HansJuergen(29.03.2017) Der demografische Wandel macht es zwingend notwendig, dass verstärkt Altersmediziner in die Arbeit auf Intensivstationen eingebunden werden. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sieht akuten Handlungsbedarf und ruft dazu auf, die internistische Intensivmedizin in Deutschland jetzt zu stärken und weiterzuentwickeln. Mehr als 20 Prozent der Menschen auf einer internistischen Intensivstation sind 80 Jahre alt und älter. Es sind klassisch geriatrische, multimorbide Patienten. Sie haben nicht nur ein internistisches Grundproblem, sondern eingeschränkte Mobilität, Verlust der Autonomie – möglicherweise sind es Patienten am Lebensende. „Dies ist eine spezielle Herausforderung, zu der sich die Geriatrie als Fachgesellschaft ganz klar bekennen muss“, sagt Professor Hans Jürgen Heppner, President-elect der DGG. „Wir sind Internisten und Geriater und wir wollen bei der akuten Diskussion um die intensivmedizinische Versorgung von kranken geriatrischen Patienten mitreden und mitarbeiten!“ Heppner fordert, nicht nur die internistische Intensivmedizin sondern vor allem die geriatrischen Besonderheiten in der Intensivmedizin nicht aus den Augen zu verlieren: „Die Position der Geriatrie auf den Intensivstationen muss gestärkt werden!“. Im Interview erklärt der Chefarzt der Geriatrie im Helios Klinikum Schwelm und Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke, vor welchen Herausforderungen die Geriatrie und internistische Intensivmedizin nun stehen.

Bauer Juergen(22.03.2017) Der vermutlich berühmteste lebende Geriater kommt nach Deutschland. Beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main wird der Amerikaner John Morley darüber berichten, welche für die Altersmedizin relevanten Entwicklungen er in den nächsten Jahren erwartet und wie er die Zukunft des Fachs generell beurteilt. Tagungspräsident Prof. Dr. Jürgen M. Bauer (Foto) hat mittlerweile drei herausragende Keynote-Speaker verpflichten können. „Die eingeladenen Kollegen gehören zur internationalen Spitze in der Geriatrie und weisen beeindruckende Karrieren auf“, wie er sagt. „Auch in diesem Jahr sind wir die wichtigste Veranstaltung für Geriater im deutschsprachigen Raum, wenn es um aktuelle Entwicklungen und die Fortbildung unter Kollegen geht“, sagt Bauer. Welche Themen vom 28. bis 30. September außerdem eine Rolle spielen, wie er die Zukunft des Fachs sieht und warum sich Geriater diesen Termin auf keinen Fall entgehen lassen sollten, darüber spricht der DGG-Präsident im Interview.

Wehling Martin(14.12.2016) Deutsche Wissenschaftler stehen vor der Lösung eines schwierigen, medizinischen Problems. Bisher sind unerwünschte Effekte von Medikamenten ein großes Problem bei der Behandlung alter Menschen. Falsch dosierte oder falsch angewendete Arzneimittel können zu Komplikationen führen. Jetzt haben Mediziner der geriatrischen Kliniken in Mannheim und Essen einen Lösungsansatz gefunden, mit dem sich die Fehlerquote bei der Medikamentenversorgung verringern lässt. Zudem können Nebenwirkungen vermieden werden und nebenbei steigt die Lebensqualität der Patienten.

PD Dr. Ulrich Thiem(16.11.2016) Vermehrte Stürze, eine beeinträchtigte Lebensqualität und mehr Krankenhausaufenthalte – das können die Folgen einer falschen Medikamentenversorgung sein. Doch wie lässt sich verhindern, dass potenziell inadäquate Medikamente für unabhängig lebende Senioren vom Hausarzt verschrieben werden? Mit dieser Frage haben sich sieben Mediziner im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit beschäftigt. Deren Erkenntnis: Praxis-Schulungen können nicht schaden. Doch durch die Intervention der Mediziner konnten keine nennenswerten Verbesserungen für die Patienten gemessen werden. Es müsse noch viel intensiver nachgeforscht und geschult werden.

DGGVorstand 2016 2018(26.10.2016) Neuer Vorstand, neue Ziele. Die Altersmedizin ist in Bewegung: „Wir leben in einer spannenden Zeit, die Geriatrie befindet sich im Aufwind und ich habe große Lust, diesen Bereich aktiv mitzugestalten“, sagt Prof. Dr. Jürgen M. Bauer aus Heidelberg, neu gewählter Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). In den kommenden zwei Jahren will er mit den Mitgliedern der Fachgesellschaft die Altersmedizin weiter nach vorne bringen. Im Rahmen der DGG-Mitgliederversammlung Anfang September in Stuttgart sind neben Bauer fünf weitere Vorstandsmitglieder gewählt worden, die für die Weiterentwicklung der Geriatrie eintreten.

James Appleby(11.10.2016) Geriater und Gerontologen suchen weltweit nach Lösungen für Therapie- und Lebenskonzepte einer immer älter werdenden Gesellschaft. Netzwerken ist so wichtig wie nie zuvor – national wie auch international. Deutlich wird dies auch auf den Jahrestagungen, wie dem just in Stuttgart abgehaltenen größten deutschsprachigen Gerontologen- und Geriaterkongress Anfang September. Keynote-Speaker und Gäste kamen aus Kanada, Australien und den USA. Auch wenn es mehr Aufwand bedeutet, wollen die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) diesen Weg in Zukunft weiterverfolgen. Unterstützung bekommen sie dabei aus den USA. James Appleby, Executive Director und CEO der Gerontological Society of America (GSA) mit rund 5.500 Mitgliedern aus 50 Ländern, kam extra nach Stuttgart, um zu netzwerken und zu lernen. Er hat sich über die internationale Zusammenarbeit sowie die zukünftige Arbeit von Altersmedizinern und Soziologen über Landesgrenzen hinweg Gedanken gemacht. Ein Interview.

Prof. Finbarr C. Martin(06.09.2016) Die Altersmedizin rückt in Deutschland immer mehr in den Fokus. Doch im internationalen Vergleich hinkt sie deutlich hinterher – Großbritannien zum Beispiel. „Der wesentliche Unterschied ist, dass Geriatrie bei uns bereits seit 30 bis 40 Jahren fester Bestandteil des medizinischen Angebots in all unseren Krankenhäusern ist“, stellt Professor Finbarr C. Martin vom King’s College in London fest. So haben ihn die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) im September zum gemeinsamen Jahreskongress nach Stuttgart eingeladen, um einen Blick über den Tellerrand zu wagen. In seiner englischsprachigen Keynote-Lecture „What Germany could learn from British geriatric medicine” schildert Martin, mit welcher Selbstverständlichkeit in Großbritannien betagte Patienten von Spezialisten behandelt werden.

Dr. Mark S. LachsProf. Dr. Susanne Zank(01.09.2016) Es ist eines der letzten großen Tabuthemen in der Öffentlichkeit: Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen. Schläge, Beleidigungen oder auch finanzielle Ausbeutung finden im engsten Kreis statt. In der Familie zu Hause, in Pflegeheimen oder auch in Kliniken. Nur kaum einer redet drüber. Dabei gibt es Strategien zur Hilfe. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) wollen deshalb aufklären. Wie können Misshandlungen erkannt und vor allem vorgebeugt werden? Darüber sprechen in einem Doppelinterview Dr. Mark Lachs vom Weill Cornell Medical College in New York und Frau Prof. Dr. Susanne Zank von der Universität Köln.

Dr. Norah C. Keating, Alberta(24.08.2016) Je älter Menschen werden, desto unterschiedlicher sind ihre Bedürfnisse – vor allem an die Infrastruktur ihres Lebensraumes! Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) appellieren daher an Städteplaner und Gemeinden, keine 08/15-Modelle für die älter werdende Bevölkerung zu entwickeln. Bedingt durch körperliche und mentale Fitness, aber auch finanzielle Mittel, existieren große Unterschiede in der Generation 80+. „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Lösungen erarbeiten auf der Grundlage, dass alle alten Menschen gleich sind. Stattdessen müssen wir überlegen, wie für jeden die beste Lebensqualität erreicht werden kann!“

Prof. Dr. Alexander Bürkle(10.08.2016) Menschen altern unterschiedlich: Der eine bemerkte schon im Studium das erste graue Haar, der andere wirkt noch als Rentner jugendlich-sportlich. Doch was sind die Gründe dafür? Wie lässt sich das biologische Alter einer Person bestimmen und welche Rückschlüsse ergeben sich daraus für den weiteren Alterungsprozess? Um den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen, hat Professor Dr. Alexander Bürkle fünf Jahre lang die Gesundheitsdaten von 3.300 Probanden im Alter von 35 bis 74 Jahren protokolliert. Ein Datenschatz, der noch unter vielen anderen Gesichtspunkten Erkenntnisse liefern wird. In drei Jahren wissen wir mehr – so hoffen die Wissenschaftler.

Prof. Sara Czaja, Miami(03.08.2016) Pokémon GO ist das beste Beispiel: Wer spielt, sitzt weniger und bewegt sich deutlich mehr als früher. Technologie kann dazu beitragen, unmöglich Geglaubtes möglich zu machen. Und das gilt auch für die Generation 80+. „Wer keinen Zugang zu Technologie hat oder nicht in der Lage ist, sie zu nutzen, wird es extrem schwer haben, sich in der heutigen technologieorientierten Welt zurechtzufinden und alltägliche Herausforderungen zu bewältigen“, weiß Sara J. Czaja, wissenschaftliche Direktorin des Center on Aging und Professorin für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Leonard M. Miller School of Medicine der Universität von Miami. „Das fängt schon mit der WhatsApp-Nachricht an die Enkelin, der Suche nach Gesundheitsinfos und der Onlineüberweisung der nächsten Rechnung an.“ Technologie muss deshalb auch für alte und hochbetagte Menschen zugänglicher, nützlicher und nutzbarer werden, fordern die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG).

Prof. Susan Kurrle(27.07.2016) In Australien sorgt ein neues Konzept für den Umgang mit Demenzpatienten im Krankenhaus für Aufsehen: Die Betreuungssituation von älteren Menschen mit Demenz hat sich als dessen Folge deutlich verbessert. Bei den Klinik-Mitarbeitern gibt es ein besseres Verständnis für diese Patienten. In den Kliniken wurde durch gezielte Untersuchungen die Demenz häufiger erstmals diagnostiziert. Auch haben Krankenhäuser, die an diesem Projekt beteiligt waren, ihre Krankenhaus-Umgebung den Bedürfnissen der älteren Patienten angepasst und sicherer gestaltet. Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), einen gemeinsamen Austausch anzuregen.

Prof. Ian Cameron, Sydney(22.07.16) Die positive Kosten-Nutzen-Rechnung von Rehabilitationsmaßnahmen in der Geriatrie ist Konsens: Die Lebensqualität verbessert sich, Pflegebedürftigkeit wird vermindert oder verhindert. Trotzdem ist die Zahl der vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ausgesprochenen Reha-Empfehlungen mit knapp 31.000 im Jahr 2015 bei fast 1,5 Millionen Begutachtungen viel zu gering.

Was muss sich also am deutschen Angebot für die Rehabilitation älterer Menschen verbessern? Welche Konzepte verfolgen andere Länder? Welche aktuellen Erkenntnisse liefert die Forschung? Diesen Fragen widmen sich die beiden Fachgesellschaften der Altersmedizin, die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) – mit überraschenden Antworten! So birgt eine rein stationäre Rehabilitation auch Nachteile; Reha im heimischen Umfeld ist von der Effizienz her der stationären Rehabilitation gleichzusetzen.

PD Dr. Andreas Wiedemann(06.07.2016) Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Doch vor allem ältere Menschen verlieren ungewollt Urin – etwa beim Husten – oder schaffen es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette. Schätzungen zufolge sind ca. 40 % der über 70-Jährigen in Deutschland inkontinent. Entsprechend viele ältere Patienten werden wegen ihrer Inkontinenz behandelt. Daher brauchen die betreuenden Ärzte Behandlungsleitfäden und Studien, um bestmöglich behandeln zu können.

Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen. Die AG hat in akkurater Detailarbeit Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf ältere Patienten bewertet – und die Ergebnisse in einer aktualisierten Leitlinie zu Harninkontinenz veröffentlicht. Diese hat nun den S2e-Status der zertifizierenden Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erhalten. Damit ist offiziell bestätigt, dass eine systematische Evidenz-Recherche stattgefunden hat.

Dr. Andreas LeischkerMareike Maurmann(08.06.2016) Bis zu zwei Drittel der geriatrischen Patienten sind von einer Mangelernährung betroffen. Dabei hat die Ernährung Auswirkungen auf Dauer und Erfolg von Therapien sowie Schwere und Häufigkeit von Komplikationen Wie Mediziner ihren Blick schulen und Konsequenzen ziehen können, darüber sprechen im Doppelinterview Ernährungswissenschaftlerin Mareike Maurmann, Meinerzhagen, und Dr. Andreas Leischker, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Alexianer in Krefeld.

Dr. Kilian Rapp(11.05.2016) Es ist eine der größten Gesundheitskampagnen Deutschlands: Mehr als 10.000 Senioren will das Programm „Trittsicher durchs Leben“ bis Ende 2017 erreichen. Angeboten von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), dem Deutschen LandFrauenverband (DLV), dem Deutschen Turner-Bund (DTB) und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart (RBK), werden Bewegungskurse, Vor-Ort-Beratungen und Osteoporose-Vorsorgetermine in ländlichen Regionen angeboten. Und das völlig kostenlos.

Dr. Ploenes(21.04.2016) Wenn Schmerzen in den Beinen zum Stehenbleiben zwingen: Rund 4,5 Millionen Deutsche leiden an Durchblutungsstörungen in den Extremitäten, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) ist nun eine neue S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge erschienen, auch mit Blick auf erweiterte Therapiemöglichkeiten katheterinterventioneller Verfahren. Insgesamt 23 Fachgesellschaften waren beteiligt – auch die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Denn gerade bei geriatrischen Patienten ist die Behandlung schwierig, da Symptome oft spät erkennbar sind.

Dr. Tania Zieschang(06.04.2016) Leitungswechsel der Arbeitsgruppe Demenz: Dr. Tania Zieschang, Chefärztin der Akutgeriatrie am Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg, übernimmt zum 1. April die AG-Leitung. Offiziell neu formieren wird sich die AG im September in Stuttgart im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Doch Dr. Zieschang sorgt schon vorab für Schwung: Gleich drei Symposien zum Thema Demenz will die AG zum Programm beisteuern und so Interessierte zur Mitarbeit animieren.

Versterben nach Sturz nicht-natürliche Todesart(14.03.2016) Fenster geputzt, von der Leiter gestürzt, innerlich verblutet durch eine Milzruptur: Todesfälle wie dieser scheinen eindeutig. Warum es trotzdem notwendig ist, die Todesart als „nicht-natürlich“ anzugeben und die Polizei zu alarmieren? „Die Kausalkette zum Tod ist ganz individuell“, erläutert Dr. Ricarda Arnold vom Universitätsklinikum Jena. Auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie sprach die Rechtsmedizinerin beim Alterstraumatologie Kongress 2016 in Marburg über die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften im ärztlichen Alltag. Denn gerade bei geriatrischen Patienten sind letale Stürze oft durch Faktoren wie Demenz, Mangelernährung, neurologische oder kardiale Erkrankungen bedingt. „Dann stehen Ärzte vor schwierigen Einzelfallentscheidungen, die immer wieder heiß diskutiert werden im Kollegenkreis.“ Dabei ist die Rechtslage eigentlich klar.

Pneumokokken-Impfung – Mit Blick auf ältere Patienten wird falscher Impfstoff favorisiert(02.03.2016) Pneumokokken sind die häufigste Ursache für Lungenentzündungen. Menschen über 60 Jahre sind besonders gefährdet: Bei ihnen sind 80 Prozent der Erkrankungen auf die Bakterien zurückzuführen. Seit Jahren wird daher zu einer Impfung geraten. Nun ist jedoch eine Diskussion um das Vakzin entbrannt: In einem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widersprechen Experten der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Co-Autor Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner, Sprecher der AG-Impfen der DGG, Chefarzt der Geriatrischen Klinik und Tagesklinik am Helios Klinikum Schwelm und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke, erläutert die Hintergründe.

Wechselwirkungen(19.11.2015) Viel hilft viel, denkt so mancher während der kalten Jahreszeit. Und kompensiert mangelnde Sonnenstunden und Bewegung mit Vitamin-Tabletten oder einer Extraportion Obst und Gemüse. Klingt gesund – kann sich aber ins Gegenteil verkehren, falls gleichzeitig Medikamente eingenommen werden. Denn die Ernährung kann die Wirkung von Arzneimitteln stark verändern, warnt Prof. Dr. Martin Wehling vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Die Folgen können erheblich, wenn nicht sogar tödlich sein.