Älterer Mann fährt im Dunkeln Auto

(29.11.2017) Eingebrannt hat sich das Bild vom älteren Unfallverursacher schnell. Forderungen, wonach das Autofahren ab einem bestimmten Alter nur noch mit einem Leistungszertifikat oder verpflichtenden Gesundheitschecks erlaubt sein soll, erteilt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) eine Absage. „Dieses pauschale Vorgehen ist aus medizinischer Sicht grundsätzlich abzulehnen“, sagt Professor Jürgen M. Bauer, DGG-Präsident und Lehrstuhlinhaber an der Universität Heidelberg sowie Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg. Auch Zahlen des ADAC belegen: Menschen ab dem 65. Lebensjahr sind vielmehr gefährdet, als dass von ihnen eine Gefahr ausgeht. 30 Prozent der Verkehrstoten in Deutschland sind 65 Jahre alt und älter. Fast jeder zweite getötete Radfahrer oder Fußgänger fällt in die gleiche Altersklasse. „Was wirklich hilft, sind regelmäßige, freiwillige Gesundheitschecks aus einer geriatrischen Perspektive, bei denen auch Mehrfacherkrankungen, die Medikamentenversorgung und altersbedingte Einschränkungen gezielt untersucht werden“, so Bauer.

Logo der Lohfert-Stiftung

(29.11.2017) Kulturwandel im Krankenhaus: Multidimensionale Konzepte zur Verbesserung der (Patienten-) Sicherheitskultur – so lautet das Ausschreibungsthema für den Lohfert-Preis 2018. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, übernimmt die Schirmherrschaft für den mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2018.

Älterer Mann isst zu Mittag im Klinikbett

(15.11.2017) Die S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Neurologie“ hat die nächste Entwicklungsstufe genommen und wurde auf europäischem Niveau aktualisiert. In den vergangenen zwei Jahren hat eine interdisziplinäre, internationale Arbeitsgruppe der Europäischen Fachgesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) daran gearbeitet. Beteiligt war auch die Arbeitsgruppe Ernährung und Stoffwechsel der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG): „Mit der Weiterentwicklung ist es uns gelungen, neueste Erkenntnisse für Neurologen und Geriater aufzubereiten”, sagt AG-Sprecher Professor Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation im Marienhospital Herne und Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Ruhr-Universität Bochum. Die Leitlinie ist ab sofort im Fachjournal Clinical Nutrition abrufbar.

Foto (v.l.): DGG Past-President Privatdozent Dr. Rupert Püllen, DGG President elect Professor Hans Jürgen Heppner, Preisträgerin Anna Maria Schwarz sowie DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer.

(02.11.2017) Die Sieger stehen fest: Im Rahmen des DGG-Jahreskongresses in Frankfurt am Main wurden Ute Nastali vom Universitätsklinikum Krems und ihre Forscherkollegen mit dem 1. Posterpreis der DGG prämiert. Für ihr Poster „Presbyphagie: Beurteilung der oralen Phase des Schluckens durch M-Mode Sonografie“ erhielt das Team die Preissumme von 500 Euro. Sie hatten schluckgesunde junge und alte Frauen mit B- und M-Mode Sonografie während des Schluckens untersucht und fanden Grund zur Annahme, dass die Untersuchung der intraoralen Phasen des Schluckaktes mithilfe des M-Modes eine sinnvolle Ergänzung zur Dysphagiediagnostik darstellt.

(v.l.): DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer, Preisträger Professor Kilian Rapp, DGG President elect Professor Hans Jürgen Heppner sowie DGG Past-President Privatdozent Dr. Rupert Püllen.

(25.10.2017) Der mit 5.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht in diesem Jahr an Professor Kilian Rapp (Foto, 2. v.l.), Oberarzt der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Ausgezeichnet wird er für seine herausragende Forschungsarbeit in der Geriatrie. Rapp beschäftigt sich insbesondere mit der Häufigkeit, den Gründen und Konsequenzen von Hüftfrakturen bei Menschen im hohen Lebensalter. Dabei konnte er unter anderem aufzeigen, dass das Frakturrisiko bei Personen mit Pflegebedarf extrem hoch ist. Überreicht wurde der Preis im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Frau schenkt alter Dame Kaffee ein

(18.10.2017) Wie steht es um die klinischen Spezialstationen für Patienten mit Demenz in Deutschland? Diese Frage stellt sich die Arbeitsgruppe Demenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und wendet sich mit einer bundesweiten Online-Umfrage an alle geriatrischen Abteilungen. „Wir möchten uns einen genauen Überblick über segregative Spezialbereiche für Menschen mit Demenz verschaffen, weil immer mehr medizinische Organisationen fundierte Informationen darüber benötigen“, sagt AG-Sprecherin Dr. Tania Zieschang, Oberärztin der Klinik für Akutgeriatrie des Agaplesion Bethanien Krankenhauses Heidelberg. Nehmen Sie jetzt teil, es dauert nur wenige Minuten: Hier geht es zur Online-Umfrage.