Dr. Sonja Krupp

(18.09.2019) Es gibt mittlerweile zahlreiche Methoden, mit denen die Probleme und noch erhaltenen Funktionen eines älteren Patienten bewertet werden. Bei diesem „Geriatrischen Assessment“ geht es in der ersten Stufe darum, ob es sich bei einer älteren Person überhaupt um einen Patienten mit Bedarf an geriatrischer Behandlung handelt. In einer zweiten Stufe kommen standardisierte Testverfahren unterschiedlicher diagnostischer Tiefe hinzu, teils als Befragung, teils als durchzuführende Aufgabe. Doch welche der zahlreichen Instrumente passen am besten zu einem bestimmten geriatrischen Patienten? Hier kann sich der Mediziner leicht überfordert fühlen. Damit dies nicht passiert, hat eine Expertengruppe, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern der Arbeitsgruppe Assessment der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zusammensetzt, eine neue S1-Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ erarbeitet. Diese wurde jetzt beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main vorgestellt. Im Interview spricht AG-Leiterin Dr. Sonja Krupp (Foto), wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck Geriatriezentrum, über neue Erkenntnisse beim geriatrischen Assessment, die Forderung an Kostenträger und den Nutzen für Geriater bei der täglichen Arbeit.

Gruppenbild Preisträger DGG-Kongress 2019

(12.09.2019) Herausragende Leistungen in der Geriatrie vierfach ausgezeichnet: Im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurden jetzt der Ehren- und Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung, der DGG-Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung sowie der Wilhelm-Woort-Förderpreis über insgesamt 29.500 Euro verliehen. „Die eingereichten Bewerbungen hatten allesamt eine sehr hohe Qualität, sodass die Auswahl der Siegerarbeiten schwer war“, sagt DGG-Präsident Hans Jürgen Heppner bei der Preisverleihung. Ausgezeichnet wurden für ihre herausragenden Forschungsarbeiten Professor Klaus Hauer aus Heidelberg, Dr. Albert Lukas aus Bonn, Professorin M. Cristina Polidori und Anna Maria Meyer aus Köln sowie Privatdozent Dr. Cornelius J. Werner aus Aachen.

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Redaktion,

kommen Sie zum Geriatrie-Kongress nach Frankfurt am Main! Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild davon zu machen, dass die Altersmedizin jung und grenzenlos geblieben ist. Die Gelegenheit ist einmalig: Rund 700 deutsche Spezialisten für Geriatrie treffen sich vom 5. bis 7. September auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Renommierte Keynote-Speaker, angesehene Referenten und zudem hochrangige Mediziner aus dem Ausland sind vor Ort, um neue Therapieansätze, Forschungsfragen und die Zukunft der Geriatrie in Deutschland zu diskutieren. Sie haben Interviewwünsche? Wir unterstützen Sie gerne! Akkreditieren Sie sich jetzt per E-Mail an: presse@dggeriatrie.de

Dr. Annette Ciurea

(27.08.2019) Mit den Babyboomern, die gerade in die Jahre kommen, wird das Thema Sexualität im Alter zunehmend enttabuisiert: Viele Silver Ager wollen noch ein erfülltes Sexleben haben, und zwar bis ins hohe Alter. Wie kann man damit umgehen in der Geriatrie und in Pflegeheimen? Wie lässt sich dieser Wunsch mit Krankheiten und anderen Einschränkungen in Einklang bringen? Mit dieser Thematik setzt sich Dr. Annette Ciurea (Foto), Leitende Ärztin an der Universitären Klinik für Akutgeriatrie im Stadtspital Waid in Zürich, auseinander. Aus ganzheitlicher Perspektive beleuchtet sie das Thema in ihrer Keynote „Sexualität im Alter: Rien ne vas plus!?“ beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), der vom 5. bis 7. September 2019 in Frankfurt am Main stattfindet.

Professor Hans Jürgen Heppner

(06.08.2019) Die geplante Reform des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, kurz MDK, löst bei den Altersmedizinern in den Klinken große Diskussionen aus. So sollen demnächst Kliniken mit zahlreichen beanstandeten Abrechnungen häufiger geprüft werden als andere. In der Altersmedizin werden aber beispielsweise sehr häufig die langen Liegezeiten der hochbetagten Patienten moniert. Stehen demnächst also ständig die Prüfer auf der Matte? „Eine von vielen Besonderheiten der Altersmedizin, die in dem Entwurf keine Berücksichtigung findet“, sagt Professor Hans Jürgen Heppner (Foto), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie am HELIOS Klinikum Schwelm und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke. „Bei solch umfassenden Reformen müssen von Anfang an die medizinischen Fachgesellschaften mit ihrer Fachexpertise eingebunden werden, um medizinisch sinnvolle Entscheidungen mit herbeizuführen.“