Altern im Spannungsfeld von Resilienz und Vulnerabilität | Gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)

Prof. Dr. Andrea Maier

(23.08.2022) Ein langes und zudem gesundes Leben will Professorin Andrea Maier (Foto) vielen Menschen ermöglichen. An der National University of Singapore forscht sie daran, wie das biologische Alter besser messbar wird. Und sie untersucht Methoden, wie sich das biologische Alter herabsetzen ließe. „Es geht darum, dass typische Alterskrankheiten zukünftig erst deutlich später auftreten als bisher“, sagt Maier. „Wir könnten durch frühzeitige Interventionen die Vulnerabilität der alternden Gesellschaft deutlich beeinflussen.“ Zudem sei die Vorbeugung schwerer altersbedingter Krankheiten aufgrund der Produktivitätssteigerung in einem früheren Lebensabschnitt sehr kosteneffektiv, selbst wenn die nötigen Investitionen viel früher im Leben getätigt werden müssten. In ihrer Keynote beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet, wird Andrea Maier ihre Vision von einer Langlebigkeitsmedizin vorstellen. Dabei wird sie herausarbeiten, welche Auswirkungen die Resilienz in jungen Lebensjahren auf den Alterungsprozess hat.

S-Bahn in Frankfurt am Main

(22.08.2022) Steigen Sie um auf eine umweltfreundliche Anreise zum Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Frankfurt am Main! Wer mit dem Zug anreist, der schont die Umwelt und kann bei frühzeitiger Planung von Sparangeboten der Bahn profitieren. Damit auch die Fahrten mit dem ÖPNV in der Mainmetropole reibungslos klappen, gibt es ein paar Punkte zu beachten.

Prof. Feliciano Villar

(17.08.2022) Das Leben in einer Langzeitpflegeeinrichtung kann demenzerkrankte ältere Menschen vor große Herausforderungen stellen: Ihr Alltag wird reglementiert und kontrolliert durch Fachpersonal. Oft können sie nicht mehr an wichtigen Aktivitäten innerhalb und außerhalb ihrer Einrichtung teilnehmen. Dadurch erfahren sie soziale Ausgrenzung auf vielfältige Weise – in den vergangenen Jahren sogar verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Psychologe Professor Feliciano Villar (Foto) von der Universität Barcelona setzt sich mit seiner Forschungsarbeit dafür ein, die Teilhabe dieser Menschen am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu verbessern. „Wir müssen unsere Erwartungen an die Art der Pflege, die wir hier für akzeptabel halten, überdenken. Nur so können wir die Situation auch positiv ändern“, sagt er. Mit welchen konkreten Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen das gelingen kann, präsentiert Villar in seiner Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet.

Professorin Ulla Kriebernegg

(09.08.2022) Vor mehr als 100 Jahren spielte Goethes „Faust“ eine wichtige Rolle in der klassischen Medizin-Literatur. Heutzutage sind Kultur und Literatur in der Medizin dagegen eher ein Nischen-Thema. Dass sich Geisteswissenschaften und Medizin, insbesondere in der Gerontologie, wieder mehr aufeinander zubewegen und so ein besseres Verständnis vom Menschsein ermöglichen, dafür macht sich die Amerikanistin und Alternswissenschaftlerin Professorin Ulla Kriebernegg (Foto) von der Universität Graz stark. „Das Altern ist ein so komplexer Vorgang, dass er sich nur multiperspektivisch, eben weit über die evidenzbasierte Medizin hinaus, erforschen lässt. Kunst und Kultur können hier sehr wertvollen neuen Input für ein holistisches Bild des alternden Menschen liefern“, erklärt Kriebernegg. Wie wirkmächtig literarische Texte unsere Wahrnehmung auch über das Altern und Krankheiten mitprägen, zeigt sie in ihrer Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet. Dafür veranschaulicht die Kulturwissenschaftlerin unter anderem, was man von Shakespeares Figur König Lear und seiner 400-jährigen Rezeptionsgeschichte über das Altern sowie den Umgang mit Demenz lernen kann. Außerdem stellt sie ein Modul zur sogenannten „Narrativen Medizin“ vor und diskutiert, wie diese die Gerontologie voranbringen kann.

Notebook mit Programm

(08.08.2022) Wie wird Ihr Kongress-Stundenplan aussehen? Eine spannende Frage – denn ab heute steht das vollständige Programm des DGGG/DGG-Gemeinschaftskongresses in Frankfurt am Main online bereit. Und es wird schwer, sich zu entscheiden: Zehn Top-Keynote-Speaker sind bestätigt, hinzu kommen 103 wissenschaftliche Symposien sowie 87 Posterpräsentationen. Rund 350 hochkarätige Referentinnen und Referenten präsentieren die wichtigsten Neuigkeiten aus der Gerontologie und Geriatrie. Zudem finden an den vier Kongress-Tagen zahlreiche Arbeitsgruppen-Sitzungen der gastgebenden Fachgesellschaften statt. Deshalb: Am besten gleich einen Blick hineinwerfen und persönliche Prioritäten setzen.

Professor Geert Mayer

(02.08.2022) Immer mehr Erwachsene über 60 Jahre leiden an Schlafstörungen. Mittlerweile klagt in Deutschland rund die Hälfte dieser Altersgruppe über erhebliche Beeinträchtigungen beim Ein- und Durchschlafen. „Dies kann ein Frühzeichen für erste, minimale kognitive Einschränkungen sein“, sagt Professor Geert Mayer (Foto), ehemals Ärztlicher Leiter der Hephata-Klinik in Schwalmstadt. „Es könnten eine Alzheimer-Demenz oder eine andere neurodegenerative Erkrankung vorliegen. Umgekehrt kann dann eine Demenz auch weiter zu vermehrten Schlafstörungen führen – es handelt sich um eine bidirektionale Beziehung“, so der Neurologe und Schlafmediziner. Mayer untersucht die genauen Zusammenhänge zwischen Schlafqualität, Resilienz und Krankheit und sucht passende Lösungen für Betroffene. Gerade für ältere Menschen scheinen eine individuelle Schlafhygiene, eine ausreichende Lichtexposition und körperliche Aktivitäten der Schlüssel zu gesundem Schlaf zu sein. Über aktuelle Erkenntnisse berichtet Geert Mayer in Rahmen seiner Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet.