Poster zur Klinischen Frailty Skala

(31.03.2020) Leicht verständlich. Auf Deutsch. Für jeden als Poster oder A4-Version frei zugänglich. „Nur ausdrucken muss jetzt jeder selbst!“, sagt Professorin Katrin Singler, stellvertretende Leiterin der Arbeitsgruppe Notfall- und Intensivmedizin der DGG und Oberärztin an der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie am Klinikum Nürnberg. Federführend hat sie nach Veröffentlichung des Ethik-Papers der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am vergangenen Donnerstag die Clinical Frailty Scale (CFS) validiert ins Deutsche übersetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und soll als Handreichung schnellstmöglich auf jeder Intensivstation und Notaufnahme hängen.

COVID-19-Streaming

(31.03.2020) Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bietet ab sofort zweimal wöchentlich per Video-Chat ein Update zu COVID-19, um eine transparente und ausgewogen-kritische Darstellung und Einschätzung der aktuellen Datenlage zu schaffen. Das nächsten Live-Update findet heute, am 31. März, von 18:00 bis 19:00 Uhr statt. Fokusthemen sind die klinische Infektiologie und hausärztliche Praxis. Das COVID-19-Live-Update ermöglicht durch die Chatfunktion eine unmittelbare Interaktion. Teilnehmer können sich mit Fragen per Live-Chat an die Experten im Studio wenden. Die DGG ist Kooperationspartner dieser sinnvollen Initiative.

Hans Jürgen Heppner

(26.03.2020) „Wir entscheiden nicht nach Alter!“, lautet die Überschrift der heute veröffentlichten Empfehlungen „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie“ der Fachgesellschaften für Akut- und Intensivmedizin. Dieses Paper enthält unverzichtbare klinisch-ethische Empfehlungen für die äußerst schwierige Entscheidungsfindung in der Ressourcenzuteilung bei den anstehenden Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19-Patienten. Dies begrüßt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie sehr.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es ist zu erwarten, dass akut-und intensivmedizinische Versorgungskapazitäten nicht mehr für alle Patienten ausreichen werden. Die Entscheidungskonflikte zur Verteilungsgerechtigkeit sind vorhersehbar. Die jetzt vorgelegten Empfehlungen sind klar gegliedert und es finden sich einzelne Entscheidungssituationen mit umsetzbaren Empfehlungen.

Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

wir haben alle berechtigte Sorge, wie es mit der Versorgung unserer älteren, geriatrischen Patienten langfristig weitergeht. Aufgrund der rasanten Entwicklungen sind viele Informationen bereits schon am Folgetag überholt. Das trifft das Robert Koch-Institut (RKI) genauso wie die Charité in Berlin, deren Meldungen laufend aktualisiert werden. Gerade deswegen möchte ich Sie heute einmal auf den aktuellen Stand der Maßnahmen bringen, die wir als DGG zurzeit empfehlen. Zudem haben wir für Sie Tipps zusammengestellt, wie beispielsweise mit hausärztlichen Besuchen in Pflegeheimen oder der Komplettierung einer Pneumokokken-Impfung umgegangen werden kann.

Wir sind auf Ihre Unterstützung in der konsequenten Umsetzung der sinnvollen Maßnahmen angewiesen, um das Voranschreiten der Infektionswelle abzufedern. Bitte bedenken Sie, die geriatrischen, multimorbiden Patienten gehören zur Hochrisikogruppe! Wir sind uns bewusst, dass viele Ärztinnen und Ärzte aktuell am Arbeitslimit sind. Es wird Großartiges geleistet, damit ältere Menschen mit Ihrer Unterstützung weiterhin selbständig am Leben teilheben können. Dafür danke ich Ihnen!

Herzlichst,
Ihr Hans Jürgen Heppner

Konkrete Maßnahmen zum Schutz und zur Versorgung älterer Menschen:

Allgemeine Maßnahmen für ältere und alte Menschen

  1. Abstand halten zu anderen Personen, mindestens 1,5 Meter
  2. Hygiene: Hände regelmäßig mindestens 20 bis 30 Sekunden waschen
  3. Veranstaltungen meiden
  4. Impfungen komplettieren
  5. Notfallliste bereitlegen

Alte Frau allein im Pflegeheim

(20.03.2020) Besonders geriatrische Patienten könnten die Folgen des Corona-Virus schwer treffen. Sie gehören zur Gruppe mit der höchsten Sterblichkeitsrate, insbesondere die Gruppe der über 80-Jährigen. Viele benötigen im Ernstfall intensivmedizinische Betreuung sowie eine ambulante Versorgung oder Betreuung im Pflegeheim. „Die Virus-Verbreitung zu verlangsam ist ein erster Schritt, um die Behandlungskapazitäten nicht zu überlasten. Als nächstes muss die Gesundheitspolitik Konzepte entwickeln, sodass weder ambulante geriatrische Dienste in personelle Schieflage geraten noch die Pflegeheime einen Aufnahmestopp verhängen, damit in den Kliniken schnell wieder Behandlungsbetten frei werden“, sagt Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Helios Klinikum Schwelm. „Dieser Engpass in der Pflege muss von den Krisenmanagern nun gelöst werden, damit wir Altersmediziner, aber auch die Hausärzte, sich auf die Versorgung der Patienten konzentrieren können.“

Corona-Informationen von Thieme

(19.03.2020) Die Thieme Gruppe, Springer Medizin und Springer Nature stellen die in ihren Unternehmen verfügbaren relevanten Inhalte zur Corona-Thematik ab sofort kostenfrei zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem fundierte Patienteninformationen inklusive Symptom-Checker, ein Online-Kurs zu COVID-19, relevante Inhalte aus Thieme Fachzeitschriften und Büchern sowie aktuelle Stellungnahmen verschiedener Fachgesellschaften und eine interaktive Weltkarte zur Epidemie-Ausbreitung. Alles nachzulesen unter: www.thieme.de/corona sowie www.springermedizin.de und www.springernature.com/de