Aktuelle Meldungen

IAGG 17 Logo(14.11.2016) INNOVATE. INCUBATE. INVIGORATE. Unter diesem Motto steht der 21. IAGG World Congress of Gerontology and Geriatrics, zu dem die International Association of Gerontology and Geriatrics (IAGG) gemeinsam mit der Gerontological Society of America (GSA) einlädt. Im kommenden Sommer werden in San Francisco aktuelle geriatrische Themen diskutiert.

Die Keynotes setzen spannende Eckpunkte: Wie kann eine qualitativ hochwertige geriatrische Palliativversorgung aussehen? Welche Faktoren beeinflussen ein gesundes Altern des Gehirns ? Welche Biomarker können dazu beitragen, kognitive Störungen frühzeitig zu erkennen? Mehr als 6000 Teilnehmer aus über 80 Ländern werden erwartet. Tragen Sie sich den Termin daher am besten schon jetzt fest in den Kalender ein!

23. bis 27. Juli 2017, San Francisco, USA

FORTA Logo(08.11.2016) Unerwünschte Effekte von Medikamenten sind ein großes Problem in der Geriatrie. Falsch dosierte oder falsch angewendete Arzneimittel beeinträchtigen die Funktionalität des Körpers, erhöhen beispielsweise die Sturzgefahr und führen womöglich zu verlängerten Behandlungszeiten im Krankenhaus. Gerade bei multimorbiden Patienten kann es so immer wieder zu Komplikationen kommen. Mediziner der geriatrischen Kliniken in Mannheim und Essen haben nun einen Lösungsansatz gefunden, mit dem sich die Fehlerquote verringern lässt, viele Nebenwirkungen ausgeschaltet werden und sich nebenbei die Lebensqualität der Patienten steigern lässt.

Ziel der Wissenschaftler war, die Über- und Unterversorgung mit Medikamenten jeweils deutlich zu verringern. „Dabei helfen einfache Negativ-Listen mit einer Übersicht an schlechten Medikamenten nicht aus“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Martin Wehling, Direktor Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. „Wir müssen herausfinden, woran es den Patienten wirklich fehlt und welche Medikamente tatsächlich helfen.“

Wehling Martin(08.11.2016) Die Ergebnisse der aktuellen VALFORTA-Studie liefern erstmals Handlungsanweisungen, wie durch eine Positiv-Negativ-Liste die Medikamentenversorgung alter Menschen verbessert werden kann. Was das für Geriater genau heißt, welche Bedeutung der neue FORTA-Score hat und welche zusätzlichen Erkenntnisse die Untersuchung liefert, hat uns Studienleiter Prof. Dr. Martin Wehling, Direktor Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Leiter der AG "Arzneimiteltherapie", im Interview erläutert.

Foto Alexander Schramm(01.11.2016) Mit Trauer haben wir die Nachricht vom Tode von Dr. Axel Schramm vernommen. Nach seiner Facharztausbildung zum Internisten ab 1976 am Universitätsklinikum in Würzburg bei H. Franke und Oberarzttätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum, Marienhospital Herne bei W. Oberwitter wurde er 1986 Chefarzt der ersten bayerischen Klinik für Geriatrie am Klinikum Bayreuth. Die Klinik entwickelte er zu einem Geriatrischen Zentrum mit zusätzlicher Leitung der geriatrischen Rehabilitationsklinik Roter Hügel ab 1995 und der Tagesklinik ab 1997.

Er war Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Ärztlichen Arbeitsgemeinschaft zu Förderung der Geriatrie in Bayern (AFGiB) und hatte maßgeblich Anteil an der Konzeption und Entwicklung der "Geriatrie in Bayern-Datenbank" (Gib-DAT). Ein besonderes Interesse galt Fragen der Struktur- und Prozessqualität in der klinischen Geriatrie, die sich auch überregional in der Arbeit der damaligen Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen (heute Bundesverband Geriatrie) niederschlugen. Neben seiner Patientenzentrierung im Sinne einer ganzheitlichen und ethisch begründeten Vorgehensweise zeichnete er sich aus durch seine integrative und multidisziplinäre, teamorientierte Sichtweise auf die Probleme geriatrischer Patienten. Seine schwere Erkrankung zwang ihn 2009, die Berufstätigkeit zu beenden.

Am 23. Oktober 2016 ist Dr. Axel Schramm gestorben und wir verlieren mit ihm einen allzeit engagierten und kritischen Geist und Motor. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie dankt ihm für sein jahrzehntelanges Engagement für das Fach Geriatrie und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und Angehörigen.

Katrin Singler (26.10.2016) Die Zahl der geriatrischen Patienten steigt deutlich an – und für viele ist die Notaufnahme erste Kontaktstelle beim Weg ins Krankenhaus. Im Notfall sind es Hochrisikopatienten – schon für die Erstaufnahme ist geriatrisches Wissen nötig. Doch in der Vergangenheit gab nur wenige Berührungspunkte zwischen Notaufnahme und Geriatrie. Erst in den vergangenen Jahren kam ein verbesserter Austausch unter den Medizinern zustande. Damit diese Verbindung nicht nur hält, sondern auch fachlich ausgebaut werden kann erschien nun erstmals ein internationales und über viele Fachgesellschaften greifendes Positionspapier. „Wenn unsere erarbeiteten Ratschläge von Geriatern und Notfallmedizinern übernommen werden, kann das dazu beitragen die Versorgungsqualität geriatrischer Patienten deutlich zu verbessern, sagt Privatdozentin Dr. Katrin Singler, Oberärztin der Geriatrischen Klinik am Klinikum Nürnberg, und Mitglied der DGG-Arbeitsgruppe „Notfall- und Intensivmedizin“ sowie der Arbeitsgruppe „Der ältere Patient in der Notfallmedizin“ der DGINA. Unter ihrer und Herrn Prof. Dormanns (DGINA) Leitung wurde das Positionspapier mit dem Titel „Der geriatrische Patient in der Notaufnahme“ in den vergangenen zwölf Monaten erarbeitet.

Dr. Rupert Puellen (19.10.2016) Der demografische Wandel sorgt weltweit für Veränderungen und stellt Mediziner vor besondere Herausforderungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dazu den „Report on Aging and Health“ vorgelegt, der die Probleme beim Namen nennt. Doch welche Konsequenzen könne Geriater daraus genau ziehen? DGG-Past-President PD Dr. Rupert Püllen hat im Rahmen des Stuttgarter Geriatrie-Kongresses wesentliche Erkenntnisse des Reports vorgestellt und beschrieben, was das für die Geriater in Zukunft bedeutet.

Klar ist, dass die Welt in unterschiedlichen Geschwindigkeiten altert. In westeuropäischen Ländern wie Frankreich hat es 150 Jahre gedauert, bis sich der Anteil der über 60-Jährigen von zehn auf 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung erhöht hat. Länder wie Indien, Brasilien oder China haben dazu weniger als 25 Jahre benötigt. „Bei allen Klagen sind wir ziemlich privilegiert, wir haben mehr Zeit und deutlich mehr Ressourcen, um uns mit dem Wandel zu beschäftigen“, sagt Püllen.

Andrejew Norbert Dr(19.10.2016) Dr. Norbert Andrejew, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III, dem Zentrum für Altersheilkunde am Klinikum Crailsheim, ist neuer Vorsitzender der AG Alterstraumatologie. Der bisherige Stellvertreter übernimmt das Amt von Dr. Andreas Leischker, der bereits im vergangenen Jahr verlauten ließ, als AG-Leiter ab Herbst 2016 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Neuer Stellvertreter ist Dr. Jürgen Bludau, Chefarzt der Geriatrie am DRK Klinikum Hachenburg.

Der Schwerpunkt der AG wird weiterhin die Arbeit an Musterbehandlungspfaden für alterstraumatologische Zentren sein. „Die in der AG erarbeiteten Behandlungspfade haben sich für die  Einrichtungen, die eine Zertifizierung anstreben, als hilfreich erwiesen. Die regelmäßige Überarbeitung steht also weiter an“, weiß der neue AG-Leiter Dr. Norbert Andrejew. Ebenfalls auf der Agenda stehen weiterhin das Erfassen von Fortbildungskonzepten, Behandlungsstrukturen und natürlich das Vernetzen der AG Mitglieder.

AG Dysphagie(05.10.2016) Management-Update der DGG-Arbeitsgruppe Dysphagie: Neue Studienergebnisse geben Aufschluss über erhebliche Applikationsfehler von Medikamenten bei Patienten mit Dysphagie. Damit hat sich die DGG-Arbeitsgruppe Dysphagie um Leiter Dr. Martin Jäger aus Dortmund beschäftigt. Oropharyngeale Dysphagie (OD) ist ein weit verbreitetes und mit dem demogaphischen Wandel zunehmend häufiger auftretendes Krankheitsbild, das einen unabhängigen Prädiktor lebensbedrohlicher Komplikationen darstellt und mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziert ist.

Preistraeger Foerderpreis 2016 (29.09.2016) „Zahnärzte lernen das Altern kennen – die berufsgruppenspezifische Sensibilisierung durch den Gero-Parcours“ – mit diesem Posterbeitrag sicherte sich Frau Dr. Angela Stillhart den zum zweiten Mal ausgelobten Förderpreis für Interdisziplinäre Altersforschung. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. „Wie der Name schon sagt, dient dieser Preis der Förderung der Interdisziplinarität der Forschung und der Translation von Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Altersforschung“, erläuterte Prof. Dr. Dr. Gerald Kolb bei der Preisverleihung. „Ich freue mich deshalb sehr, einen so gelungenen Beitrag aus der Alterszahnmedizin auszeichnen zu dürfen!“ In seiner Funktion als Vorsitzender des Preiskomitees übergab Kolb den Förderpreis stellvertretend an Frau Prof. Ina Nitschke, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin e. V. und Leiterin der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin an der Universität Zürich.

Posterpreistraeger 2016(29.09.2016) And the winner is Düsseldorf! Frau Dr. Niloofar Ale-Agha und Kollegen wurden auf dem gemeinsamen Jahreskongress von DGG und DGGG in Stuttgart mit dem ersten Posterpreis ausgezeichnet. Ihr Poster „Mitochondrial function of Telomerase Reverse Transcriptase in cardiovascular aging“ setzte sich gegenüber den insgesamt 120 weiteren Postern in 13 verschiedenen Kategorien durch. Ale-Agha präsentierte Ergebnisse ihrer jüngsten Erkenntnisse, die sie auf dem Gebiet der Molekularen Alternsforschung am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung der Universität Düsseldorf gewinnen konnte. 1.000 Euro sind mit dem Gewinn des ersten Posterpreises verbunden.

Copyright: Turismo de Lisboa wwwvisitlisboacom

(28.09.2016) Nur noch eine knappe Woche bis zum nächsten großen Kongress! Vom 5. bis 7. Oktober treffen sich Geriater und andere Experten des geriatrischen Teams aus ganz Europa in Lissabon, um die aktuellen Entwicklungen des Faches zu diskutieren und den länderübergreifenden Austausch zu pflegen. Bislang haben sich Teilnehmer aus 54 Nationen angemeldet. Das Motto: “Discovering new ways in the World of Geriatrics” – kommen Sie nach Lissabon und entdecken Sie mit!

Hier können Sie das prä-finale Programm herunterladen.

Alle Informationen zum Kongress finden Sie unter: www.eugms.org/2016.html

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Tabletten(22.09.2016) Wie lässt sich verhindern, dass potenziell inadäquate Medikamente für unabhängig lebende Senioren verschrieben werden? Mit dieser Frage haben sich sieben Mediziner im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit beschäftigt. Koordiniert wurde das Projekt von PD Dr. Ulrich Thiem, ehemaliges Mitglied im DGG-Vorstand und Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Geriatrie-Zentrum Haus Berge in Essen. Er hat die Ergebnisse der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie jetzt im Rahmen des gemeinsamen DGG/DGGG-Kongresses in Stuttgart vorgestellt. Die Erkenntnis: Die Intervention war wohl zu schwach. Es konnten keine nennenswerten Verbesserungen für die Patienten gemessen werden. „Noch wissen wir also nicht, wie wir das Problem der potenziell inadäquaten Medikation am besten in den Griff bekommen.“

Mit der RIME-Studie („Reduction of potentially Inappropriate Medication in the Elderly”) wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie sich potenziell inadäquate Medikation bei noch selbstständig lebenden Senioren in hausärztlicher Behandlung reduzieren lässt. Lange wurde das Problem in Deutschland nicht wissenschaftlich untersucht. Erst seit 2010 gibt es mit PRISCUS eine Negativliste an Medikamenten, die älteren Menschen nicht verschrieben werden sollten. „Wir wissen aber noch nicht, was passiert, wenn wir diese Empfehlungen konsequent anwenden. Nur weil ein Medikament, das auf der Liste steht, vermieden wird, muss es dem Betroffenen nicht gleichzeitig besser gehen“, sagt Thiem.

Thiem Ulrich(22.09.2016) Die Ergebnisse der dreijährigen RIME-Studie haben enttäuscht. Und doch sieht Studienkoordinator PD Dr. Ulrich Thiem die Forschung auf einem guten Weg. Welcher das genau ist, und wie Benchmarking für eine verbesserte Medikation sorgen könnte, hat er im Interview näher erläutert.

Was haben Sie sich von der RIME-Studie versprochen?
PD Dr. Ulrich Thiem: Wir wollten damit erstmals untersuchen, ob die konsequente Anwendung einer Negativliste wie der PRISCUS-Liste bei Medikamenten auch gleichzeitig eine Qualitätssteigerung bei der Behandlung von Senioren bedeutet. Nur weil der verschreibende Arzt die Hinweise von PRISCUS beachtet, muss das nicht automatisch bedeuten, dass es dem Patienten besser geht.

Impfung(22.09.2016) Leuchtende Blätter und kühle Temperaturen verraten es: Der Herbst nähert sich mit großen Schritten. Höchste Zeit also, an die Influenzaimpfung der Patienten zu denken! Die STIKO hat zudem am 29.08.16 neue Empfehlungen zur Pneumokokkenimpfung herausgegeben – die Zoster-Impfung wurde dagegen nicht berücksichtigt. Die AG Impfen hat die aktuellen Empfehlungen beim Kongress in Stuttgart diskutiert – und gibt im Folgenden einen Überblick.

Preisverleihung Schiffbauer Ehrenpreis 2016(15.09.2016) Der Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung ging in diesem Jahr an Professor Dr. med. Agnes Flöel von der Charité Universitätsmedizin Berlin. Hier erforscht Flöel im Exzellenzcluster NeuroCure Clinical Research, wie Hirnstimulation z. B. bei Schlaganfallpatienten zur Verbesserung der Lernleistung eingesetzt werden kann. „Ihre Arbeiten ‚Transcranial direct current stimulation in mild cognitive impairment: Behavioral effects and neural mechanisms’ sowie ‘Electrical stimulation of the motor cortex enhances treatment outcome in post-stroke aphasia’ gehören inhaltlich zusammen und wurden von der Jury im gemeinsamen Kontext bewertet und ausgezeichnet”, erläuterte Past-President PD Dr. Rupert Püllen in der Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Jahreskongresses von DGG und DGGG am Samstag. „Diese Leistung verdient unseren größten Respekt. Herzlichen Glückwunsch!“

Preisverleihung Schiffbauer Foerderpreis 2016(15.09.2016) Für ihre Forschungsarbeit „Sex-specific associations of established and emerging cardiac biomarkers with all-cause mortality in older adults: the ActiFE study“ wurde am Samstag im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Jahreskongresses der DGG und der DGGG Frau Dr. Dhayana E. Dallmeier mit dem Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und würdigt herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geriatrie, die in deutscher oder englischer Sprache publiziert wurden. Strahlend nahm die Preisträgerin ihre Glückwünsche, Urkunde und einen Strauß Blumen entgegen.

Stuttgart 2016 Abstimmung Mitgliederversammlung(09.09.2016) Leitlinienarbeit, AG-Treffen, Gremienarbeit, eigene Kampagnen – das ist ohne ein finanzielles Polster im Rücken nicht möglich. „Zwar steht die DGG derzeit finanziell auf sicherem Boden“, bestätigte Schatzmeister PD Dr. Ulrich Thiem in der gestrigen Mitgliederversammlung, „aber auch bei günstiger Entwicklung kann sich die DGG ohne neue Finanzierungskonzepte nicht in dem Maße wie eigentlich notwendig einbringen und sich konzentriert um inhaltlich wichtige Projekte kümmern.“ Entsprechend brachte der Vorstand einen Antrag zur moderaten Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrags in die Mitgliederversammlung ein. Und die Mitglieder stimmten gestern mit großer Mehrheit bei 10 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen dem Antrag zu!

DGG Vorstand 2016 bis 2018(09.09.2016) Professor Dr. Jürgen Bauer ist neuer Präsident der DGG. Die 140 anwesenden Mitglieder bestätigten gestern in der turnusgemäß durchgeführten Vorstandswahl die Kandidatur des President-elect zum Präsidenten. Die kommenden zwei Jahre wird der Lehrstuhlinhaber an der Universität Heidelberg und Ärztliche Direktor des Agaplesion Bethanien-Krankenhauses Heidelberg die Fachgesellschaft führen. „Eine spannende und wichtige Aufgabe. Ja, ich nehme die Wahl an!“ sagte Bauer gestern Abend in der Mitgliederversammlung.

PD Dr. Rupert Püllen wurde ebenfalls durch die in der Satzung vorgesehene Rotation zum Past-Präsidenten und hierfür noch einmal einstimmig, ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen, gewählt. Als Weiterbildungsbeauftragter wurde Dr. Michael Meisel erneut gewählt.

Neubesetzung von drei Ämtern

Gleich drei neue Gesichter wurden in Vorstandsämter gewählt:

Ärztin spritzt ältere Patientin(05.09.2016) „Nach gründlicher Analyse aller verfügbaren Studien empfiehlt die STIKO auch weiterhin für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren eine alleinige Impfung mit PPSV23.“ Nach dieser in der vergangenen Woche veröffentlichten neuen STIKO-Empfehlung zur Pneumokokken-Schutzimpfung, nimmt die AG Impfen dieses Thema zum Anlass, während des AG-Treffens in Stuttgart über mögliche Reaktionen aus den Reihen der Altersmediziner zu diskutieren. Das Treffen findet am Mittwoch, den 07.09.16, von 14:00-15:00 Uhr im Studio B statt. „Wer ebenfalls weiterhin Vorzüge für PCV13 sieht oder durch Studien, eigene Erfahrungen oder weitere Evidenz eine Meinung zu diesem Thema hat, ist herzlich eingeladen, diesem Treffen beizuwohnen!“, sagt Prof. Hans-Jürgen Heppner. Denn er ist überzeugt: „Der Konjugatimpfstoff PCV13 ist wirksamer für ältere Menschen als der Polysaccharidimpfstoff PPSV23!“

Leider ist es nun so, dass es in Deutschland mit der neuen Veröffentlichung der STIKO zwei gänzlich unterschiedliche Empfehlungen gibt, da die neue „S3-Leitlinie Ambulant erworbene Pneumonie“  genau konträr zur STIKO argumentiert. Dies wird sicher zu  einer unnötigen Verunsicherung bei den Kolleginnen und Kollegen führen. Bleibt außerdem noch abzuwarten, wie sich der Gemeinsame Bundesausschus (GBA) entscheidet.

Bereits zum Jahresanfang waren sich die Experten der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) einig und veröffentlichten ein Positionspapier sowie im März eine Pressemeldung, um die Vorzüge für PCV13 für ältere Patienten durch Evidenz zu unterstreichen.

Agape Foerderverein Logo(01.09.2016) AGape e.V. verleiht in diesem Jahr zum sechsten Mal einen Förderpreis. Damit zeichnet der Verein ein innovatives, in der Praxis umgesetztes, alltagsrelevantes kommunales Projekt aus den Bereichen Alter(n)smedizin / Gerontologie / Altenhilfe aus – also z.B. zu den Themen Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation oder Pflege. Bewerben können sich Einzelpersonen, aber auch Teams und Institutionen. Der Preis ist mit 2.000 € dotiert, Bewerbungsschluss ist der 10. November 2016.

Details zur Ausschreibung...

Dr. Gabriele Roehrig-Herzog(25.08.2016) Gabriele Röhrig-Herzog gründet für die DGG die AG-Anämie. Obwohl Anämie im klinisch-geriatrischen Alltag häufig vorkommt, mangelt es aktuell noch an klaren Diagnostik- und Behandlungsempfehlungen. Die Ergebnisse der ersten deutschen multizentrischen Prävalenzstudie hinsichtlich Anämie bei stationär geriatrischen Patienten konnten zeigen, dass mindestens jeder zweite aufgenommene Patient eine Anämie hatte. Doch stellt schon die Festlegung des Grenzwertes, ab wann ein Patient als „anämisch“ gilt, bei älteren Patienten eine Herausforderung dar, denn die konventionellen Referenzwerte der WHO sind nicht problemlos auf ältere Menschen zu übertragen. Auch sind die Ursachen einer Anämie im höheren Lebensalter bisher nicht alle bekannt. Was die bisher durchgeführten Untersuchungen aber zeigen: Anämien treten oft im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen auf. Betroffene haben eine eingeschränkte Alltagskompetenz, ein höheres Risiko für schlechtere Krankheitsverläufe und eine höhere Mortalität. So lautet eine der ersten Forderungen der AG: Eine Anämie bei einem alten Menschen ist nicht „normal“ und sollte abgeklärt werden! Dafür gilt es Diagnostik- und Behandlungsstrategien zu entwickeln, dem multimorbiden geriatrischen Patienten entsprechend in einem interdisziplinären Team. Daher ist die AG Anämie auch multiprofessionell ausgerichtet und offen für alle Fachbereiche die mit der Betreuung älterer Anämiepatienten befasst sind, wie z.B. klinisch tätige und niedergelassene Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Pathologen, Hämatologen oder Pharmazeuten.