Besucher des DGG-Kongresses 2019

(05.09.2019) Endlich ist es soweit: Heute beginnt der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main. Unter dem Motto „Geriatrie – jung und grenzenlos“ sind schon am ersten Kongresstag 566 Teilnehmer der Einladung von Kongresspräsident Hans Jürgen Heppner gefolgt: „Wir erwarten drei spannende Tage mit hochkarätigen Vorträgen, um die wichtigsten Themen der Altersmedizin zu diskutieren.“ Noch bis Sonnabend läuft die Veranstaltung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt. Auch für Kurzentschlossene und Tagesgäste gibt es noch Tickets. „Jeder Tag lohnt sich. Wenn Sie sich bislang noch nicht angemeldet haben, laden wir Sie noch einmal herzlich ein, in die Mainmetropole zu kommen“, sagt Heppner. Eine kurzfristige Anmeldung ist vor Ort möglich.

Zweieinhalb Tage lang werden Geriater aus dem deutschsprachigen Raum sowie internationale Gäste über die neuesten Forschungsergebnisse diskutieren, Projekte vorstellen und interdisziplinäre Erfahrungen austauschen. Dabei ist erstmals auch ein Gastland: Hochrangige Geriater aus der Schweiz wurden eingeladen, um auf dem Kongress ihre Erfahrungen und Projekte zur Nachwuchsarbeit in der Geriatrie vorzustellen. Das Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend bietet dafür den idealen Rahmen.

Geriatrie in der Schweiz: „Wir können viel von einander lernen“

Im ersten Keynote-Vortrag des Kongresses hat Privatdozent Dr. med. Thomas Münzer, Chefarzt der Geriatrischen Klinik St. Gallen und Vorstandsmitglied der Schweizerischen Fachgesellschaft für Geriatrie, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Altersmedizin in Deutschland und der Schweiz beleuchtet. „Wir können sehr viel voneinander lernen“, sagt der Mediziner. Unter dem Titel „Junge Geriatrie in der Schweiz“ hat Münzer Antworten auf die wichtigsten Fragen geben: Wie wird das überaus wichtige Thema Weiterbildung in der Schweiz angegangen? Wie ist die schweizerische Fachgesellschaft organisiert und wie kümmert sie sich speziell um den Nachwuchs? Was können die beiden nationalen Gesellschaften voneinander lernen? Und in welchen Bereichen können sie noch mehr gemeinsam etwas bewegen?

DGG-Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung verliehen

Wichtige Antworten auf dringende Fragen hat auch Privatdozent Dr. Cornelius J. Werner zusammen mit seinem Aachener Kollegen Privatdozent Dr. Gerald S. Braun gefunden. Werner ist Leiter der Sektion Interdisziplinäre Geriatrie in der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Aachen und hat sich mit der Fragestellung beschäftigt, wie der demografische Wandel die Patientenstruktur aller medizinischen Fachbereiche verändert. Für seinen wissenschaftlichen Beitrag mit dem Titel „Anstieg des geriatrischen Patientenanteils zwischen 2008-2018 in konservativen und operativen Fächern der stationären Universitätsmedizin – Implikationen für Kosten- und Versorgungsstrukturen“ wurde er heute während des Kongresses in Frankfurt mit dem DGG-Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung ausgezeichnet.

Wir wünschen allen Teilnehmern spannende und interessante Tage!

Weitere Details zum Geriatrie-Kongress und den Vorträgen finden Sie direkt im Kongress-Programm.