Preisträger Lukas Wechselberger mit der Urkunde umgeben von Jurymitgliedern und Preisstiftern.

(11.12.2019) Der Mediziner Lukas Wechselberger hat den Nachwuchs-Preis der Deutschen Kontinenzgesellschaft über 1.500 Euro erhalten. Ausgezeichnet wird er für seine Doktorarbeit an der Universität Witten/Herdecke, in der es um den Zusammenhang zwischen einer überaktiven Blase und Verstopfung geht. Betreut wurde die Arbeit von Professor Andreas Wiedemann, Leiter der Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit wurde bei einer Blasendruckmessung künstlicher Stuhldrang mit einem Blasenkatheter-Ballon im Enddarm erzeugt. Im Ergebnis zeigte sich, dass das Fassungsvermögen der Blase sinkt. Damit werden Reizblasenbeschwerden verstärkt. „Wir vermuten stark, dass es einen Zusammenhang mit dem Rückenmark gibt, über das ja viele Signale im Körper transportiert werden. Wenn es mit Impulsen vom Enddarm angesteuert wird, kommen diese in der Blase an und die wird funktionell kleiner. Entgegen der landläufigen Meinung macht also Verstopfung keine Blasenentleerungsstörung, sondern Reizblase“, erklärt Lukas Wechselberger die Ergebnisse der Studie. Mehr Informationen gibt es auf der Website der Universität Witten/Herdecke.

Foto: Preisträger Lukas Wechselberger mit der Urkunde umgeben von Jurymitgliedern und Preisstiftern. Foto: Deutsche Kontinenzgesellschaft