Aktuelle Meldungen

iStock 000041490438 XXXLarge klein(25.11.2015) Das EU Netzwerk ProFouND - Prevention of Falls Network for Dissemination - hat in diesem Monat die wichtigsten evidenzbasierten Empfehlungen zur Sturzprävention konsentiert und herausgegeben. Denn welche Maßnahmen helfen wirklich, Stürze zu reduzieren?

In Zusammenarbeit mit weltweit führenden Wissenschaftlern wie Stephen Lord (Sydney); Vicky Scott (Vancouver); Chris Todd (Manchester); Dawn Skelton (Glasgow) und Jorunn Helbostad (Trondheim) haben Prof. Clemens Becker, Dr. Niki Brenner und Karin Kampe aus Stuttgart für die DGG die „Factsheets“ zu den Themenfeldern Training, Umgebung, Sehen und Medikamente in kurzer und prägnanter Form zusammengestellt. Die Sammlung gibt Hinweise, wie mithilfe individualisierter Maßnahmen und umfassender Betreuung die Häufigkeit von Stürzen reduziert werden kann.

Wechselwirkungen(19.11.2015) Viel hilft viel, denkt so mancher während der kalten Jahreszeit. Und kompensiert mangelnde Sonnenstunden und Bewegung mit Vitamin-Tabletten oder einer Extraportion Obst und Gemüse. Klingt gesund – kann sich aber ins Gegenteil verkehren, falls gleichzeitig Medikamente eingenommen werden. Denn die Ernährung kann die Wirkung von Arzneimitteln stark verändern, warnt Prof. Dr. Martin Wehling vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Die Folgen können erheblich, wenn nicht sogar tödlich sein.

Forschung(10.11.2015) Die Nutricia GmbH schreibt in diesem Jahr zu Ehren der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Werner Fekl den mit € 5.000 Preisgeld dotierten Förderpreis für medizinische Ernährungsforschung aus. Nachwuchswissenschaftler können sich bis zum 29. Februar 2016 bewerben. Verliehen wird der Preis im Juni 2016 auf der Dreiländertagung „Nutrition 2016“ in Dresden.

Mangelernährung(15.10.2015) Demenz ist ursächlich nicht heilbar. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf hinauszuzögern – auch durch die Ernährung. Die Chancen, aber auch die Grenzen abgestimmter Ernährung und mögliche Wechselwirkungen erläutert PD Dr. Werner Hofmann, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation am Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster.

Alterstraumatologie Kongress(06.10.2015) Unter dem Motto „Gemeinsam handeln – Mobilität bewahren – Lebensqualität erhalten“ findet vom 10. bis 11. März 2016 in Marburg der Alterstraumatologie Kongress statt. Melden Sie sich gleich online an und sichern Sie sich den Frühbucherrabatt – es lohnt sich!

Unter der wissenschaftlichen Leitung von DGG-Präsident PD Dr. Rupert Püllen und Prof. Dr. Steffen Ruchholtz (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) werden zahlreiche Keynote-Lectures, Vorträge, Workshops und Postersessions sowie Symposien den Kongress zu einer interdisziplinären und interprofessionellen Plattform machen. Im Mittelpunkt wird der Austausch über aktuelle Behandlungskonzepte und zukünftige Entwicklungen stehen.

Sturzprävention(01.10.2015) Die Bundesinitiative Sturzprävention lädt vom 27. bis 28. November nach Stuttgart ins Robert-Bosch-Krankenhaus ein. Die Tagung richtet sich an alle Interessierten am Thema Sturzprävention aus Wissenschaft und Praxis und ist aufgeteilt in Vortrags-Sessions und Workshop-Blöcke.

PD Dr. Jürgen M. Bauer(16.09.2015) Jetzt steht es fest: Europas größter und wichtigster Geriatrie-Kongress kommt nach Deutschland. 2018 soll das Jahresevent der European Union Geriatric Medicine Society (EUGMS) in Berlin stattfinden. Dafür wurde nun eine entsprechende Zusage durch den Vorstand der DGG gegenüber der EUGMS gegeben, bestätigt DGG President-elect PD Dr. Jürgen M. Bauer.

Multimedikation(01.09.2015) Das Thema Arzneimittelversorgung älterer Menschen ist selbst für erfahrene Mediziner eine Herausforderung. Chronische und Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität) tragen dazu bei, dass immer mehr Medikamente dauerhaft verschrieben werden – woraus sich teils gefährliche Wechsel- und Nebenwirkungen ergeben. Auch tragen Patienten und Angehörige oft selbst zum Problem der Mulitmedikation bei, indem sie zusätzlich zu den ärztlich verordneten Präparaten frei verkäufliche Mittel dem täglichen Bedarf hinzufügen.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) setzt sich für Gegenstrategien ein: Weniger ist mehr! Altersmediziner müssen im Krankenhaus in der Regel Medikamente reduzieren oder absetzen, um eine Besserung des Wohlbefindes ihrer betagten Patienten zu erzielen. Darüber spricht DGG-Arzneimittel-Experte Dr. Joachim Zeeh, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Geriatrischen Fachklinik Georgenhaus Meiningen, im Interview.

Broschüre BzgA(11.08.2015) Unter dem Dach des Programms „Gesund und aktiv älter werden“ entwickelt die Bundeszentrale für  gesundheitliche Aufklärung BZgA gegenwärtig das Präventionsprogramm "Älter werden in Balance". Zielsetzung des Programms ist es, durch körperliche Aktivität und Bewegung die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen in Deutschland zu fördern, Pflegebedürftigkeit so weit wie möglich hinauszuschieben und eine wachsende Sensibilisierung für das Thema Gesundheit im Alter herzustellen.

Neugründung(28.07.2015) Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Studienlage rücken Impfungen im Rahmen der Prävention bei geriatrischen Patienten immer mehr in den Fokus. So soll während des Jahreskongresses der DGG eine neue Arbeitsgruppe aus der Taufe gehoben werden: Die AG Impfen. Das Gründungstreffen findet am Freitag, den 04.09.2015, von 08:30 Uhr bis 09:30 Uhr im Hörsaal 12, 3. OG statt. Initiatoren sind Frau Dr. Anja Kwetkat, Herr Prof. Jürgen Heppner sowie Herr Dr. Andreas Leischker.

Zielsetzung: Die Arbeitsgruppe Impfen will aktuelle Studien und Empfehlungen aufarbeiten und bewerten und die Ergebnisse allen in der DGG zugänglich machen. Weiterhin will die AG Impfen aktiv Erhebungen durchführen, klare Positionen beziehen und sich mit den anderen AGs der DGG intensiv vernetzen. Visionär sehen die Initiatoren eine beratende Aufgabe der DGG bei der Ständigen Impfkommission in Deutschland.

Ursula Müller-Werdan – Copyright: UKH(28.07.2015) Sie ist die neue Chefärztin im Hause: Seit dem 1. April leitet Professor Dr. Ursula Müller-Werdan das Evangelische Geriatriezentrum Berlin (EGZB). Die Einrichtung der Charité ist eines der führenden deutschen Zentren im Bereich der Altersmedizin. Parallel hat die 54-Jährige aus dem Allgäu auch die W3-Professur für Geriatrie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin übernommen. Nach 100 Tagen im Amt zieht sie eine erste Bilanz und spricht über die Entwicklung in Berlin, in der Geriatrie an sich sowie die Veränderung der universitären Landschaft.


Wie ist Ihre persönliche Bilanz nach 100 Tagen in Berlin?

Man muss schon sagen, dass mir die Kolleginnen und Kollegen hier den Einstieg ganz leicht gemacht haben. Die Abläufe im Haus sind fantastisch eingespielt. Und das Zentrum ist sicher ein Leuchtturm im Bereich der klinischen Geriatrie. Hier können wir unseren humanitären Auftrag, die Patientenversorgung und die klinische Forschung hervorragend verbinden. Für mich heißt das auch, dass ich gleich zu Beginn meiner Zeit in die studentische Lehre eingestiegen bin.
Zudem habe ich bereits mit dem Aufbau meines eigenen Forschungsbereiches begonnen. Dabei geht es um die Alterungsprozesse des Herzens und anderer innerer Organe. Natürlich ist man zu Beginn einer solch anspruchsvollen Aufgabe sehr stark gefordert. Aber ich fange ja nicht bei Null an und ich komme jeden Tag wirklich gerne hier her. Man kann es nicht anders sagen, es ist wirklich mein absoluter Traumjob.

Wie können sich andere Kliniken an der Berliner Leuchtturm-Funktion orientieren?
Eines der aktuellen Vorhaben kann wirklich Modellcharakter haben: Der Berliner Senat hat ab Januar 2016 geriatrische Betten am Charité-Campus Benjamin Franklin in Steglitz genehmigt. Diese sind dann fest im Bettenplan ausgewiesen. Damit haben wir neben unserem Zentrum mit 152 Betten und 40 Tagesklinikplätzen einen zusätzlichen geriatrischen Standort mit 45 Betten. Ich bin wirklich begeistert, dass direkt innerhalb eines Universitätsklinikums geriatrische Betten ausgewiesen werden. Das gibt es bisher fast nirgends.

AG Dysphagie(30.06.2015) Eigentlich gibt es einen Verordnungsausschluss für Saftzubereitungen. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Kassenärzte können geriatrischen Patienten, die an Dysphagie leiden, nach individueller Prüfung durchaus entsprechende Zubereitungen verschreiben. Ermöglicht wird dies durch eine Ausnahmeregelung in der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, auf die die AG Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hinweist.

Arztpraxis(18.06.2015) Was genau ist eine geriatrische Schwerpunktpraxis? Welcher Voraussetzungen Bedarf es für die Einrichtung dieser? Welche speziellen Leistungen werden hier geboten? Wie kann die Abrechnung dieser besonderen Leistungen erfolgen? Dieser Fragen hat sich in den vergangenen Monaten die AG Ambulante Geriatrie der DGG angenommen und einen ersten Entwurf für die Etablierung geriatrischer Schwerpunktpraxen erarbeitet. Jetzt bittet AG-Leiter Dr. Thomas Hermens alle interessierten DGG-Mitglieder um Rückmeldung.

Bild Infobroschüre(08.05.2015) Die Diagnose Krebs verändert das Leben. Um den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Beschwerden wie Schluckstörungen oder Appetitlosigkeiten beeinflussen nicht nur Lebensfreude, Genuss und Entspannung, sondern können ganz konkret den Therapieerfolg negativ beeinflussen. Was Patienten selbst tun können, darüber informiert nun die Berliner Krebsgesellschaft in einer neuen Infobroschüre. Zu den Autoren zählt auch PD Dr. Rainer Wirth, der als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) das Augenmerk besonders auf die speziellen Bedürfnisse betagter Patienten richtet.

Prof. Dr. Cornel Sieber, Nürnberg und Regensburg(28.04.2015) Es ist ein wichtiges Signal für die Altersmedizin in Deutschland: Prof. Dr. Cornel Sieber ist als erster Geriater in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) gewählt worden. Ab sofort fungiert er als dritter stellvertretender Vorsitzender – und rückt 2017 zum neuen Vorsitzenden auf. Für die Fachgesellschaft, die mit mehr als 23.000 Mitgliedern eine der größten in Europa ist, hat Sieber ambitionierte Pläne.

Das Ergebnis der DGIM-Vorstandswahl am Rande des 121. Internistenkongresses im April in Mannheim wurde auch seitens der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) interessiert verfolgt. Ist doch Prof. Sieber nicht nur Mitglied der Fachgesellschaft, sondern hat auch im Vorjahr als Keynotespeaker einen vielbeachteten Vortrag beim Jahreskongress in Halle an der Saale gehalten (Link). DGG-Präsident PD Dr. Rupert Püllen zeigte sich höchsterfreut: „Diese Wahl ist für unser Fach eine sehr positive und wichtige Angelegenheit.“

Prof. Franz Boehmer(14.04.2015) Prof. Dr. Franz Böhmer, langjähriger Präsident der Österreicheichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, unser Mentor und Freund, ist nach längerer Krankheit am 6. April verstorben. Er hat sich bis zuletzt unermüdlich für die Belange geriatrischer Patienten eingesetzt – sei es in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG), als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen (ÖPIA), als wissenschaftlicher Leiter diverser Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen im Bereich Geriatrie oder als wissenschaftlicher Berater der Plattform Geriatrie.

DGG Klinikverzeichnis(08.04.2015) Die Zahl der Weiterbildungsangebote in der Altersmedizin ist auch 2014 gestiegen. Dies ergibt die neue WBO-Liste der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), die jetzt in aktualisierter Form veröffentlicht wurde. Demnach sind erstmals über 600 Ärzte in Deutschland befugt, eine Weiterbildung zum Geriater anzubieten.

Es sind beeindruckende Zahlen: Den Landes- und Bezirksärztekammern zufolge sind aktuell 604 Frauen und Männer qualifiziert, um Altersmediziner auszubilden. Das sind genau 50 mehr als im Vorjahr, also ein Plus von knapp 10 Prozent. Damit geht der Trend weiter aufwärts. Seit 2012 hat sich die Zahl der Angebote fast verdoppelt.

www.dggeriatrie.de(07.04.2015) Das Interesse an der Geriatrie wächst. Ob steigende Google-Zugriffszahlen oder Zitationen der „Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie“ – die Altersmedizin rückt immer stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Um die Berichterstattung rund um das Thema bequem im Blick zu behalten, hat die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) daher nun neue Menüpunkte auf der Website eingerichtet.

DVGG(25.03.2015) Nach der Auflösung des Dachverbandes der Gerontologischen und Geriatrischen Gesellschaften Deutschlands e.V. (DVGG): Gründung des Förderpreises „Förderpreis zur Förderung der wissenschaftlichen interdisziplinären Altersforschung“

Am 26.09.2014 fand die ordnungsgemäße, jährliche Mitgliederversammlung des Dachverbandes der gerontologischen und geriatrischen Gesellschaften (DVGG) statt. Über den genauen Verlauf gibt das beiliegend nachzulesende Protokoll zur Mitgliederversammlung Auskunft. Wichtigster und gleichzeitig einziger Tagesordnungspunkt, außer Formalien und Regularien war TOP 8 bezeichnet mit: „Antrag Auflösung des Vereins DVGG“. Vorausgegangen waren in den letzten Jahren die Diskussionen über die Sinnhaftigkeit eines Dachverbandes.

Cover Praxishandbuch Altersmedizin(03.02.2015) Systematisch, praxisnah und umfassend: Das neu erschienene „Praxishandbuch Altersmedizin“ präsentiert den aktuellen Stand von Forschung und Behandlung in Geriatrie, Gerontologie und Gerontopsychiatrie. Im Interview spricht der federführende Herausgeber, Prof. Dr. Johannes Pantel aus Frankfurt am Main, über das Konzept des neuartigen, interdisziplinären Fachbuchs.

Professor Pantel, mit welcher Zielsetzung haben Sie das „Praxishandbuch Altersmedizin“ konzipiert?

Das Buch richtet sich an alle praktisch Tätigen im Bereich Altersmedizin, vom Geriater über den Hausarzt bis hin zum Psychiater und Neurologen – aber auch Laien können sich ganz gezielt über den aktuellen Praxisstand informieren. In diesem Bereich haben wir eine Lücke gesehen. Es gibt zwar eine ganze Reihe von hervorragenden Büchern, aber die haben meistens einen engeren Schwerpunkt. Es gab bisher kein Buch, das die drei Disziplinen Geriatrie, Gerontopsychiatrie und Gerontologie integriert hat. Wir gehen aber davon aus, dass viele Fragestellungen interdisziplinär angegangen werden müssen. Der Praktiker unterteilt den Patienten, den er vor sich sitzen hat, ja nicht in Subdisziplinen und Einzelsymptome, sondern entscheidet sich für einen ganzheitlichen Ansatz. Deswegen haben wir Syndrome in den Mittelpunkt gestellt, bei denen verschiedene Krankheitsbilder ineinander greifen, also nicht nur medizinische, sondern auch soziale oder psychologische Fragestellungen ganz wichtig sind. Das Herzstück des Buches beinhaltet daher die evidenzbasierte Darstellung dieser Syndrome.

Zugriffszahlen Homepage DGG(10.01.2015) Tendenz weiter steigend: Mehr als 100.000 Zugriffe verzeichnete die DGG-Homepage im Jahr 2014 mit knapp 293.000 Seitenaufrufen. Das bedeutet eine Steigerung um mehr als ein Drittel gegenüber dem vorherigen Jahr bzw. eine Verdopplung des Jahres 2012. Fachärzte wie Vertreter der Presse sind rege Nutzer und Leser der auf der Website gebotenen Informationen. Doch auch das öffentliche Interesse an der Altersmedizin wächst. Auffällig hierbei: Besonders via Google finden immer mehr Internetnutzer den Weg zu www.dggeriatrie.de.