Professor Dr. Jürgen M. Bauer, Präsident der DGG

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

etwas verspätet möchte ich Ihnen für 2018 Gesundheit sowie in privater als auch beruflicher Hinsicht alles Gute wünschen. Das Neue Jahr wird sicherlich für uns Geriater wieder einige Überraschungen mit sich bringen. In Anbetracht der erfolgreichen Entwicklung unseres Faches sollten wir positiv und nicht zu sorgenvoll in die Zukunft blicken. Lassen Sie uns trotz mancher Rückschläge neue Herausforderungen mit Selbstbewusstsein annehmen und gemeinsam an den Lösungen unserer Probleme arbeiten.

Ich muss Sie bitten, sich zukünftig noch stärker in die Belange unserer Fachgesellschaft einzubringen, da wir als noch immer kleines Fach auf die Hilfe jedes einzelnen unserer Mitglieder angewiesen sind. Wenn wir an vielen Stellen unsere Interessen gemeinsam wirkungsvoll vertreten, wird uns 2018 einen wichtigen Schritt nach vorne bringen und die Anerkennung für die Geriatrie wird weiter wachsen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Start in das Neue Jahr,
Ihr Jürgen Bauer

Anja Kwetkat

(17.01.2017) Wir sind mitten in der kalten Jahreszeit – und damit inmitten der Grippe-Saison. Insbesondere für ältere Menschen bietet sich hier eine spezielle Schutzimpfung an. Die Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) rät Hausärzten, sich speziell mit den Impf-Anforderungen dieser Zielgruppen auseinanderzusetzen. „Hausärzte stehen hier häufig vor der Frage, welcher Impfstoff der hilfreichste ist. Das Alter und die Multimorbidität des Patienten spielen dabei eine große Rolle“, sagt Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der AG Impfen (Foto). „Zudem wurde gerade von der Ständigen Impfkommission eine neue Influenza-Impf-Empfehlung publiziert.“

Arzt mit Patient

(17.01.2017) Die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut bringen auch für den geriatrischen Patienten wichtige Änderungen mit sich. So wird ab Februar 2018 gegen die saisonale Influenza ein quadrivalenter Impfstoff empfohlen. Zudem gibt es weitere Geriatrie-spezifische Ergänzungen der STIKO. Neben der Influenza betrifft dies die Pneumokokken- und Herpes-Zoster-Impfung.

Die DGG-Arbeitsgruppe Impfen hat die relevanten Ergänzungen der STIKO-Impfempfehlung für geriatrische Patienten als PDF-Datei zusammengestellt.

DGG-Präsident Prof. Dr. med. Jürgen M. Bauer

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu und es ist daher ein guter Zeitpunkt, um auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.

2017 war für die Geriatrie kein einfaches, und sicherlich auch kein in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr. Unseren Bestrebungen, einen Facharzt für Geriatrie und Innere beziehungsweise für Geriatrie und Neurologie im Rahmen der Novellierung der Musterweiterbildungsordnung zu schaffen, wurde eine deutliche Absage erteilt. Unser Vorhaben ist dabei nicht nur am Widerstand der Allgemeinärzte gescheitert. Auch unter den Vertretern zahlreicher weiterer Fachdisziplinen gab es große Vorbehalte. Aus diesem Grund können wir dieses Ziel zunächst nicht wie gehofft realisieren. Wir werden dennoch an ihm festhalten. Allerdings ist es nun erneut offen und von uns zu diskutieren, wie der zukünftige Facharzt für Geriatrie beschaffen sein wird. Dass er irgendwann kommen wird, daran scheint auch die Bundesärztekammer nicht zu zweifeln.

Alte Dame misst Blutdruck

(15.12.2017) Die im November 2017 veröffentlichten niedrigeren Grenzwerte für den Bluthochdruck gefährden ältere Patienten – zumindest bei unkritischer Anwendung. Nach den neuen Empfehlungen amerikanischer Fachgesellschaften gilt jetzt nur noch ein Blutdruck von weniger als 120/80 mm Hg als normal. Bereits ab einem Blutdruck von 130/80 mm Hg liegt ein Bluthochdruck vor.

Die neuen amerikanischen Empfehlungen stützen sich auf aktuelle Untersuchungen, die in der Tat auch für ältere Patienten den Nutzen einer intensiveren Blutdrucksenkung belegen konnten. Die diesbezüglichen Studien wurden sorgfältig durchgeführt und die jeweiligen Ergebnisse sind nachvollziehbar. Das Problem taucht bei der Übertragung der Studienergebnisse auf den älteren Patienten im Praxisalltag auf. Hier sind im Wesentlichen zwei Aspekte zu nennen:

Kalender auf dem Smartphone

2018 will bereits jetzt gut geplant sein. Denn es wird nächstes Jahr eine Vielzahl interessanter Kongresse im deutschsprachigen Raum stattfinden: Auf die ÖGGG im März folgt Mitte April wie immer die DGIM – in diesem Jahr aber mit geriatrischen Schwerpunkt, da Professor Cornel Sieber als Geriater den Vorsitz hat. Nach der Sommerpause folgt dann Anfang September der DGG-DGGG Jahreskongress in Köln, um noch ein wenig Abstand zum Mitte Oktober stattfindenden EUGMS-Kongress in Berlin zu wahren.