Altern im Spannungsfeld von Resilienz und Vulnerabilität | Gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)

Prof. Roland Nau erhält Schiffbauer Ehrenpreis 2022

(20.09.2022) Der mit 6.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht in diesem Jahr an Professor Roland Nau, Chefarzt der Geriatrie am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende und Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle Neuroinfektiologie am Institut für Neuropathologie der Universitätsmedizin Göttingen. Ausgezeichnet wird der Geriater, Neurologe und Infektiologe für seine jahrzehntelange hervorragende Forschungsarbeit. In den vergangenen Jahren konzentrierte er sich dabei vor allem auf die Verbesserung der Immunabwehr älterer Menschen bei Infektionskrankheiten. In Zeiten zunehmender globaler Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika hat seine Arbeit besonders für vulnerable Patientinnen und Patienten in der Altersmedizin hohe Relevanz. Naus Forschungsergebnisse aus fast 40 Jahren sind in aktuell über 270 Publikationen belegt. Im Rahmen des gemeinsamen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurde sein großer Verdienst für die Geriatrie nun gewürdigt.

Preisträger des Schiffbauer Förderpreises 2022: Dr. Mathias Schlögl

(19.09.2022) Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht in diesem Jahr an Dr. Mathias Schlögl. Der Geriatrie-Chefarzt der Klinik Barmelweid in der Schweiz hat ein Kommunikationsprotokoll entwickelt, das die Interaktion mit älteren Patientinnen und Patienten, die pandemiebedingt etwa durch medizinische Gesichtsmasken eingeschränkt ist, erleichtern soll. Zusammen mit einem interdisziplinären Expertenteam hat er eine Online-Umfrage entwickelt, die den möglichen Nutzen dieses Protokolls im Pflegealltag sowie die Kommunikationserfahrungen von ärztlichem und Pflegefach-Personal unter Pandemie-Bedingungen abgefragt und ausgewertet hat. Im Rahmen des gemeinsamen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurde Mathias Schlögl jetzt für dieses wegweisende Projekt ausgezeichnet.

Prof. Dr. Markus Gosch, Kongresspräsident 2023

(15.09.2022) Soeben geht der Gerontologie- und Geriatrie-Kongress mit 800 Teilnehmenden in Frankfurt am Main zu Ende. Schon jetzt laufen die ersten Planungen für den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) im kommenden Jahr. Der findet wieder auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt – vom 14. bis zum 16. September. Kongresspräsident ist Professor Markus Gosch (Foto), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 mit dem Schwerpunkt Geriatrie am Klinikum Nürnberg der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg. „Mit relevanten Keynote-Lectures zu aktuellen Themen werden wir wieder einen spannenden Kongress bieten. Und wir haben uns auch schon einige Neuerungen überlegt“, sagt Gosch und lädt dazu ein, sich den Termin schon jetzt vorzumerken.

Marie-Theres Huemer, Preisträgerin des Bethesda Forschungspreises 2022

(15.09.2022) Der mit 1.000 Euro dotierte Bethesda Forschungspreis des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) geht an Marie-Theres Huemer, Doktorandin am Institut für Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums München. Ausgezeichnet wurde Huemer für die Beobachtungsstudie „Proteomic profiling of low muscle and high fat mass: a machine learning approach in the KORA S4/FF4 study“. Als Erstautorin analysierte sie zusammen mit ihrem Forschungsteam, welche Proteine im Zusammenhang mit einer geringen Muskelmasse bei gleichzeitig hoher Körperfettmasse bei älteren Menschen stehen. So konnten mehrere neue Proteinmarker identifiziert werden. Beim gemeinsamen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurde die Doktorandin heute für die zukunftweisende Forschungsarbeit ausgezeichnet.

Bildergalerie des Gesellschaftsabends

(15.09.2022) Die Mainmetropole aus einer anderen Perspektive erleben: in diesen Genuss kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am MIttwochabend. An Bord des Salonschiffes „Wappen von Frankfurt“ ließen sie einen arbeits- und lehrreichen dritten Kongresstag bei hervorragendem Essen und entspannter Musik ausklingen. 

Preisträgerin Dr. Phoebe Ulrich

(14.09.2022) Den mit 2.000 Euro dotierten Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung erhält die Sportwissenschaftlerin Dr. Phoebe Ullrich stellvertretend als Koordinatorin der interdisziplinären Studie „HeiKE – Heimtraining bei Kognitiver Einschränkung“. Die vergleichende Studie untersuchte die Wirkung eines zwölfwöchigen heimbasierten Aktivitätsprogramms bei älteren Menschen mit kognitiver Einschränkung, nachdem diese aus der Reha entlassen wurden. Das Team mit Forscherinnen und Forschern aus Heidelberg konnte zum Beispiel signifikante Verbesserungen bei der körperlichen Leistungsfähigkeit gegenüber einer Kontrollgruppe feststellen. Verliehen wurde der Förderpreis heute im Rahmen des Gemeinschaftskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Frankfurt am Main.