Prof. Hans Jürgen Heppner

(08.05.2020) Das öffentliche Leben wird langsam hochgefahren – die Gefährdungen gerade für ältere Patienten aber bleiben. Davor warnt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und mahnt zur Vorsicht. „Ein Besuch der Enkelkinder bei den Großeltern – für eine beschränkte Zeit, ohne körperlichen Kontakt und unter Einhaltung der nun allen bekannten Hygieneregeln – ist sicher kein Problem“, sagt DGG-Präsident Professor Hans Jürgen Heppner (Foto), Chefarzt der Klinik für Geriatrie am HELIOS Klinikum Schwelm und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke. „Aber auch nach den politischen Lockerungen ist SARS-CoV-2 noch nicht verschwunden!“

Dr. Ulrich Wedding (links) und Professor Ulrich Thiem (rechts)

(22.04.2020) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) veröffentlicht heute Empfehlungen für die Situation heimversorgter geriatrischer Patienten in Ergänzung zum bereits vor einem Monat vorgestellten Ethik-Paper der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Auch wurde eine Dokumentationshilfe für Notfallmediziner oder niedergelassene Hausärzte und Pflegekräfte im Seniorenheim erstellt. „Es uns ein Anliegen, Sie mit den Interpretationen und der Dokumentationshilfe zu unterstützen, Ihre Ihnen anvertrauten Patienten optimal zu versorgen und in diesen schwierigen Zeiten patientenzentriert zu begleiten“, erklärte DGG-Präsident Professor Hans Jürgen Heppner in einem an seine Mitglieder gerichteten Schreiben.

Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner

(20.03.2020) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) stellt konkrete Maßnahmen zum Schutz, zur Versorgung und zur Behandlung von älteren Menschen vor. „Wir haben alle berechtigte Sorge, wie es mit der Versorgung unserer geriatrischen Patienten langfristig weitergeht“, sagt DGG-Präsident Professor Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Helios Klinikum Schwelm. „Dabei sind wir jetzt auf die Unterstützung von jedem einzelnen und auf die konsequente Umsetzung sinnvoller Maßnahmen angewiesen, um das Voranschreiten der Infektionswelle abzufedern.“ Die geriatrischen, multimorbiden Patienten gehören zur Hochrisikogruppe. Die DGG hat daher Tipps zusammengestellt, wie beispielsweise mit hausärztlichen Besuchen in Pflegeheimen, der Komplettierung einer Pneumokokken-Impfung oder der Versorgung in der Familienpflege umgegangen werden kann.

Alte Frau allein im Pflegeheim

(20.03.2020) Besonders geriatrische Patienten könnten die Folgen des Corona-Virus schwer treffen. Sie gehören zur Gruppe mit der höchsten Sterblichkeitsrate, insbesondere die Gruppe der über 80-Jährigen. Viele benötigen im Ernstfall intensivmedizinische Betreuung sowie eine ambulante Versorgung oder Betreuung im Pflegeheim. „Die Virus-Verbreitung zu verlangsam ist ein erster Schritt, um die Behandlungskapazitäten nicht zu überlasten. Als nächstes muss die Gesundheitspolitik Konzepte entwickeln, sodass weder ambulante geriatrische Dienste in personelle Schieflage geraten noch die Pflegeheime einen Aufnahmestopp verhängen, damit in den Kliniken schnell wieder Behandlungsbetten frei werden“, sagt Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Helios Klinikum Schwelm. „Dieser Engpass in der Pflege muss von den Krisenmanagern nun gelöst werden, damit wir Altersmediziner, aber auch die Hausärzte, sich auf die Versorgung der Patienten konzentrieren können.“

Dr. Anja Kwetkat und Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner

(13.03.2020) Die Corona-Virus-Welle rollt durch Deutschland und Senioren und Hochbetagte sind Risikogruppe Nummer eins, wenn es um Infektionen, insbesondere auch akute Atemwegsinfekte, geht. „Es gibt dennoch keinen Grund zur Panik“, beruhigt Professor Hans Jürgen Heppner (im Foto rechts), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie am HELIOS Klinikum Schwelm und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke. Gerüchte und Empfehlungen, alte Menschen sollten sich am besten zu Hause isolieren, sind unbegründet. „Oma und Opa dürfen und sollen weiter besucht werden“, so der erfahrene Altersmediziner. Aber er mahnt zu Besonnenheit und erhöhten Hygienemaßnahmen. Auch der Kirchgang zu Ostern oder die größere Familienfeier sind derzeit keine gute Idee.