Prof. Dr. Rainer Wirth

(25.06.2021) Ein überaus abwechslungsreiches und interdisziplinär gestaltetes Programm, hochkarätige nationale und internationale Keynote Speaker und ein Veranstaltungsformat, das sich einfach und flexibel auch ohne Präsenz verfolgen lässt: Der Online-Kongress der DGG vom 2. bis 4. September 2021 ist ein MUSS für jeden Altersmediziner. „An den drei Tagen können die Teilnehmer viel mehr Kongress erleben als üblich“, sagt Kongresspräsident Prof. Dr. Rainer Wirth (Foto). „Denn es wird vier parallel ablaufende Veranstaltungsstränge geben, die aufgezeichnet und den Kongressteilnehmern anschließend on demand zur Verfügung gestellt werden.” Die Anmeldung ist bis zum September über die Kongress-Website möglich.

Allein 24 Vortragssymposien wird es geben – und die werden dem Anspruch auf Interdisziplinarität mehr als gerecht. Ein Symposium beschäftigt sich beispielsweise mit den Zusammenhängen von kognitiven Störungen und Hörverlust. HNO-Ärzte und Geriater werden hier aktuellste wissenschaftliche Ergebnisse diskutieren. Oder das Symposium über hochspezifische Trainings zur Verminderung des Sturzrisikos: Hier werden innovative Trainingsmethoden vorgestellt, wie zum Beispiel ein programmierbares Pertubationslaufband, das unangekündigte Stolpersituationen simulieren kann, und auf dem der gesicherte Patient somit sehr lebensnah trainiert. 

Gespannt sein dürfen Teilnehmende des DGG-Online-Kongresses 2021 auch auf zwei Symposien im Bereich Neurogeriatrie sowie ein spezielles Symposium, das COVID-19 ins Zentrum rückt. „Außerdem wird wieder das beliebte Symposium des Wissenschaftsforums Geriatrie stattfinden, auf dem erfahrene Wissenschaftler das für sie interessanteste Paper des vergangenen Jahres vorstellen werden, um nur einige Beispiele zu nennen.”

Interdisziplinäre Keynote Speaker: Unfallchirurg Prof. Dr. Ulrich Christoph Liener und Neurologe Prof. Dr. Rainer Dziewas

Auch die Auswahl der hochkarätigen Keynote Speaker unterstreicht das Kongressmotto. „Dass die Kooperation speziell zwischen den Unfallchirurgen und Geriatern in den letzten Jahren immer stärker wurde, ist allgemein bekannt. Wie sich aber das konkrete unfallchirurgische Handwerk beim älteren Patienten in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, dürften wenigen Kolleginnen und Kollegen bekannt sein”, erklärt Wirth. Licht ins Dunkel bringen wird der Unfallchirurg Professor Ulrich Christoph Liener aus Stuttgart in der ersten Keynote am 2. September 2021 nachmittags mit dem Titel „Unfallchirurgie beim geriatrischen Patienten – modernes Handwerk mit Grips und Technik“. Die zweite Keynote am darauffolgenden Vormittag des 3. September 2021 befasst sich mit einem ganz anderen, aber nicht minder spannenden und aktuellen interdisziplinären Thema: Schluckstörungen. „Aufgrund seiner hohen Relevanz beim älteren Menschen hat die Europäische Gesellschaft für Geriatrie (EuGMS) die sogenannte oropharyngeale Dysphagie zum geriatrischen Syndrom erklärt. Gerade der Neurologie ist es gelungen, in den letzten Jahren das Thema sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass mit Professor Dziewas aus Osnabrück einer der international führenden Experten auf diesem Gebiet eine Keynote auf unserem Kongress halten wird“, so der Kongresspräsident.

Internationale Keynote Speaker: Dr. Claire Steves (London) und Professor Natalie van der Velde (Amsterdam)

Einen äußerst interessanten Zusammenhang beleuchtet Dr. Claire Steves aus London in der dritten Keynote Lecture, die am 3. September 2021 stattfinden wird: „COVID in the older population - new insights from symptom tracking and twins” lautet das Thema. Dabei bedient sich Dr. Steves einer der größten Symptom-Tracking-Studien weltweit, an der mehrere Millionen Menschen teilnehmen – darunter einige Tausend Zwillinge. Bei diesen lässt sich sehr leicht der Effekt der Genetik vom Effekt der Lebensweise und der Lebensumstände unterscheiden. „Claire Steves ist aus meiner Sicht ein Shooting Star der jungen Geriatrie in Europa und ich bin gespannt auf ihre ersten Ergebnisse im Hinblick auf Long-COVID bei alten Patienten“, sagt Wirth. Mit den „Fall-Risk-Increasing Drugs“, kurz FRIDs, beschäftigt sich van der Velde von der Universität Amsterdam in der abschließenden Keynote Lecutre am 4. September 2021 vormittags. „Ein besonders wichtiges Thema im klinischen Alltag eines jeden Geriaters. Welche Rolle spielen bestimmte Medikamente bei Stürzen von älteren Menschen, wie lässt sich ihr Effekt trennen, von dem der Krankheiten, für die sie gegeben werden, und wie können wir hier noch bessere Prävention betreiben? Das wird uns Professor van der Velde darlegen“, so der Kongresspräsident.

Premiere: DGG-Preis Lebenswerk und Online-Mitgliederversammlung

Premiere feiert ein ganz besonderer Preis beim DGG-Online-Kongress 2021: der DGG-Preis Lebenswerk. „Damit zeichnen wir ab sofort Persönlichkeiten aus, die auf Jahrzehnte geriatrischer Tätigkeit zurückblicken können und große Verdienste für die Altersmedizin in Deutschland erzielt haben“, so Wirth. „Wir verraten allerdings noch nicht, wer das sein wird – die Online-Teilnehmenden können gespannt sein, wer die mit dem Preis verbundene Special Lecture direkt zu Beginn des Kongresses halten wird.“ Erstmals wird zudem die DGG-Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl, die im letzten Jahr verschoben werden musste, nun digital mit einem speziellen Online-Tool möglich sein. „Auch wenn ich die Kolleginnen und Kollegen natürlich doch lieber live sehen würde, freue ich mich auf einen sehr abwechslungsreichen und spannenden Online-DGG-Kongress 2021.“

Die Online-Anmeldung und weitere Detailinformationen finden Sie unter
www.geriatrie-kongress.de

 

Foto: Marien Hospital Herne