Professor Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,

das Jahr endet für uns Geriater mit einem gut sichtbaren Erfolg: Die Bundespressekonferenz zur Alterstraumatologie mit der Vorstellung des aktuellen Weißbuchs löste viel fachliches und journalistisches Interesse aus – mit Wirkung in die überregionale Presse hinein. Das Weißbuch führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. In diesem Zusammenhang wurde auch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen“ (PROFinD) vorgestellt. Es konnte klar gezeigt werden, dass Morbidität und Mortalität durch das ortho-geriatrische Co-Management deutlich gesenkt werden. Besonders den Schulterschluss mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist hier ein Schritt in die richtige Richtung, um die weitere Annäherung zu festigen.

Kalender

(12.12.2018) Schon jetzt will das Jahr 2019 gut geplant sein. Denn es ist ein Jahr voll spannender Kongresse in Deutschland und international. Der Januar startet direkt mit der 6. Jahrestagung des Wissenschaftsforums Geriatrie, Anfang Mai folgt dann wie jedes Jahr die DGIM, unter anderem mit dem Hauptthema Komorbidität/Multimorbidität. Mitte des Monats findet dann der DGGPP-Kongress in Essen statt. Nach der Sommerpause folgt dann Anfang September der DGG-Jahreskongress in Frankfurt am Main, fast direkt im Anschluss der EuGMS-Kongress in Krakau.

Stühle

(12.12.2018) Mehr als 380.000-mal aufgerufen: Auch in seinem siebten Jahr konnte sich der Stellenmarkt der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an führender Position behaupten und sich weiter als deutschlandweit intensiv genutzter Fachstellenmarkt für klinisch tätige Altersmediziner und Pflegepersonal etablieren. Von Jahresanfang bis Oktober wurden auf der Webseite der DGG rund 180 Anzeigen gebucht, direkt inmitten der Zielgruppe veröffentlicht und insgesamt 389.534-mal aufgerufen. 27 Anzeigen wurden zudem im Rahmen der Kongresspaketaktion als Aushang auf dem Kongress prominent platziert und erreichten dort mehr als 1.000 Altersmediziner aus ganz Deutschland.

Privatdozentin Dr. Katrin Singler

(28.11.2018) Sowohl die studentische Ausbildung, als auch die Weiterbildung im Fach Geriatrie variieren in Europa stark. Vor allem hinsichtlich der Dauer, den Inhalten und im Fall der prägraduellen Ausbildung auch hinsichtlich des Zeitpunktes, an dem Studierende erstmalig mit dem Fach Geriatrie in Berührung kommen. Nicht in jedem europäischen Land ist die Geriatrie eine eigene Sub-Spezialisierung. Nationale Curricula können ein wichtiger Beitrag sein, die Ausbildung zu harmonisieren und voranzubringen. Zu diesem Thema hat Privatdozentin Dr. Katrin Singler (Foto) intensiv geforscht. Sie ist Oberärztin der Geriatrischen Klinik am Klinikum Nürnberg sowie Mitarbeiterin am Institut für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zudem ist Singler stellvertretende Leitung der DGG-Arbeitsgruppe „Notfall- und Intensivmedizin“. Sie sprach mit uns über das Ergebnis ihrer Arbeit: Europäische Empfehlungen für nationale Curricula in der Weiterbildung Geriatrie und Mindestkompetenzen für die studentische Ausbildung!

Logo WfG

(28.11.2018) Spannend auch für Nachwuchswissenschaftler: Anfang des kommenden Jahres sind interessierte Geriater zur Jahrestagung des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) eingeladen, die am 11. und 12. Januar in Berlin stattfindet. „Wir freuen uns, dass wir auch dieses Mal wieder tolle Keynote-Speaker gewinnen konnten“, sagt Professorin Cristina Polidori, Vorsitzende des WfG. Professor Cornel Sieber aus Nürnberg wird zum Thema „Geriatrie = Innere Medizin Plus“ sprechen, Professor Andreas Kruse aus Heidelberg hält einen Vortrag zur Resilienz und Reife in Grenzsituationen. „Es wird auch eine spezielle Nachwuchssession geben, für die wir bereits spannende Abstracts erhalten haben,“ sagt Polidori. Ein gemeinsames Abendessen am Freitag bietet zudem ausreichend Gelegenheit für einen entspannten Austausch.

Professor Heppner und Professor Gosch

(28.11.2018) Enger zusammenarbeiten und den Wissenstransfer in der Geriatrie vorantreiben: Diesen Aufgaben widmet sich derzeit DGG-Präsident Professor Hans Jürgen Heppner (Foto rechts). Anlässlich der Verleihung des Theo und Friedl Schöller-Preises für Alternsforschung sowie der interaktiven Fortbildung „Medicine of Ageing“ am 20. Oktober in Nürnberg, traf Heppner seinen Geriatriekollegen Professor Markus Gosch (Foto links), Ärztlicher Leiter der Klinik für Geriatrie am Klinikum Nürnberg, zum Expertengespräch. Als Gastgeschenk überreichte der DGG-Präsident das kürzlich erschienene Weißbuch Alterstraumatologie. „Den Wissenstransfer durch das persönliche Gespräch und die Übergabe von Fachliteratur zu vollziehen, ist nur ein Beispiel dafür, dass wir durch den gegenseitigen Austausch große Fortschritte für die Geriatrie erzielen können“, sagt Heppner.