Demenz - die Herausforderung der Zukunft(09.08.2012) Für das größte Treffen zum Thema Altersmedizin im deutschsprachigen Raum vom 12. bis 15. September erwartet die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mehr als 1.000 Altersmediziner, Wissenschaftler, Pfleger und weitere Interessierte im ehemaligen Bundestag in Bonn. Ein Schwerpunktthema des Kongresses: Die gewaltigen Herausforderungen, die immer mehr Demenzkranke für unser Gesundheitssystem und die Gesellschaft bedeuten.


„Demenz – Die Herausforderung der Zukunft“ ist deshalb auch ein Thema der Pressekonferenz am Donnerstag den 13. September ab 12.00 Uhr. Hierzu läd die DGG Vertreter der Presse recht herzlich ein.


Demenz im Krankenhaus

Die Demenz im Krankenhaus ist die Herausforderung der Zukunft. Ab 2020 wird jeder fünfte Krankenhauspatient unter einer Demenz leiden. Und die Demenz kommt nicht allein: Sie geht einher mit Sturz und Schenkelhalsbrüchen, Herzinfarkt oder akuter Infektion. Die Krankenhäuser sind mit diesen Patienten häufig hoffnungslos überfordert. „Die Akutkrankenhäuser in Deutschland sind bisher auf die Behandlung und Pflege von Demenzkranken nicht eingestellt“. Das kritisiert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, Priv.-Doz. Dr. Werner Hofmann, anlässlich der Jahrestagung der Fachgesellschaft vom 12. bis 15. September in Bonn.


Einweisung wegen körperlicher Erkrankungen

Nur rund sechs Prozent der Patienten kommen wegen ihrer Demenzerkrankung primär in die Klinik, die meisten von ihnen müssen wegen ursächlicher Körper-Erkrankungen in stationäre Behandlung, zum Beispiel wegen eines Oberschenkel-halsbruches. Die Demenz kommt häufig begleitend dazu (Komorbidität). „Der Demenzkranke reagiert auf die fremde Umgebung, die Hektik der Notaufnahme, den gedrängten Zeitplan, auf das Blutabnehmen und andere unangenehme Unter-suchungen häufig mit Angst, Unruhe und Wutausbrüchen“, beschreibt Hofmann das Problem. Ärzte und Pflegekräfte in den Kliniken sind damit oft überfordert. Die Notaufnahme wird „aufgemischt“.


Pressekonferenz am Donnerstag 13. September 12.00 Uhr

Welche Schritte aus Sicht der Altersmedizin nötig sind, um die Versorgung von Demenzkranken auch in Akutkrankenhäusern zu gewährleisten, berichtet und diskutiert der Demenzexperte Hofmann auf der Pressekonferenz der DGG am Donnerstag, 13. September um 12.00 Uhr.

Weitere Themen sind:

  • Vitamin D, Eiweiß und Co: Welche Ernährung alte Menschen brauchen
    Ansprechpartner: Der Kongresspräsident und künftige Präsident der DGG, Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz, Köln.
  • Arzneimitteltherapie im Alter: Was nützt und was schadet?
    Ansprechpartner: Dr. Ulrich, Thiem, Bochum. Dr. Thiem ist Mitautor der sogenannten PRISCUS-Liste, die Arzneimittel enthält, die für alte Menschen problematisch sind.
  • Besonders für Bildjournalisten interessant: Zum Thema Ernährung und Arzneimittel stellt die DGG einen so genannten Instant-Aging-Anzug für Journalisten zum Testen bereit. Spontan um 50 Jahre gealtert, unbeweglich, schwerhörig, mit müden Knochen und Augen wird deutlich, was „Gebrechlichkeit“ bedeutet und welche Probleme alte Menschen mit Tablettenverpackungen und Medikamentenzubereitungen haben können.

 

 

PM: Der geriatrische Patient in der Notaufnahme

Zusätzliches Recherchematerial: DKI-Barometer Psychiatrie

 

 

 

PM: Der geriatrische Patient in der Notaufnahme

PM: Demenz im Krankenhaus – Die Herausforderung der Zukunft

 

 

 

 

 

Die Daten in der Übersicht:
Gemeinsamer Gerontologie- und Geriatriekongress 2012
Alternsforschung: Transnational und translational
12. bis 15. September 2012
World Conference Center Bonn


Kongresswebsite:
http://www.geriatriekongress2012.de


Pressestelle

Nina Meckel
medXmedia Consulting
Westendstr. 85
80339 München
Tel.: 089-230 69 60 69
E-Mail: presse@dggeriatrie.de

Alterstraumatologisches Zentrum

Alterstraumatologisches Zentrum Geriatrisches Zertifikationsverfahren

Mehr Qualität in der Behandlung betagter Traumapatienten: Der Bundesverband Geriatrie hat unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) ein Zertifikat für Alterstraumatologische Zentren (ATZ) entwickelt. Erste Zertifizierungen sind bereits erfolgt.

Ziel ist, den spezifischen Bedürfnissen betagter Traumapatienten besser gerecht zu werden, indem geriatrischer und unfallchirurgischer Sachverstand effizient zusammenfließen. In dem neu geschaffenen Anforderungskatalog für ATZ werden die Grundlagen geschaffen, die der Zusammenarbeit beider Fachbereiche einen organisatorischen und qualitativ angemessenen Rahmen geben.

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Sterbehilfe-Debatte

SterbehilfeStellungnahme des DGG-Vorstandes

Im Januar 2014 hat Bundesgesundheitsminister Gröhe eine gesetzliche Neuregelung der „Sterbehilfe“ angekündigt. Fraktionsübergreifend sind inzwischen von verschiedenen Abgeordneten mehrere Gesetzentwürfe vorgelegt worden, die derzeit im Deutschen Bundestag diskutiert werden. Im November 2015 soll die Abstimmung darüber erfolgen. In der Praxis betreffen die diskutierten Vorschläge in erster Linie ältere Menschen. Deshalb sieht sich der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in der Pflicht, zur Sterbehilfe-Debatte insgesamt Position zu beziehen.

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