Alter Mann schaut traurig

(21.08.2019) Jeder Studienteilnehmer kann helfen: Die Suizidraten bei älteren Menschen sind in Deutschland höher als in allen anderen Altersgruppen. An vielen Stellen bestehen zudem große Informationslücken, was Prävention, Aufklärung und die Vernetzung von betroffenen Institutionen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern angeht. Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Studie „Suizidprävention Deutschland. Aktueller Stand und Perspektiven“ will jetzt mit einer umfassenden Erhebung und Analyse für mehr Transparenz sorgen und Hilfestellungen zur Suizidprävention geben.

Dr. med. Rudolf Siegert

(28.06.2019) Zum ersten Mal haben Wissenschaftler den Bedarf an mobiler geriatrischer Reha bei Bewohnern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland erhoben. Fast jeder fünfte Bewohner in der stationären Langzeitpflege kommt für solche Rehabilitationsmaßnahmen, die direkt vor Ort durchgeführt werden, infrage. Damit können die Teilhabe am Alltag, aber auch wichtige Funktionen wie sichere Fortbewegung und Schlucken bei schwerkranken Patienten verbessert werden. An dem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekt hat auch die Arbeitsgruppe Mobile Geriatrische Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mitgewirkt. „Die Höhe des Reha-Bedarfs hat uns überrascht“, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. med. Rudolf Siegert (Foto). Der medizinische Geschäftsführer der Mobilen Reha Bremen war gemeinsam mit vier weiteren Reha-Anbietern aus allen Regionen Deutschlands an der Studie des Instituts für Gesundheits- und Pflegeökonomie der Hochschule Bremen beteiligt. Über das Forschungsprojekt und dessen wichtigste Ergebnisse berichtet er im Interview.

Stellenmarktwand

(14.08.2019) Sie sind auf der Suche nach qualifizierten Kollegen für Ihr Team? Dann nutzen Sie den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und machen Sie Topbewerber auf sich aufmerksam. Der Kongress findet vom 5. bis 7. September mit rund 800 Teilnehmern in Frankfurt am Main statt.

Blick über Berlin

(31.07.2019) Schnell sein lohnt sich: Die DGG unterstützt das Symposium „Arzneimitteltherapie bei Menschen im Alter“ der Paul-Martini-Stiftung. Die Veranstaltung findet am 15. und 16. November in Berlin statt. Für Doktoranden, wissenschaftliche Assistenten und junge Post-Docs vergibt die Stiftung 20 Reisestipendien im Wert von jeweils maximal 300 Euro. Zusätzlich wird die Übernachtung im Hotel übernommen. Für die Beantragung des Stipendiums genügt eine formlose E-Mail mit Lebenslauf sowie der Versicherung, dass man zur antragsberechtigten Zielgruppe gehört. Bewerbungsschluss ist der 30. Oktober 2019. Entscheidend sind Eingangsdatum und Uhrzeit der Bewerbungen.

Hier gibt es weitere Informationen zur Stipendienausschreibung!

Gezeichnete Glühbirne

(31.07.2019) Es gibt noch Plätze für den „Crashkurs Facharzt Geriatrie“ vom 29. bis 31. August in Berlin. Diese Fortbildung ist das ideale Repetitorium vor der Facharztprüfung Geriatrie: Renommierte Experten fassen alle Schwerpunktthemen der Geriatrie nach dem Stand aktueller Leitlinien prägnant und übersichtlich zusammen und vermitteln umfassendes Weiterbildungswissen für die Facharztprüfung und die Zeit danach. Außerdem werden interaktive Falldiskussionen zur Prüfungsvorbereitung angeboten.

Andrea Kuphal

(17.07.2019) Spezialisierung in der Nische: Seit gut zwei Jahren gibt es die Deutsche Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V., kurz DGATP. Wofür sie genau steht, welche Schnittstellen es zur Geriatrie gibt und warum sich eine Mitgliedschaft in dieser noch jungen Organisation lohnt – darüber sprachen wir mit Andrea Kuphal (Foto), Sekretärin im dreiköpfigen Vorstand der DGATP. Im Interview zieht Sie eine erste Bilanz.

Frau Kuphal, wie ist die Idee zur DGATP entstanden und warum ist diese neue Fachgesellschaft notwendig?
Vor der Gründung der DGATP hat hauptsächlich der Bundesverband Geriatrie ein Konzept vorangetrieben, das die Aktivierend-therapeutische Pflege thematisiert. Der Bundesverband verfolgt als Gesellschaft allerdings nicht primär die Fachlichkeit pflegerischer Themen, sondern ist noch mit vielen anderen Aufgaben für seine Mitglieder betraut. Wir brauchten also eine Gesellschaft, die sich vor allem fachlich mit dem Thema Aktivierend-therapeutische Pflege auseinandersetzt. Da es so etwas noch nicht gab, haben wir die DGATP im Sommer 2017 gegründet. Aktuell haben wir rund 50 Mitglieder, darunter viele Privatpersonen, aber zum Beispiel auch eine Klinik.