(05.05.2021) Der DGG-Vorstand hat gestern entschieden: Der 33. DGG-Kongress vom 2. bis 4. September 2021 wird – vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Infektionslage in Deutschland – als reines Online-Format veranstaltet. „Natürlich wäre es schön gewesen, die Kolleginnen und Kollegen auf einer Präsenzveranstaltung zu treffen. Aber auch unser virtueller Kongress lohnt sich in jedem Fall: Er wird dieselben spannenden Themen, ebenso Austausch zwischen den Teilnehmenden, ermöglichen. Nicht reisen zu müssen, hat natürlich zeitlich auch viele Vorteile”, sagt Kongresspräsident Professor Rainer Wirth (Foto).

So fallen natürlich zeitaufwändige An- und Abreisen weg. Dadurch, dass die ersten beiden Kongresstage am Donnerstag und Freitag erst gegen Mittag beginnen, lässt sich die Kongresszeit für viele Teilnehmende besser einrichten. Außerdem werden alle Programmpunkte aufgezeichnet: Bei Terminkollisionen von Veranstaltungen kann man sich die verpasste Session einfach im Nachgang on demand anschauen. „Es wird drei bis vier parallel stattfindende Veranstaltungsstränge geben, die durch die ganze Kongresszeit laufen. Mit einem Klick kann man zwischen diesen jederzeit wechseln“, erklärt der Kongresspräsident.

Auch die Industrieausstellung sowie die Posterpräsentationen werden virtuell integriert. Ebenso wird es insgesamt kostengünstiger für alle Teilnehmende: Der Preis wird etwa bei der Hälfte des Präsenzkongresses liegen, und wer sich zum Beispiel nur eine bestimmte Veranstaltung anschauen möchte, kann auch nur ein preiswerteres Tagesticket erwerben. „Und diejenigen, die vor der heutigen Entscheidung bereits für eine Präsenz-Teilnahme gezahlt haben, bekommen die Differenz natürlich rückerstattet“, so Wirth.

Austausch im virtuellen Raum und Online-Mitgliederversammlung geplant

Per Videochat-Funktion soll es den Teilnehmenden auch möglich sein, sich in den Veranstaltungspausen auszutauschen. „Auch wenn die Interaktion reduziert ist, ergibt sich durch die Kommunikation in Bild und Ton eine gute Qualität für Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen”, sagt der Kongresspräsident. Virtuell nachgeholt wird auf dem DGG-Kongress 2021 auch die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl, die im letzten Jahr ausfiel. Durchgeführt wird sie mit einem speziellen Online-Tool, das eine anonymisierte Stimmabgabe ermöglicht.

Internationale Keynote-Sprecherin

„Wie beim Präsenz-Format auch, wird es vier Keynote-Sessions geben. Eine internationale Größe, auf die sich die Kongressteilnehmenden freuen dürfen, darf ich bereits jetzt verkünden: Prof. Nathalie van der Velde von der Geriatrischen Klinik der Universität Amsterdam”, freut sich Wirth. Die renommierte Geriaterin referiert zum vieldiskutierten Thema „Falls in older person – does medication play a role?”. Alle vier Keynote-Speaker und deren Themen werden in den kommenden Wochen sukzessive angekündigt.

Interdisziplinarität ist Schwerpunkt

Das Kongress-Motto „Brücke zwischen Generalisten und Spezialisten“ betont die besondere Rolle der Geriater: Auf der einen Seite sind sie breit aufgestellte Generalisten mit dem ganzheitlichen Blick auf den älteren Menschen, auf der anderen Seite sind sie zugleich Spezialisten für das Alter, und die damit einhergehenden Funktionsstörungen und die geriatrietypische Multimorbidität. Das interdisziplinäre Spannungsfeld mit anderen Fachdisziplinen wird zum Beispiel bei den beiden Kongressthemen Neurogeriatrie und Alterstraumatologie deutlich. Der aktuellen Situation trägt zudem ein Symposium rund um COVID-19 Rechnung.

Abstract-Einreichung noch bis 10. Mai möglich

Wer Neuigkeiten aus seinem Forschungsfeld auf dem DGG-Kongress präsentieren will, hat noch wenige Tage Zeit zur Abgabe. Die Einreichung der Abstracts erfolgt online, Detailinfos zum formalen Prozess finden sich auf der Kongresswebseite.

Alle Informationen zum DGG-Kongress 2021 im Blick: Online-Anmeldung, Abstract-Einreichung und weitere Detailinformationen gibt es unter www.geriatrie-kongress.de

 

Download-IconPM: DGG-Kongress 2021 findet vollständig online statt

 

Foto: Marien Hospital Herne