Dr. Anja Kwetkat

(09.11.2018) Mehr als 650.000 Menschen erkranken jährlich an einer Lungenentzündung – alleine in Deutschland. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen kann das tödlich enden. „Noch immer unterschätzen Betroffene die Folgen einer Lungenentzündung“, sagt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Pneumokokken sind die häufigsten Erreger. „Dabei kann eine rechtzeitige Impfung Leben retten – in jedem Alter“, so Kwetkat. Deshalb unterstützt die Arbeitsgruppe Impfen der DGG den Welt-Pneumonie-Tag der International Federation on Ageing (IFA) am 12. November. „Wir laden Mediziner und Bürger ein, gerade am Aktionstag über die positiven Auswirkungen einer Impfung aufzuklären. So können wir viele Leben retten.“

Dr. Andreas Leischker

(30.10.2018) Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses Krefeld. Im Interview beantwortet Leischker die wichtigsten Fragen zu Influenza-Viren, aktuellen Übertragungsrisiken, den größten Gefahren und den optimalen Grippeschutz.

Professor Jürgen Bauer

(17.10.2018) Das war ein voller Erfolg! Der Kongress der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) fand jetzt erstmalig in Deutschland statt, und schon die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt 1.804 Teilnehmer aus 65 Ländern, davon 131 Mediziner aus Deutschland, diskutierten vergangene Woche in Berlin drei Tage lang über die Zukunft der Altersmedizin. Viele neue Erkenntnisse und spannende Diskurse entstanden im Rahmen des Mottos „Advancing Geriatric Medicine in a Modern World“. Im Abschlussgespräch zieht Kongresspräsident Jürgen Bauer (Foto) Bilanz und bekräftigt dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit der europäischen Altersmediziner. Zudem spricht er über die deutschen Teilnehmer, seine persönlichen Erfahrungen und vom Lob des vielleicht einflussreichsten Alternsforschers überhaupt.

Hilfe beim Aufstehen

(26.09.2018) Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin das Weißbuch Alterstraumatologie vorgestellt. Es führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. Kern der Behandlungsempfehlungen ist die Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern in einem multiprofessionellen Team. Damit lässt sich laut einem aktuellen Studienergebnis die Sterblichkeit älterer Patienten nach einem Oberschenkelhalsbruch um mehr als 20 Prozent senken. Daher fordern beide Fachgesellschaften unter anderem die Übernahme ihrer Empfehlungen in die Regelversorgung. „Aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen rasanten Zunahme von Altersbrüchen müssen auch die Strukturen in der Alterstraumatologie mitwachsen“, betont DGU-Präsident Professor Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf.

Blick über Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Redaktion,

kommen Sie zum 14. Internationalen Kongress der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) nach Berlin! Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild von der rasanten Entwicklung der Altersmedizin in unserer Zeit zu machen. Die Gelegenheit ist einmalig: Rund 1.400 internationale Spezialisten für Geriatrie aus 75 Ländern treffen sich vom 10. bis 12. Oktober im bcc Berlin Congress Center, um hochkarätige Vorträge zu verfolgen und zukünftige Entwicklungen der Geriatrie auf dem Boden technischer sowie medizinischer Innovationen zu diskutieren. Der Kongress findet erstmals in Deutschland statt. Das vollständige Programm finden Sie hier online.